Brachiales Tempo, rohe Kraft und trotzdem elegant – wenn die Pferde in Hochgeschwindigkeit die Zielgerade entlang donnern steht der Zuschauer staunend und gebannt an der Bande.

Aus dieser jahrhundertalten Tradition ergibt sich eine andere Faszination – das Pferdewetten!

Inhaltsverzeichnis

Beste Wettanbieter für Pferdewetten | November 2019

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Stand: November 2019

Pferdewette: Erklärung & Begriffe

Allgemein betracht gibt es in der Sportwetten-Welt von Sportart zu Sportart viele unterschiedliche Fachbegriffe.

Bei der Pferdewette ist das Vokabular allerdings noch um einiges spezifischer.

Die wichtigsten Pferdewetten Begriffe im Überblick:

Begriff Erklärung
A-Bahn auf A-Bahnen werden die höchsten Preisgelder vergeben
B-Bahn auf B-Bahnen sind die Preisgelder niedriger und es gibt weniger Renntage
Derby klassische Renndistanz – 1,5 Meilen bzw. 2,4 Kilometer
Flat Race einfachste Rennform, keine Hindernisse befinden sich auf der Laufbahn
Jockey Reiter der Pferde
Maiden übersetzt “jungfräulich” und bedeutet, dass in diesem Rennen nur Pferde antreten, die zuvor noch nie ein Rennen gelaufen sind
NAP Bezeichnung für „Experten-Tipp“ (oft auch unter der Rubrik “Tagestipp” zu finden)
Racecard Aufstellung der derzeitigen Form des Pferdes anhand einer übersichtlichen Statistik
Sulky ein Gespann, das vom Pferd gezogen wird (nur bei Trabrennen)
Totalisator Quote, die allein von den Tippern beeinflusst wird. 1 Prozent der Wetteinsätze wird an Pferdebesitzer und Züchter ausgeschüttet
Totes Rennen auch „Dead Heat genannt“ – wenn zwei oder mehr Pferde ex aequo die Ziellinie überqueren. Die Quote wird dann halbiert oder durch die Anzahl der beteiligten Pferde geteilt

Unterschied Galopprennen und Trabrennen?

Bei Pferderrennen wird zwischen zwei verschiedenen Disziplinen unterschieden – den Galopprennen und den Trabrennen:

Galopprennen sind die klassische Form der Pferdewetten. Da der “Galopp” die schnellste Gangart bei Pferden ist, werden diese Rennen auch grundsätzlich ohne Hindernisse ausgeführt. Im Fachjargon werden Galopprennen, die hauptsächlich von Vollblutpferden bestritten werden, deshalb auch „Flat“-Rennen genannt.

Galopprennbahnen haben Bahnlängen von 1800 bis 2900 m.

Trabrennen sind deutlich technischer, es kommt mehr auf das Zusammenspiel von Jockey und Pferd an, da diese Rennen meistens mit Hindernissen bestückt werden, wodurch auch Sprünge und dergleichen vorkommen. Wichtig: Bei Trabrennen muss die Gangart „Trab“ angewendet werden.

Trabrennbahnen haben Bahnlängen von etwa 1000 m.

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Pferdewetten Regeln: Was ist zu beachten?

Wie die oben angeführte Auflistung der Pferdewette-Begriffe zeigt, hat das „Horse Betting“ ihre eigenen Gesetze und Termini. Sie lassen sich zudem auch in ihren Wettarten deutlich vom übrigen Sportwettangebot abgrenzen.

Wer sich also bisher mit der Sportwette beispielsweise in Fußball, Tennis, Handball beschäftigt hat, der muss sich darauf gefasst machen, mit der Pferdewette in eine gänzlich neue Welt einzutauchen.

Die größte Verwandtschaft zeigt sich noch, neben den Hunderennen, mit dem Motorsport: Da dieser auch das Rennen als Wettbewerbsform hat, kommen ähnliche Wettarten, wie etwa die Platzwette, zur Anwendung.

Hinsichtlich der Praxis der Pferdewette sollte aber eines unbedingt berücksichtigt werden:

Von Land zu Land (bei Poolwetten, die an die Rennbahnen vermittelt werden), von Pferde-Wettanbieter zu Pferde-Wettanbieter und auch von Rennen zu Rennen können unterschiedliche Bestimmungen zur Anwendung kommen.

Beispielsweise kann es von der Starterzahl abhängen, ob ein bestimmtes Wettangebot zustande kommt – und die Anzahl der erforderlichen Starter variiert wiederum von Land zu Land.

Wichtig ist vor dem Wetten daher ein Blick auf die Racecard zu werfen!

Was ist eine Racecard?

Eine Racecard beinhaltet eine statistische Auflistung der Form des Pferdes. Oft sind diese Daten sogar durch Erfolge des Jockeys und des Trainerteams erweitert.

Je ausführlicher die Racecard, desto genauer kann man Pferd und Jockey auf ihre Qualitäten analysieren. Eine Racecard beinhaltet Zahlen und Buchstaben.

Erklärung der Racecard:

  • 1-9: Platzierung des Pferdes in den jeweiligen Rennen
  • 0: das Pferd landete jenseits der Top Neun
  • P: Pulled Up (das Pferd hat das Rennen vorzeitig beendet)
  • R: Refusal (das Pferd wurde von der Jury abgelehnt)
  • F: Fall (das Pferd ist gestürzt)
  • B: Brought Down (Abwurf des Jockeys)
  • U: Unseated Ride (im Ziel ohne Jockey eingetroffen)
  • – : Jahreswechsel
  • / : Sessionwechsel

Wettarten bei Pferderennen: Wie funktioniert die Pferdewette?

Das Wett-Angebot bei Pferderennen ist riesig. Dadurch sollte man sich als Pferdewetten-Neuling aber keinesfalls abschrecken lassen.

Vieles klingt auf den ersten Blick komplizierter als es letztlich ist. Das Schöne an den Pferdewetten ist die Vielfalt: Für jeden Interessenten gibt es eine passende Tippmöglichkeit.

Pferdewetten Fans müssen deshalb also nicht zwangsläufig nur auf den Sieger tippen, sondern haben viele andere unterschiedliche Pferdewetten Wettarten zur Verfügung.

Alle Pferdewette-Wettarten im Überblick

Wettart Erklärung
Sieg Wette auf den Sieger des Rennens
Platz Das Pferd muss Erster, Zweiter oder Dritter werden, bei weniger als sieben Startern Erster oder Zweiter
Ita Das Pferd muss Zweiter werden, damit die Wette gewinnt
Trita Das Pferd muss den 3. Platz belegen, damit diese Wette gewinnt
Zweierwette Die richtige Reihenfolge der Pferde auf Platz 1 und 2 muss vorhergesagt werden
Dreierwette Die ersten drei Plätze müssen in richtiger Reihenfolge vorhergesagt werden
Zwilling Vereinfachte Form der Zweierwette – die Reihenfolge der beiden Pferde spielt keine Rolle
Platz-Zwilling Zwei der ersten drei platzierten Pferde sind zu erraten. Welches Pferd wo in den Top-3 ist, ist dabei egal
Drilling Die drei ausgewählten Pferde müssen in die Top-3, wobei deren Reihenfolge unbedeutend ist
2 aus 4 Es wird auf zwei Pferde gewettet, die unter den ersten vier Pferden einlaufen müssen, damit die Wette gewinnt
Head-to-Head Wette auf den Sieger eines Duells zwischen zwei Pferden im direkten Vergleich
Placepot Aus den ersten sechs Rennen muss immer ein platziertes Pferd richtig getippt werden, um am Ende zu gewinnen
TOP6 Die Sieger von sechs Rennen des Tages müssen vorhergesagt werden

18+ | AGB gelten


Erklärung der Pferdewetten-Wettarten im Detail

Sieg (Win):

Dies ist der „Klassiker“ unter den Pferdewetten: Bei dieser Wettart wird ganz direkt auf den Sieger des Rennens getippt.

Platz (Place):

Getippt wird darauf, dass das ausgewählte Pferd eine Platzierung erzielt.

Das gewettete Pferd muss Erster, Zweiter oder Dritter werden damit die Wette gewinnt.

Abhängig von Nation und Anzahl der Starter gelten unterschiedliche Bestimmungen hinsichtlich dessen, „was“ eine Platzierung ist bzw. „wer“ als platziert angesehen wird:

So können die ersten zwei, drei oder auch die ersten vier Pferde, welche die Ziellinie passieren, gemäß der Regeln platziert sein, sofern die dafür notwendige Anzahl an Startern vorliegt.

In manchen Ländern (insbesondere mit englischer Wett-Tradition) wird zwischen den Wettarten Place und Show unterschieden:

Dort wird dann die Wette auf eine Platzierung unter den ersten beiden Pferden unter dem Titel „Place“ geführt, während die Platzierung unter den ersten drei Pferden als „Show“ gilt.

Pferdewetten beim britischen Buchmacher-Riesen Bet365. (Screenshot: 7.8.2019, 16:00 Uhr)

Sieg-Platz (Win-Place / Each Way, auch angeschrieben als E/W):

Bei dieser Einzelwette handelt es sich um eine Doppelwette, welche die Wettarten Sieg und Platz kombiniert: Getippt wird auf den persönlichen Favoriten.

Erzielt das Pferd den Sieg, so gehen beide Teile (Sieg und Platz) auf, erzielt das Pferd zumindest eine Platzierung, so geht nur ein Teil der Wette auf.

In beiden Fällen kann ein Gewinn erzielt werden, wobei die Gewinnsumme analog zum Erfolg entweder aus der ausgeschriebenen Wettquote oder, wenn kein Sieg aber zumindest eine Platzierung vorliegt, aus einer Splitquote ermittelt wird.

Auch hier gilt es vorab die Wettbestimmungen hinsichtlich der Frage, ob die ersten zwei, drei oder vier Pferde als platziert gelten, zu studieren.

Win-Place-Show (Across the Board): ist eine Erweiterung der Win-Place-Show-Wette – sie ist um eine Möglichkeit (Show) erweitert. Das getippte Pferd muss also als Erstes, Zweites oder Drittes abschließen.

Ebenso wie bei der Sieg-Platz-Wette richtet sich der Payout danach, auf welchem Platz das Pferd abschließt (für Win gibt es mehr als für Place und für Platz gibt es mehr als für Show).

Ita

Das Pferd auf das gewettet wurde muss Zweiter werden damit die Wette gewinnt. Diese Wette ist möglich, wenn zumindest vier Pferde das Rennen starten.

Trita

Das gewettete Pferd muss den 3. Platz belegen, damit diese Wette gewinnt. Es müssen bei dieser Wettart jedoch mindestens acht Pferde starten.

Zweierwette (Exakta / Perfekta / Forecast / Straight Forecast)

Bei der Zweierwette, auch Einlaufwette genannt, wird auf zwei Pferde gewettet. Sie müssen – im Gegensatz zur Zwillingwette – in der richtigen Reihenfolge als Erster und Zweiter durchs Ziel gehen damit die Wette gewinnt.

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Dreierwette (Tricast / Trifecta / Trio / Tiercé / Treble Forecast)

Bei der Dreierwette (Großer Einlauf) müssen die ersten drei Pferde in der richtigen Reihenfolge ihres Zieleinlaufs vorhergesagt werden. Diese Wette zu gewinnen ist zwar äußerst schwierig, dafür sind die Gewinne aber auch dementsprechend hoch.

Zwilling (Quinella / Tvilling / Reversed Forecast)

Auch beim Zwilling müssen die Pferde, welche unter den ersten Zweien (Zwilling) bzw. das Ziel erreichen, vorhergesagt werden, wobei aber die Reihenfolge des Zieleinlaufs der beiden Pferde keine Rolle spielt.

Platz-Zwilling (Place Quinella)

Diese Wettart – eine Weiterentwicklung der „Zwiling“-Wettart – liegt dann vor, wenn zwei der ersten drei platzierten Pferde zu erraten sind.

Für die positive Auswertung der Wette spielt es keine Rolle, welches der beiden getippten Pferde welche der drei Platzierungen erzielt hat.

Es gibt also drei Konstellationen, die einen Gewinn bedeuten: wenn die beiden ausgewählten Pferde das Rennen als Erster und Zweiter, als Erster und Dritter oder als Zweiter und Dritter abschließen.

Bei dieser Wettart sind üblicher Weise drei Quoten ausgeschrieben, die je nach Ausgang zur Anwendung kommen:

Schließen die getippten Pferde als erstes und zweites ab, so wird die erste Quote, schließen sie als erstes und drittes ab, so wird die zweite Quote, schließen sie als zweites und drittes ab, so wird die dritte Quote als Multiplikator herangezogen.

Pferdewetten beim englischen Wettanbieter-Giganten William Hill.

Drilling

Beim der Wettart Drilling müssen die drei ausgewählten Pferde unter den Top-3 einlaufen, wobei deren Reihenfolge egal ist. Acht Pferde müssen mindestens das Rennen beginnen damit Drillings-Wetten möglich sind.

2 aus 4

Es wird auf zwei Pferde gewettet, die unter den ersten vier Pferden einlaufen müssen, damit die Wette gewinnt. Die Reihenfolge ihrer Platzierung ist egal.

Anders als beim Platz-Zwilling gibt es nur eine Quote. Es müssen mindestens zehn Pferde starten.

Head-to-Head-Wette:

Bei dieser Wettart werden aus dem Pool der gemeldeten Starter zwei (oder mehrere) vom Wettanbieter herausgegriffen und in einem Wettangebot gegenübergestellt.

Zu tippen ist, welches von den genannten Pferden als erstes über die Ziellinie läuft. Bei der Abrechnung der Wette kann ein Pferd also auch dann als „Erstes“ gelten, wenn es im eigentlichen Rennen keinen Sieg erzielt hat.

Wesentlich ist nur, dass es vor dem (oder den) anderen in der Wette genannten Pferd (oder Pferden) eingelaufen ist.

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Placepot:

Diese Wettart wird hauptsächlich bei englischen Pferderennen angeboten.

Aus den ersten sechs Rennen muss immer ein platziertes Pferd richtig getippt werden, um am Ende zu gewinnen.

TOP6

Bei dieser Wette müssen in sechs vorgegebenen oder aufeinander folgenden Rennen die richtigen Sieger getippt werden.

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Stallwette:

Die Stallwette ist streng genommen keine Wettart.

Sie bezeichnet nämlich nicht die Bedingung, wie ein gewählter Starter das Rennen zu beschließen hat, sondern sie bezeichnet den Starter oder vielmehr den Kreis der Starter, auf den gesetzt wird:

Statt auf ein bestimmtes Pferd, wird auf einen bestimmten Stall, und damit auf alle Pferde, die für ein und denselben Stall in einem Rennen antreten, getippt.

Stallwetten können zu unterschiedlichen Wettarten (Sieg, Platz, …) angeboten werden.

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Schiebewette: Die Kombiwette der Pferdewetten

De facto ist eine Schiebewette (auch Akkuwette oder Verbindungswette genannt) dasselbe wie eine Kombiwette.

Ein und dieselbe Systematik wird also für Pferderennsport und alle übrigen Sportarten einfach unter einer anderen Bezeichnung geführt.

Für beide gilt: Es wird (1) ein Wetteinsatz zu einer (2) Auswahl von zumindest zwei Einzeltipps definiert, die (3) alle aufgehen müssen, damit die Wette gewonnen ist.     Die Gewinnsumme wird (4) durch Multiplikation von Wetteinsatz und Quoten aller Einzeltipps ermittelt. Kombiniert werden, können Tipps zu unterschiedlichen Veranstaltungen und aus unterschiedlichen Wettarten.

Dargestellt und beschrieben wird die Schiebewette aber gerne auf andere Art und Weise, als die Kombiwette, nämlich mit Bezug auf den Zeitfaktor:

Dabei wird der Wettgewinn aus dem ersten Tipp definiert als Wetteinsatz für den zweiten Tipp usw., wobei als „erster“ Tipp jener gewertet wird, der sich auf das zeitlich erststattfindende Rennen bezieht usw.

Manchmal werden die Tipps auch nach Wettarten sortiert.Diesbezüglich geben aber in jedem Fall die Wettbestimmungen Auskunft.

Weil also der Gewinn aus dem einen Tipp „weitergeschoben“ wird zu einem anderen Tipp, für welchen er den Wetteinsatz stellt, wird die Wette als Schiebewette bezeichnet.

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Am Ende der Abrechnung steht aber auch bei der Schiebewette nichts anderes, als die Multiplikation von ursprünglichem Wetteinsatz mit den einzelnen Quoten.

Da in der Multiplikation das Kommutativgesetz (=Vertauschungsregel) gilt, ist die Anordnung von Multiplikanden/Multiplikator für das Produkt aus der Rechnung, also die Höhe der Gewinnsumme, irrelevant.

Schiebe- und Kombiwette bringen also bei gleichen Quoten und Wetteinsatz dasselbe zur Auszahlung. Das Einzige, was die Schiebewette von der Kombiwette abgrenzt, sind einige Sonderbestimmungen.

So ist es beispielsweise üblich, dass wenn auf einen Nichtstarter getippt wurde, der entsprechende Tipp mit Quote 1,00 bewertet wird.

Außerdem gibt es einige Sonderformen der Schiebewette, wo nur Teilbeträge „weitergeschoben“ werden.

Hier macht das Schiebesystem auch „Sinn“, und zwar in der Hinsicht, dass die Auswertung beeinflusst wird:

Behält sich der Wettkunde aus jedem erfolgreichen Einzeltipp gleich eine kleine Summe zurück und schiebt jeweils nur einen Teil als Wetteinsatz weiter, so hat das zwei mögliche Folgewirkungen:

Sollten (1) alle Einzeltipps aufgehen, so ist die Gesamtgewinnsumme aus der Schiebewette niedriger, sollten aber (2) nur der erste oder die ersten Tipps aufgehen, so hat der Wettkunde dennoch eine kleine Summe Geldes aus der Schiebewette erhalten.

Pferdewette-Tipps für Anfänger und Einsteiger

Im wahrsten Sinne des Wortes sollte man bei Pferdewetten nicht gleich von Beginn weg mit voller Kraft losgaloppieren, sondern erst einmal mit Bedacht an die (neue) Sache rangehen.

Schließlich ist die Pferdewette eine etwas andere – und vielleicht auch komplexere – Materie als Wetten auf Fußball- oder Tennisspiele.

3 Tipps für die erfolgreiche Pferdewette

1.Statistik & Analyse:

Bei wohl keiner anderen Sportart ist vor dem Platzieren einer Wette ein Blick in die Statistiken so wichtig, wie bei der Pferdewette.

Wie hat das Pferd bei den letzten Rennen abgeschnitten? Und nicht vergessen: Wie gut ist der Jockey in Form?

Pferdewetten-Experten sind der Meinung, dass die Leistung eines Jockeys einen Anteil von etwa 40 (!) Prozent für das Endergebnis ausmacht. Das heißt: Auch die Statistiken des Jockeys sind in Betracht zu ziehen!

Wichtig bei der Rennanalyse sind beispielsweise auch Fakten wie die Rennlänge oder Untergrund der Bahn. Bei Rennserien sollte darauf geachtet werden, welcher Favorit mit welchem „Übergewicht“ an den Start gehen muss.

Zudem sollte versucht werden, den Terminkalender der Starter zu analysieren.

Hin und wieder schicken die Trainer ihre Schützlinge nur zu Test- und Vorbereitungszwecken auf die Bahn – beispielsweise wenn inn naher Zukunft ein hochdotiertes Saison-Highlight auf dem Programm steht.

Dann kann es durchaus passsieren, die Jockeys in den Vorbereitungsrennen auf den letzten Metern die Zügel etwas schleifen lassen.

Hinweis: Die Wettbewerbe werden in den Kategorien I bis V eingeteilt und erkennbar ist die Wertigkeit auch an der finanziellen Dotierung.

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2. Auswahl der richtigen Wette:

Gerade für Anfänger ist es nicht leicht, die richtige Pferdewette auszuwählen. Einfach deshalb, weil es so viele unterschiedliche Wettarten gibt.

Anfängern ist hierbei nicht die klassische Siegwette zu empfehlen, sondern die Head-to-Head-Wette. Hierbei werden nur zwei Pferde miteinander verglichen, unabhängig vom konkreten Endergebnis.

Diese Wettoption hat für den Einsteiger den Vorteil, dass nicht alle Informationen zum Rennen zusammengetragen werden müssen, sondern im Grunde nur jene Statistiken der zwei ausgewählten Pferde.

Der direkte Vergleich lässt sich deutlich einfacher kalkulieren.

Für Fortgeschrittene Pferdewetten-Tipper könnte sich diese Strategie lohnen: Ist ein Lauf komplett tippbar, sollte der gewählte Starter mehrfach gewettet werden, um einerseits eine Absicherung und andererseits eine Gewinnmaximierung zu erhalten.

  • Sieg: 10 € bei einer Quote von 5,0
  • Ita: 10 € bei einer Quote von 4,0
  • Trita: 10 € bei einer Quote von 2,5

3. Zeitpunkt Wettabgabe:

Da die Erfolgschancen eines Pferdes von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängen, ist es auch für die Buchmacher nicht immer leicht ist, realistische Quoten festzulegen. Oft passiert dies erst kurz vor Rennbeginn.

Für die Platzierung der Pferdewette bedeutet das: Nie zu früh platzieren!

Die wichtigsten Pferderennen der Welt

Pferderennen gibt es im Grunde jeden Tag. Sei es in Großbritannien oder in den USA. Somit ist es auch möglich, täglich Pferdewetten zu platzieren.

Aber auch in dieser schier unzählbaren Menge stechen eine Handvoll Events hervor. Es sind jene, deren Bekanntsheitsgrad sich weit über den Pferderennsport erstreckt – wie etwa das Royal Ascot oder das Kentucky Derby.

Aber es gibt noch weit mehr traditionsreiche und hochdotierte Pferderennen. Hier ein kleiner, kompakter Überblick.

Überblick der wichtigsten Pferderennen

Grand National

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Liverpool (ENG) 1836 im April Hindernis / 4,5 Meilen Handicaprennen

Das Grand National – ursprünglich Grand National Hunt Handicap Horse Race – ist das bedeutendenste Hindernisrennen im Pferdesport.

Es zählt weltweit zu den Rennen mit den höchsten Wetteinsätzen und besten Gewinnprämien.

Das Grand National, das 1836 zum ersten Mal ausgetragen wurd, findet jedes Jahr am ersten Samstag im April auf dem Aintree Racecourse in Liverpool statt.

Dabei müssen zwei Runden mit einer Gesamtlänge von 7,2 km (4,5 Meilen) zurückgelegt und 30 Hindernisse (davon 14 zweimal) überwunden werden.

Das Rennen wird als Ausgleichrennen (engl. Handicap) ausgetragen – das bedeutet: Die teilnehmenden Pferde tragen unterschiedliche Gewichte in Abhängigkeit von ihrer bisher in Rennen gezeigten relativen Leistungsstärke zueinander.

The Royal Ascot

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Ascot (ENG) 1807 im Juni Flat Race / 4,2 Meilen Galopprennen für Steher

Jedes Jahr im Juni findet auf dem Ascot Racecourse das prestigeträchtige und geschichtsträchtige Royal Ascot Race Meeting statt. Es wurde im Jahr 1711 von Queen Anne gegründet und ist das Herzstück aller Pferderenn-Veranstaltungen in England.

Das viertägige Meeting bietet insgesamt 24 Rennen.

Der dritte Renntag der Rennwoche gilt dabei als wichtigster Tag der Veranstaltung. An diesem Tag findet der Ascot Gold Cup statt, der seit 1807 ausgetragen wird.

Der Gold Cup führt über eine Distanz von 4.022 m (2,4 Meilen) und gilt in England als das bedeutendste Galopprennen für Steher.

Der Gold Cup-Renntag ist auch als Ladies’ Day (Damentag) bekannt, an dem die weiblichen Besucher besonders extravagante Hüte tragen.

Das Kentucky Derby fand erstmals 1875 statt und ist eines der bedeutendsten Pferderennen der Welt.

Kentucky Derby

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Louisville (USA) 1875 im Mai Flat Race / 1,25 Meilen Belag „Dirt“

Ende Mai findet jährlich auf dem Churchill Downs Racecourse das zweiwöchige Kentucky Derby Festival statt, bei dem das legendäre Kentucky Derby natürlich die Hauptrolle spielt.

Es bildet den Auftakt zur Triple Crown der USA und stellt damit eines der wichtigsten Vollblutrennen der USA dar. Es geht über die Distanz von 1,25 Meilen (2.012 m).

Dieses Rennen, auch Run for the Roses genannt weil der Gewinner mit Rosen überschüttet wird, wurde erstmals im Jahr 1875 gelaufen und geht über die Distanz von 1,25 Meilen (2.012 m).

Die Teilnehmer des Kentucky Derbys werden seit 2013 durch ein neu eingeführtes Punktesystem ermittelt. Die jeweils vier bestplatzierten Pferde aus 36 Qualifikationsrennen erhalten Punkte.

Die zwanzig Pferde, die am Ende die meisten Punkte aufweisen, sind für das Kentucky Derby startberechtigt.

Cheltenham Gold Cup

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Cheltenham (ENG) 1860 im März Hindernisrennen / 3,25 Meilen mind. 5-jährige Pferde

Die englische Grafschaft Gloucestershire ist Gastgeber des berühmten Rennsportfestivals – des Cheltenham Festival.

Die Veranstaltung fand 1860 das erste Mal statt und war ursprünglich für drei Tage anberaumt. Seit 2006 dauert es vier Tage und insgesamt finden 28 Rennen statt.

Dabei werden jedes Jahr mehrere Gruppe 1-Rennen ausgetragen – darunter das Champion Hurdle, die Queen Mother Champion Chase und das Stayers‘ Hurdle.

Für die Freunde der Pferdewette ist bei diesem Event jedoch der Cheltenham Gold Cup von größer Bedeutung.

Melbourne Cup

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Melbourne (AUS) 1861 im November Flat Race / 2,0 Meilen Handicaprennen

Erstmals fand der Melbourne Cup im Jahr 1861 statt und nicht nur das höchstdotierte Pferderennen in Australien und Ozeanien, sondern gleichzeitig das höchstdotierte Langstreckenrennen der Welt.

Das Gesamtpreisgeld des Melbourne Cups beträgt etwa 7.3 Millionen australische Dollar von denen gut die Hälfte an den Sieger geht.

„The race that stops a nation“, bei dem Vollblüter ab 3 Jahren laufen, findet jedes Jahr während des australischen Frühlings am ersten Dienstag im November auf dem Flemington Racecourse im Norden von Melbourne vor über 100.000 Zuschauern statt.

Das Rennen, auf einer 3,2 km langen Flachstrecke auf Rasen, gehört zur Gruppe I und wird seit 1861 als Handicaprennen ausgetragen.

Dubai World Cup

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Dubai (VAE) 1996 im November Flat Race / 1,24 Meilen Handicaprennen

Im Vergleich zu vielen anderen traditionellen Pferderennen ist der der Dubai World Cup ein sehr junges Rennen. Erstmals fand das Rennen 1996 statt.

Seitdem wird das das Rennen für 3-jährige und ältere Vollblüter jährlich Ende März/Anfang April im Rahmen der Dubai World Cup Night auf dem Meydan Racecourse in Dubai über eine Mittelstrecke von 2000 Metern ausgetragen.

Lange handelte es sich um das höchstdotierte Pferderennen der Welt mit einem Preisgeld von 12 Millionen US-Dollar bis es 2017 vom Pegasus World Cup übertroffen wurde.

Pegasus World Cup

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Florida (USA) 2017 im Januar Flat Race / 1,20 Meilen mind. 4-jährige Pferde

Der Pegasus World Cup ist ein US-amerikanischesPferderennen für Vollblüter, das am 28. Januar 2017 im Gulfstream Park in Hallandale Beach (Florida) erstmals ausgetragen wurde.

Das Flachrennen der Grupper I für Pferde die vier Jahre und älter sind, wird auf einer Sandbahn über eine Distanz von 1800m durchgeführt.

Seinen Namen verdankt das Rennen der Statue eines geflügelten Pferdes, einem Pegasus aus der griechischen Mythologie.

Mit einer Gewinnsumme von 12 Millionen US-Dollar für die erste Austragung im Jahr 2017 übertraf der Pegasus World Cupden Dubai World Cup als höchstdotiertes Pferderennen der Welt.

Prix de l’Arc de Triomphe

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
Longchamp (FRA) 1920 im Oktober Flat Race / 1,49 Meilen Righthanded Course

Der Prix de l’Arc de Triomphe ist eines der bedeutendsten Pferderrennen Europas und wurde erstmals 1920 ausgetragen.

Das Rennen – im Volksmund einfach nur „Arc“ genannt – wird in Longchamp über 2400 Meter gelaufen und für Pferde ab drei Jahren geöffnet.

Wer hier den Titel als Sieger einheimst, ist quasi der Weltmeister des Galoppsports.

Es ist derzeit das zweitwertvollste Pferderennen auf Gras nach dem Everest in Australien.

Breeders Cup

Ort seit Austragung Art / Länge Besonderheit
abwechselnd in den USA 1984 im Oktober Flat Race / verschieden für Vollblüter

Der Breeders Cup ist die höchstdotierte amerikanische Serie von ca. 15 Galopprennen. Er wird seit 1984 an verschiedenen Rennplätzen ausgerichtet und umfasst rund 25 Millionen an Preisgeld.

Von 1984 bis 2006 handelte es sich um eine eintägige Veranstaltung. Im Jahr 2007 wurde alles auf zwei Tage erweitert.

Bei diesem rennsportliche Ereignis, finden insgesamt sieben Gruppe I-Rennen statt. Das wichtigste ist der Breeders Cup Classic – er ist mit etwa 6 Millionen Dollar Preisgeld dotiert.


Informationen und Erklärungen zu allen Wettarten: