tipico

Empfehlenswert
84/100
Deutschlandweit bekannt dank seiner zahlreichen Wettshops und Werbe/Sponsoring-Aktivitäten. Nicht ganz ohne Schwächen, aber stark beim Wettangebot, speziell zur deutschen Bundesliga, und Wettsteuer-frei.

Die mit 1.7.2012 in Kraft gesetzte Rechtsnorm zur Wettsteuer hat viele deutsche Wettkunden und Nutzer von online Angeboten, zumeist unvorbereitet, mit zusätzlichen Kosten konfrontiert.

Denn die 5%, welche seit diesem Stichtag von allen Wetteinsätzen abzuführen sind, wurden von einigen online Wettanbietern sogleich weiterverrechnet.

Das sorgt freilich zunächst für Ärger und Unverständnis beim Verbraucher.

Allerdings: Es gibt auch heute noch einige Möglichkeiten, wo bei Wettanbietern ohne Steuer getippt werden kann!

Diese Wettanbieter verrechnen KEINE WETTSTEUER

* Stand August 2019

Tipico ist der Marktführer bei Sportwetten in Deutschland – dieser Umstand wurde unter anderem auch dadurch erreicht, dass man beim deutschen Wettanbieter auch weiterhin ohne 5% Steuer online wetten kann.

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Betfair startete ursprünglich als Wettbörse, hat sich mittlerweile in Deutschland aber als Buchmacher etabliert. Die 5% Wettsteuer werden vom Engländer aus eigener Tasche beglichen, für Tipps wird daher bei Betfair keine Steuer verrechnet.

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Diese Wettanbieter sind TEILWEISE OHNE STEUER

* Stand August 2019

Der bekannte deutsche Buchmacher Bet3000 bietet sämtliche Live Wetten komplett steuerfrei an. Bei Kombiwetten, die vor dem Wettereignis abgegeben werden, wird ab der 4er Kombi keine Wettsteuer fällig.

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Bei Betsafe sind Kombiwetten unter bestimmten Bedinungen steuerfrei – nämlich dann, wenn die Gesamtquote 3,00 oder höher ist und jede Auswahl in der Kombiwette zumindest eine Wettquote von 1,30 aufweist.

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Auch beim „großen Bruder“ von Betsafe sind 3er Kombis (und höher) von der 5%-igen Gebühr befreit. Sowohl für jede einzelne Auswahl (1,5) als auch für die Gesamtwette (3,0) gibt es eine Mindestquote.

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Sportingbet
Sportingbet besuchen

Ein gutes Angebot an steuerfreien Wetten hält auch Sportingbet für seine Kunden bereit: Kombiwetten mit mindestens 3 Auswahlen (jede Auswahl mit Mindestquote 1,40) können ohne Steuer getippt werden.

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Bei Mr Green gibt es seit Herbst 2018 den Steuerfreitag. Das bedeutet, dass Gewinne aus Sportwetten, die an einem Freitag erzielt werden um 5% erhöht werden. In Summe hat ein erfolgreicher Tipper an einem Freitag somit nur noch die Steuerlast von 0,25% zu tragen.

Wichtig ist dabei, der Zeitpunkt der Wettabgabe. Denn diese muss ein Freitag sein, damit die Aktion zu Tragen kommt.

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Alle Infos rund um Wettanbieter & Steuer im Überblick:

  1. Wettsteuer in Deutschland – die aktuelle Lage
  2. Kombiwetten – Wettanbieter ohne Steuer
  3. Erfolgreich Wetten ohne Steuer
  4. Die Hintergründe der Wettsteuer in Deutschland
  5. Strategien für Sportwetten ohne Wettsteuer
  6. Die Rechtsgrundlage zur deutschen Wettsteuer
  7. Verrechnungsmodelle der Wettanbieter Steuer
  8. Übersicht Verrechnung der Wettsteuer durch Wettanbieter
  9. Steuerrechner: Auswirkung der Verrechnung auf den Wettgewinn

Wettsteuer in Deutschland – die aktuelle Lage (August 2019)

Die Zahl der Wettanbieter ohne Steuer in Deutschland wird immer kleiner.

Nachdem zuletzt auch Betsafe und ComeOn dazu übergegangen sind, die gesetzlich vorgeschriebene Wettsteuer an die Kunden weiterzugeben, bleiben nur noch wenige Ausnahmen für steuerfreie Sportwetten in Deutschland.

Mit Tipico und Betfair gibt es aber weiterhin zwei empfehlenswerte Wettanbieter im Sportwettentest, die von einer Weitergabe der Steuer an die Wettkunden noch nichts wissen wollen.

Mit Ohmbet, einem Bookie, den die Redaktion gerade testet, dürfte sich ein weiterer in den erlauchten Kreis der Wettanbieter ohne Steuer dazugesellen.

Jüngstens haben sich leider Expekt und Guts aus dem erlauchten Kreis der Wettanbieter ohne Steuer verabschiedet.

Ob bei diesen Wettanbietern auch weiterhin und vor allem längerfristig steuerfrei gewettet werden kann ist derzeit noch nicht ganz sicher – zumindest von Tipico haben wir auf Anfrage die Meldung bekommen, dass in naher Zukunft nicht an die Einführung einer Wettsteuer gedacht wird.

Andere Anbieter wollen den Markt noch eine Zeit lang beobachten, bevor sie eine endgültige Entscheidung in Sachen Sportwetten Steuer treffen.


Kombiwetten ohne Steuer beim Wettanbieter Betsafe

Deutsche Wettkunden des skandinavischen Buchmachers Betsafe werden mit Anfang Februar 2016 den Zusatz im Wettschein bemerkt haben, wonach fortan 5% des Wetteinsatzes als Gebühr zu entrichten sind. Diese dient dazu, den Aufwand der deutschen Wettsteuer zu begleichen.

Nachdem der Wettanbieter rund dreieinhalb Jahre lang, seit der Gesetzesnovelle in Deutschland zur Jahresmitte 2012, die Finanzabgabe aus dem laufenden Geschäft heraus beglichen hat, werden die Kosten derselben folglich nunmehr an den Endkunden weiterverrechnet.

Betsafe Sportwetten

Für Sportwettentipper zieht die Einführung der Wettsteuer eine grobe Umstellung nach sich. Aus Sicht von Betsafe war der Schritt früher oder später aber fällig, soll das Wettgeschäft langfristig auch am deutschen Markt gewinnbringend sein.


calculator

5% des Wetteinsatzes beträgt die Wettsteuer → dies entspricht in etwa der Gewinnmarge von Betsafe. Der Bookie behält sich nämlich durchschnittlich 4 bis 7 Prozent aller Wetteinsätze als Umsatz ein (der Prozentsatz variiert von Angebot zu Angebot), während die Restbeträge als Wettgewinne ausgeschüttet werden.

Ohne Einhebung der Steuer vom Wettkunden würde der Buchmacher also so gut wie ohne eigene Gewinnspanne arbeiten, was langfristig natürlich aus wirtschaftlicher Sicht keine Option sein kann.


Damit die Kunden aus Deutschland aber nicht gänzlich vor den Kopf gestoßen sind, gibt es mit sofortiger Wirkung eine „Ausnahme von der Regel“:

Während Einzelwetten mit einer Gebühr in der Höhe von 5 Prozent belegt sind, wetten Kombitipper unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei!

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Die Eckdaten zum „steuerfrei“-Angebot:

  • Als steuerfrei abgerechnet werden alle Kombiwetten, die eine Gesamtquote von 3,00 oder höher aufweisen.
  • Zudem darf jede einzelne Auswahl innerhalb der Kombiwette keine niedrigere Quote als 1,30 aufweisen.
  • Die genannten Regeln kommen auch bei der Systemwette zur Anwendung: sofern die enthaltenen Kombiwetten die Auflagen zur Mindestquote erfüllen, hebt Betsafe keine Wettsteuer ein.

Live Wetten und Kombiwetten ohne Steuer bei Bet3000

Die seit 1. Juli 2012 geltende Steuer für Sportwetten in Deutschland hat natürlich zu deutlichen Veränderungen in der Wettbranche geführt, die meisten Wettanbieter arbeiten normalerweise mit Gewinnspannen in der Höhe von rund 5% – genauso viel ist seit der Einführung des neuen Gesetzes in Form einer Wettsteuer an den deutschen Fiskus abzuliefern.

Fast alle Wettanbieter sind daher bereits dazu übergegangen, die Steuer in irgendeiner Form an die Kunden weiter zu verrechnen, um auch weiterhin Sportwetten in Deutschland anbieten zu können.

Der deutsche Wettanbieter Bet3000 hat zumindest einen Teil seines Wettangebotes von der Wettsteuer befreit.

So können bei Bet3000 sämtliche Live Wetten sowie Kombiwetten ab einer 4er Kombination nach wie vor ohne jegliche Steuer gewettet werden, das heißt weder vom Einsatz noch vom Gewinn wird irgendetwas abgezogen!

Komplett steuerfrei kann aber auch Bet3000 seine Sportwetten nicht anbieten, schließlich zählt der Auszahlungsschlüssel des deutschen Anbieters zum höchsten in der Wettbranche – die niedrige Gewinnspanne zwingt Bet3000 daher zu einer teilweisen steuerpflicht im Wettangebot.

Die Wettsteuer betriff aber nur Wetten, die bereits vor dem jeweiligen Wettereignis abgegeben wurden – Wetten in Echtzeit, also alle Live Wetten nach Beginn des Spieles oder Events sind wie bereits erwähnt komplett steuerfrei.

Bet3000 Sportwetten Screenshot mobil
Der deutsche Wettanbieter Bet3000 geht in Sachen Wettsteuer eigene Wege. Anders als die meisten anderen Buchmacher verrechnet Bet3000 bei Live Wetten und Kombiwetten (ab 4 Mannschaften) KEINE Wettsteuer.

Wetten in Echtzeit und Kombiwetten mit mindestens vier Tipps sind nun also auch aufgrund der sehr guten Wettquoten bei Bet3000 attraktiver denn je!

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Sportingbet: Keine Wettsteuer bei Kombiwetten

Für deutsche Kunden des britischen Wettanbieters Sportingbet hat die Wettsteuer zahlreiche Veränderungen mit sich gebracht.

Zwar hebt Sportingbet die Steuer zwar grundsätzlich von seinen Wettkunden ein – wie das passiert, kann aber im Rahmen von 3 verschiedenen Möglichkeiten bei jeder Wette frei gewählt werden.

Für bestimmte Kombiwetten übernimmt der Wettanbieter Sportingbet die Wettsteuer für seine Kunden sogar komplett

Sportingbet Kombiwetten Steuerfrei
Bild oben: Für Kombiwetten gibt es bei Sportingbet eine wöchtentiche Steuer-Rückzahlung

Für die nicht steuerfreien Wetten kann zwischen 3 Varianten der Verrechnung gewählt werden:

Entweder wird optional die Wettsteuer vom Wetteinsatz abgerechnet, oder zu diesem dazu addiert oder in einer dritten Version die 5% Abgabe vom Gesamtgewinn (Einsatz plus Gewinn) abgezogen.

Die große Ausnahme bei Sportingbet bilden dabei aber wie bereits erwähnt die Kombiwetten, denn für diese übernimmt der Online Buchmacher die Steuer für seine Kunden.

Für alle Kombiwetten mit 3 oder mehr Auswahlen und einer Mindestquote von 1,40 ist somit für Kunden, die in Deutschland ihre Wetten bei Sportingbet platzieren, auch weiterhin keine Wettsteuer zu begleichen – diese zahlt Sportingbet.

Informationen rund um die steuerfreien Kombiwetten, sowie die Optionen der Abgabemöglichkeiten sind auf der Website des Online Wettanbieters bereit gestellt oder durch den Kundenservice zu erfahren.

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Erfolgreich Wetten ohne Steuer

Ziel jedes strategisch agierenden Tippers muss es sein, seine Wetten zu den optimalsten Bedingungen, die im Markt vorherrschen, abzuschließen.

Das heißt es muss jener Buchmacher ausfindig gemacht werden, der den besten Preis hält, wobei der Preis im Falle der Sportwette üblicher Weise die Wettquote ist.

Die Hintergründe zur Wettsteuer in Deutschland

Die Wettsteuer ist quasi eine Begleiterscheinung des neuen Glücksspielstaatsvertrages, der ebenfalls seit 1.7.2012 in Kraft ist.

Die weitgehende Liberalisierung des Sportwettenmarktes, den dieser bringt, war ein notwendiger Schritt um die Grundfreiheiten (konkret: Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit) der EU nicht zu verletzen.

Der deutsche Gesetzgeber möchte mit der Liberalisierung jedoch nicht zu weit gehen und reguliert die Branche über ein Lizenzmodell. Wo ein legaler Markt geschaffen ist, da kann auch zu Gunsten des Staates zur Kasse gebeten werden, nämlich in Form einer Wettsteuer.

Sportwetten in das Steuerrecht aufzunehmen ist freilich keinen neue Idee, denn Wettsteuern wurden schon vor dem 1.7.2012 eingehoben.

Doch das alte Steuergesetz war lückenhaft, da es Anbieter, die ihre Angebote aus dem Ausland vermitteln, nicht erfasst hat. Zudem wurden nur Sportwetten zu festen Gewinnquoten besteuert.

In die Neuregelung sind nun auch ortsungebundene Wetten, wie sie über das Internet abgeschlossen werden, aufgenommen. 5% der Wetteinsätze sind insgesamt an die deutsche Finanz abzuführen.

Buchmacher aufgrund der Steuer unter Zugzwang

Für die online Buchmacher bedeutet das eine Veränderung in der Kostenstruktur. Grundsätzlich legen die meisten Glücksspielunternehmen ihre Sportwettenangebote und die damit verbundenen Wettquoten so aus, dass sie gerechnet vom Wettumsatz in etwa 5% an Gewinn bringen.

Manche Anbieter, wie beispielsweise Bet365, arbeiten mit einer noch geringeren Gewinnspanne, andere wiederum gehen bis zu 8% hinauf.

Tipico Sportwetten
Sportwetten ohne Wettsteuer bei Tipico

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Im Branchenschnitt betrachtet ist jedenfalls genau dieser Prozentsatz, der eigentlich als Gewinn einbehalten wird, nunmehr als Steuer abzuführen. Wobei „Gewinn“ auch ein falscher Ausdruck ist, eigentlich sollte es „Umsatz“ heißen.

Denn von diesem Umsatz sind noch eigene Kosten wie Verwaltung, Marketing, EDV usw. abzudecken, bevor von einem verbleibenden Gewinn für den Wettanbieter gesprochen werden kann.

In Summe macht dies jedoch deutlich, dass sich etwas ändern muss. Der neue Kostenpunkt kann entweder an den Kunden weitergereicht werden, oder er kann über andere Einnahmequellen – bspw. über andere Glücksspielangebote – abgedeckt werden.

Doch dann ist auch dort eine Umstrukturierung vonnöten. In jedem Fall also ein Dilemma.

Steuerfreie Wetten belasten die Wettanbieter

Ebenso wie „Gewinn“ ist auch „Wetten ohne Wettsteuer“ ein irreführender Titel, denn wie bereits dargestellt, nimmt das neue Gesetz ausnahmslos alle Wettanbieter in die Pflicht. Die Steuer ist also in jedem Fall abzuführen.

Vielmehr soll zum Ausdruck gebracht werden, dass es Buchmacher gibt, welche die Wettsteuer bis heute aus der eigenen Tasche bezahlen und damit ihre Kunden Mehrkosten ersparen.

Dazu zählt u. a. der deutschstämmige Buchmacher Tipico. Diese werden dann landläufig als Wettanbieter ohne Steuer bezeichnet.


Strategien für Sportwetten ohne Wettsteuer

Strategien können unterschiedliche Ziele verfolgen – das ist auch bei Wettstrategien nicht anders:

Sie können beispielsweise darauf abzielen, die Gewinnchance zu erhöhen (mithilfe von Statistiken, Wahrscheinlichkeitsrechnung, usw.) um so die Performance, also das Verhältnis von gewonnenen/verlorenen Wetten, zu verbessern, sie können darauf abzielen, das Wettbudget effizienter zu verwalten (siehe Money Management) oder auch darauf, dass am Ende des Tages die positive Bilanz gelingt.

Da diese Dinge Hand in Hand gehen, gibt es selbstverständlich auch Strategien, die all diese Punkte berücksichtigen, in diesem Sinne also „ganzheitlich“ sind (bspw. Kelly Formel). Aber generell lässt sich sagen, dass Wettstrategien durchaus unterschiedliche Aspekte rund um die Sportwette ins Auge fassen.

Auch der gegenständliche Abschnitt beschäftigt sich mit einer ganz bestimmten Thematik – und zwar mit der Frage, wie der potentielle Wettgewinn optimiert werden kann.

Das Thema setzt also bei den Konditionen an, unter denen das Wettgeschäft getätigt wird. Da es sich bei der Buchmacherwette (im Gegensatz zum Modell der Wettbörse) um ein festgesetztes Angebot handelt, an dem sich nicht rütteln lässt, kann die Optimierung logischer Weise nicht mit Verhandlungsgeschick erzielt werden, sondern vielmehr über den guten alten Preisvergleich.

Für strategisch agierende Sporttipper ist folglich vor jeder Wettabgabe der Quotenvergleich obligatorisch. Hilfreiche Unterstützung liefern dabei die zahlreichen Sportwettenmagazine, so auch sportwettentest.net (vgl. Bundesliga Wetten oder Champions League Wetten).

Bis zum 1. Juli 2012 war es damit allein auch bereits getan. Doch exakt zur Jahresmitte hat sich – wohlgemerkt für deutsche Sporttipper! – entscheidendes geändert:

Mit dem, an dem genannten Stichtag, vom Deutschen Bundestag in Kraft gesetzten „Gesetz zur Besteuerung von Sportwetten“ (Drucksache 379/12) wurde dem „Preisvergleich“ eine neue Dimension verliehen:

Bei der Gegenüberstellung gilt es nunmehr zu berücksichtigen, wie der jeweilige Wettanbieter mit der Abgabe verfährt: ob er sie selbst trägt, oder ob er die Aufwände dafür an seine Kunden weiterreicht.

Exkurs: die Rechtsgrundlage zur deutschen Wettsteuer

Die Idee, Sportwetten mit Steuer zu versehen, ist nicht revolutionär und auch nicht neu. Eine entsprechende Rechtsgrundlage wurde bereits 1922 mit dem „Rennwett- und Lotteriegesetz“ geschaffen.

Dieses geht allerdings von zwei Vorbedingungen aus: dass der Sportwettenveranstalter seinen Sitz im Inland hat und dass die Veranstaltung einer Genehmigung bedarf (Monopol).

Mit dem Beitritt zur Europäischen Union ist der deutsche Markt aber nicht mehr abgeschottet. Die Dienstleistungsfreiheit erlaubt es Unternehmen, ihre Angebote innerhalb der ganzen Union frei anzubieten.

Im Zeitalter des Internets spricht zudem auch aus technischer Sicht nichts dagegen, Sportwetten aus dem EU-Ausland nach Deutschland zu vermitteln.

Diese Angebote werden selbstverständlich vom Rennwett- und Lotteriegesetz, das die Steuerpflicht örtlich am deutschen Staatsgebiet und sachlich am Veranstalter festmacht, nicht erfasst.

Außerdem hat sich der deutsche Staat auch lange nach dem EU-Beitritt nicht dazu entschließen können, das Sportwettenmonopol offiziell aufzugeben.

Nach deutscher Gesetzeslage sind die Angebote aus dem Ausland also illegal – und was illegal ist, wird selbstverständlich auch nicht besteuert.

Schleswig Holstein hat es schließlich vorgemacht – und die restlichen Länder sind, unter Druck der EU, gefolgt:

Der „Erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag“, in Kraft seit 01.07.2012, leitet eine Teilöffnung des Marktes in die Wege. „Teilöffnung“ deshalb, weil der Staat seine regulierende Hand darüber hält.

Um die Steuergesetzgebung ebenfalls für die Sportwette zu öffnen, wurde zeitgleich das oben genannte „Gesetz zur Besteuerung von Sportwetten“ (Drucksache 379/12) in Kraft gesetzt.

Dabei handelt es sich um ein Änderungsgesetz, also eine Gesetzesnovelle zum Rennwett- und Lotteriegesetz aus dem Jahr 1922.

Die im Internet vielfach kursierende Darstellung, die Wettsteuer wäre eine „neue Erfindung“, die zudem im Glücksspielstaatsvertrag verankert ist, muss also korrigiert werden.

Dies geht schon einmal deswegen nicht, weil das Glücksspiel Landessache ist (so ist eben auch der Glücksspielstaatsvertrag ein Vertrag der Länder) und die Wettsteuer auf Bundesebene geregelt ist.

Die Wettsteuer ist also keine „neue Erfindung“, sondern deutsche online Wettkunden haben bisher einfach von der Gesetzeslücke und dem Konflikt von EU-Recht mit deutschem Recht profitiert.

Mit der Novelle hat der Gesetzgeber die sachliche Reichweite des Gesetzes adaptiert – so ist nicht mehr nur der Sitz des Unternehmens, sondern auch der Aufenthaltsort bzw. Wohnsitz des Wettkunden für die Steuerpflicht entscheidend, was aufgrund der technischen Möglichkeiten der Gegenwart weitaus praktikabler ist:

§ 17 Absatz 2: „Wetten aus Anlass von Sportereignissen (Sportwetten) […] unterliegen einer Steuer, wenn

1. die Sportwette im Inland veranstaltet wird oder

2. der Spieler eine natürliche Person ist und bei Abschluss des Wettvertrages seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes hat oder, wenn er keine natürliche Person ist, bei Abschluss des Wettvertrages seine Geschäftsleitung oder seinen Sitz im Geltungsbereich dieses Gesetzes hat. Dies gilt nicht, wenn der Spieler sich bei Abschluss des Wettvertrages außerhalb des Geltungsbereiches dieses Gesetzes aufhält und die zur Entstehung des Wettvertrages erforderlichen Handlungen dort vorgenommen werden.“

Besteuerungsgrundlage ist der Wetteinsatz. Zur Anwendung kommt ein reduzierter Steuersatz von 5%:

§ 11 Absatz 1: „Der Buchmacher hat von jeder bei ihm abgeschlossenen Wette eine Steuer von 5 vom Hundert des Wetteinsatzes zu entrichten.“

Um mit einer weiteren Fehlinformationen aufzuräumen, die im Internet kursiert, soll an dieser Stelle auch noch mal betont werden, dass die Steuerschuld beim Veranstalter liegt und nicht beim Wettkunden:

§ 19 Absatz 2: „Die Steuer für Sportwetten […] schuldet der Veranstalter.“

Deswegen ist es auch der Veranstalter der entscheidet, wie er die Steuerlast trägt.

Da die Wettanbieter mit einer durchschnittlichen Gewinnspanne in Höhe des Steuersatzes, konkret mit durchschnittlich 5-10% der Wetteinsätze, kalkulieren, haben sich viele Buchmacher dazu entschlossen, den Aufwand für die Wettsteuer an ihre Kunden in Form einer Gebühr zu verrechnen.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar.

Der Grund aber, warum die Wettsteuer für den Preisvergleich überhaupt relevant ist, ist, dass eben nicht alle Anbieter die Wettsteuer weiterverrechnen und jene die es tun, keiner einheitlichen Vorgehensweise folgen. Dies soll nachfolgend aufgerollt werden.

Die unterschiedlichen Verrechnungsmodelle der Wettanbieter Steuer

Wäre also die Vorgehensweise der Wettanbieter einheitlich, so wie es beispielsweise bei der Umsatzsteuer der Fall ist, so ließen sich die Nettopreise, denn als solche lassen sich die Quoten analog werten, nach wie vor zu einem Preisvergleich heranziehen. Das Problem aber ist, dass dem nicht so ist.

Infolgedessen kann es passieren, dass, wenngleich sich eine Quote im Vergleich vorteilhaft präsentiert, die Entscheidung des Anbieters, die Kosten für die Wettsteuer dem Kunden zu verrechnen, die potentielle Gewinnhöhe derart beeinflusst, dass sie letztendlich sogar niedriger angesetzt ist, als jene eines Konkurrenten, bei dem die Quote zwar schlechter war, der die Wettsteuer aber nicht weiterverrechnet.

War der Quotenvergleich also schon mühsam, so lässt die Berücksichtigung der unterschiedlichen Verrechnungsmodelle die Sache noch mühsamer werden.

Denn die meisten Anbieter verfahren in der Anwendung ihres Verrechnungsmodells, so fern eines vorliegt, nicht besonders transparent – rühmliche Ausnahmen sind beispielsweise Digibet und Bet3000.

Beide Bookies lassen ihre Kunden für die Kosten aufkommen, es lässt sich aber bereits im Wettschein ersehen, wie sich die Gebühr, die zur Deckung der Wettsteuer eingehoben wird, auf die potentielle Gewinnsumme auswirkt.

Bei den meisten anderen Anbietern müssen schon die AGBs zu Rate gezogen werden um zu erfahren, dass der Bookie Gebühren einhebt (und der Kunde muss auch selbst errechnen, wie viel diese im individuellen Fall ausmacht, möchte er im Vorfeld der Tippabgabe Bescheid wissen) – oder das Erwachen erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es um die Gewinnabrechnung geht.

Um dies zu vermeiden, haben wir eine Übersicht erstellt, die zeigt, wie die verschiedenen Anbieter mit der Wettsteuer verfahren (Anmerkung: Wettgewinn meint immer den Bruttowettgewinn. Der ergibt sich aus Multiplikation von Quote und Wetteinsatz und setzt sich folglich aus Nettogewinn plus Wetteinsatz zusammen):

Übersicht Verrechnung der Wettsteuer durch Wettanbieter:

AnbieterSteuerBerechnung
Bet365 LogojaWettgewinn
Interwetten LogojaWettgewinn
Betsafe LogoJaWetteinsatz
Tipico Logonein-
Betfair Logonein-
BetVictor LogojaWettgewinn
William Hill LogojaInfo folgt
Sportingbet  Logojawahlweise Wetteinsatz oder Wettgewinn (kann im Wettkonto festgelegt werden)
Unibet LogojaWettgewinn
´Bwin LogojaWettgewinn
SpeedyBet LogojaInfo folgt
Ladbrokes LogojaWettgewinn
MoPlay LogojaInfo folgt
Betway LogojaInfo folgt
Betano  LogojaInfo folgt
Bethard LogojaWettgewinn
LeoVegas LogojaInfo folgt
ComeOn  LogojaInfo folgt
Bet3000 LogojaWetteinsatz
Mobilebet LogojaInfo folgt
Bet-at-home LogojaWetteinsatz
XTiP LogojaInfo folgt
Expekt LogojaWettgewinn
Mr Green LogojaInfo folgt
Sunmaker LogojaInfo folgt
Betsson LogojaWetteinsatz

Stand: August 2019

Auf den ersten Blick könnte man also meinen, das Feld lässt sich teilen zwischen jenen Buchmachern, welche die Wettsteuer weiterverrechnen und jenen, die dies nicht tun. Die Sache ist aber noch ein Stück komplexer.

Wie sich die Verrechnungsmodelle auf den Wettgewinn auswirken

Wird der Wetteinsatz als Berechnungsbasis herangezogen, so gilt den Bookies der vom Kunde definierte Betrag als Bruttobetrag – also inklusive Wettsteuer (Wetteinsatz = 105%). Er reduziert den Betrag um fünf Prozent und definiert diesen als den eigentlichen Wetteinsatz (= Nettowetteinsatz).

Wettanbieter, die hingegen den Bruttowettgewinn als Berechnungsbasis heranziehen, schlagen in der Berechnung die Wettsteuer auf (Wettgewinn = 100%). Sie nehmen nämlich den vom Kunden für den Wetteinsatz definierten Betrag auch als jenen, den sie dem Finanzamt melden.

Unter denselben Bedingungen (Quote + persönlicher finanzieller Aufwand) ergibt sich je nach Berechnungsmodell eine andere potentielle Gewinnsumme.

Nachfolgendes Berechnungsbeispiel soll dies illustrieren, wobei als Quote 2,00 angenommen wird und als für den Tipp verausgabte Geldsumme 10,00 Euro:

Potentieller Wettgewinn, wenn die Berechnungsbasis für die 5% Gebühr der Wetteinsatz ist (Beträge sind auf 2 Kommastellen gerundet):

1. Schritt: Berrechnung des eigentlichen Wetteinsatzes2. Schritt: Berechnung des BruttowettgewinnsAuszahlungssumme
10,00 / 1,05 = 9,529,52 x 2,00 = 19,0419,04

Potentieller Wettgewinn, wenn die Berechnungsbasis für die 5% Gebühr der Bruttowettgewinn ist:

1. Schritt: Berrechnung des Bruttowettgewinns 2. Schritt: Abzug der Gebühr für Wettsteuer Auszahlungssumme
10,00 x 2,00 = 20,00 20,00 x 0,95 = 19,00 19,00

Bei diesem Berechnungsbeispiel sind Quote und Wetteinsatz relativ niedrig angesetzt – der Unterschied macht also lediglich 4 Cent aus.

Auf lange Sicht, also wenn mehrere kleinere Wettgewinne zusammengezählt werden – oder auch bei einzelnen hohen Wettgewinnen –, könnte dieser Unterschied aber nicht mehr so unbedeutend ausfallen.

Wie die Gebühr und die Verrechnungsmodelle sich nun auf den Preisvergleich auswirken, soll nachfolgendes Rechenbeispiel aufzeigen. Zunächst also ein Quotenvergleich, wie er auf sportwettentest.net zu einem Bundesligaspiel angestellt wurde:

Bet365 Logo
Interwetten Logo
Betsafe Logo
Tipico Logo
Bet3000 Logo
Bwin Logo
Sieg Wolfsburg 7,00 5,50 8,25 7,50 7,50 7,00
Unentschieden 4,75 4,00 4,70 4,40 5,00 4,60
Sieg FC Bayern 1,40 1,55 1,41 1,45 1,45 1,45

Unter Berücksichtigung der Wettsteuerverrechnung zeigt sich, das „höchste Quote“ nicht gleich „höchster potentieller Wettgewinn“ ist (Ergebnisse auf 2 Kommastellen gerundet):

Bet365 Logo
Interwetten Logo
Betsafe Logo
Tipico Logo
Bet3000 Logo
Bwin Logo
Quoten Sieg Bayern 1,40 1,45 1,41 1,45 1,45 1,45
Wetteinsatz 10,00 10,00 10,00 10,00 10,00 10,00
abzgl. 5% Gebühr 9,52 9,52
Bruttowettgewinn 14,00 14,50 13,42 14,50 13,80 14,50
abzgl. 5% Gebühr 13,30 13,76 13,76
Auszahlungsbetrag 13,30 13,76 13,42 14,50 13,80 13,76

Weil Tipico eine Höchstquote bietet und auch keine Gebühr in Rechnung stellt, um die Wettsteuer zu begleichen, schneidet der Buchmacher in diesem Beispiel am Ende natürlich am Besten ab.

Der Vergleich zwischen Tipico und Bwin zeigt, dass, wenngleich die gebotene Quote dieselbe ist, der potentielle Wettgewinn aufgrund der von Bwin verrechneten Wettsteuer stark divergiert.

Der Wettanbieter Bet3000 wiederum überholt, trotz gleicher Quoten, am Ende Interwetten und Bwin. Hier profitiert der Kunde von dem zur Anwendung gebrachten Verrechnungsmodell.

Insgesamt hat sich also gezeigt, dass, solange die Branchenvertreter hinsichtlich der Wettsteuerfrage unterschiedliche Wege gehen, der Wettkunde gut beraten ist, beim Preisvergleich auch das Gebührenmodell der Anbieter ins Auge zu fassen.

Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Gewinnsumme immer „optimal“ ist, das heißt unter den gegeben Bedingungen (Wetteinsatz + Marktangebot) nicht höher ausfallen könnte.

Mehr Infos rund um Wettsteuer & Wettanbieter ohne Steuer: