Während Rang eins in Gruppe D aller Voraussicht nach den Spaniern vorbehalten sein dürfte, kündigt sich in deren Windschatten ein spannender Dreikampf zwischen der Türkei, Kroatien und Tschechien um die verbleibenden Achtelfinal-Plätze an.

Insgesamt können es bei der EM in Frankreich bis zu drei Mannschaften pro Gruppe in die erste K.o.-Runde schaffen.

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Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Im Gegensatz zum Erst- und Zweitplatzierten hat nicht jeder Gruppendritte sein Achtelfinal-Ticket automatisch in der Tasche, sondern nur die vier punktbesten Mannschaften auf dieser Position.

 

Inhaltsverzeichnis: Türkei – Kroatien Wetten und Quoten

 

Gut möglich also, dass gerade in der ausgeglichenen Gruppe D Platz drei am Ende doch zu wenig sein könnte. Angesichts dessen scheint ein guter Start ins Turnier umso wertvoller.


 

Wettquoten Vergleich zu Türkei vs. Kroatien:

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zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Sieg Türkei3,803,303,804,003,803,703,804,33
Unentschieden 3,403,353,203,403,303,253,303,40
Sieg Kroatien2,152,202,102,152,152,052,152,05

 

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Im besonderen Maße gilt dies für das türkische Nationalteam, das gleich zum Auftakt gegen den voraussichtlich schärfsten Rivalen um Platz zwei, Kroatien, antreten muss.

Da der Kader der Balkan-Kicker qualitativ deutlich hochwertiger ist als jener der Türkei, sehen die Buchmacher die Halbmond-Kicker im Pariser Prinzenparkstadion in der Favoritenrolle.

 

FußballIm bislang einzigen Spiel, welches die Türkei im Prinzenparkstadion bestritten hat, setzte es 1996 eine bittere 0:4-Niederlage gegen Frankreich.

 

Wohl auch deshalb, weil sich die Türken im Laufe der letzten Monate stark steigern konnten. Immerhin hatte es zunächst den Anschein, als müsste die Türkei die Europameisterschaft wie schon 2012 vor dem TV-Gerät verfolgen – und das, trotz der erleichterten Qualifikationsbedingungen.

 

Türkei rettete EM dank überragendem Quali-Finish

Nur ein mickriger Punkt stand nach den ersten drei Spieltagen auf der Habenseite der Türkei. Dabei hatte man zu jenem Zeitpunkt noch nicht einmal gegen den formal stärksten Gegner der Gruppe, die Niederlande, gespielt.

Doch schon die Isländer (0:3) und Tschechien (1:2) sollten sich für die Türken als eine Nummer zu groß herausstellen. Auch der Punktgewinn an Spieltag drei gab keineswegs Anlass zur Freude, fühlte sich dieser gegen „Fußball-Großmacht“ Lettland doch vielmehr wie eine Niederlage an.

Erst der nachfolgende Befreiungsschlag gegen Kasachstan brachte den Knoten dann endlich zum Platzen. Mit Ausnahme von den beiden Remis gegen die Niederlande sowie Lettland vermochte es die Terim-Elf, fortan in sämtlichen Quali-Spielen zu reüssieren.


 

Türkeis Ergebnisse in der EM-Qualifikation:

  • Island – Türkei 3:0
  • Türkei – Tschechien 1:2
  • Lettland – Türkei 1:1
  • Türkei – Kasachstan 3:1
  • Niederlande – Türkei 1:1
  • Kasachstan – Türkei 0:1
  • Türkei – Lettland 1:1
  • Türkei – Niederlande 3:0
  • Tschechien – Türkei 0:2
  • Türkei – Island 1:0

 

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Insgesamt sackten die Türken während ihrer eindrucksvollen Aufholjagd satte 17 von 21 möglichen Punkten ein.

Zwar reichte diese stolze Ausbeute in der Schlussabrechnung bloß zu Rang drei, da die Halbmond-Kicker allerdings die meisten Zähler unter allen Drittplatzierten sammelten, ersparte man sich den Umweg Playoff und sprang direkt auf den EM-Zug nach Frankreich auf.

 

Kroaten haben noch eine Rechnung offen

Das jüngste Formhoch nährt unter den türkischen Fans auch die Hoffnung, auf ein ähnlich erfolgreiches Abschneiden wie bei der bislang letzte EURO-Teilnahme.

Auf die Wettquoten für den Europameister 2016 hat die positive Entwicklung allerdings noch keine spürbaren Auswirkungen – hier liegen die Türken mit Kursen von bis zu 100 lediglich auf dem 15. Platz im Favoritenranking.


 
em-2016-tuerkei-kroatien
 

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Nichtsdestotrotz war dies das beste Ergebnis, das eine türkische Auswahl bei einer Europameisterschaft je erreicht hat. Und ausgerechnet Auftaktgegner Kroatien hatte daran einen nicht unwesentlichen Anteil. Schließlich waren es die Balkan-Kicker, die 2008 im Viertelfinale von den Türken aus dem Bewerb geworfen wurden.

2008, als das europäische Kontinental-Turnier in den beiden Alpenländern Schweiz und Österreich über die Bühne gegangen war, drang die Türkei bis ins Semifinale vor, wo man sich dann aber dem deutschen Nationalteam – wenn auch nur denkbar knapp – mit 2:3 geschlagen geben musste.

 

Icon InfoModus: die beiden Erstplatzierten der Gruppen A bis F sowie die vier besten Gruppendritten steigen ins Achtelfinale auf. Bei Punktegleichheit kommen folgende Kriterien zum Tragen:

  1. direkter Vergleich
  2. Torverhältnis aus allen Gruppenspielen
  3. Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
  4. UEFA-Fairplay-Wertung
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Für die Ermittlung der vier besten Gruppendritten sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

  1. höhere Punktzahl
  2. bessere Tordifferenz
  3. größere Anzahl erzielter Tore
  4. Platzierung in der UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften
  5. aktuelles UEFA-Ranking

 

Das allerdings unter höchst unglücklichen Umständen: Nach dem Führungstreffer in der 119. Spielminute wähnten sich die Karo-Träger nämlich bereits im Halbfinale – doch noch bevor die jubelnden kroatischen Fans wieder auf ihren Sitzschalen Platz nehmen konnten, machte Semih Sentürk das schier Unmögliche möglich und erzielte den Ausgleich.

Das Ende der Fahnenstange war damit aber noch nicht erreicht, denn im alles entscheidenden Elfmeterschießen bewahrten die Türken abermals die Nerven und sorgte so für den wohl schwärzesten EM-Moment der kroatischen Nationalmannschaft.

Zwar revanchierten sich die “Kockasti” (dt. Karierten) drei Jahre später mit dem EM-Playoff-Triumph von 2011, nichtsdestotrotz liegt das damalige Semifinal-Aus dem WM-Dritten von 1998 nach wie vor schwer im Magen.

 

In diesem Video zeigen wir, was man bei Sportwetten rund um die Fußball EURO 2016 beachten sollte.

 

Cacic hauchte Kroaten neues Leben ein

Für das Auftaktspiel gegen die Türkei ist man allerdings guter Dinge, nicht zuletzt deshalb, weil bei den Kroaten rechtzeitig vor dem EM-Start auch die Ergebnisse wieder stimmen.

Verantwortlich dafür ist vor allem ein Mann: Namentlich Ante Cacic, der die kroatische Auswahl seit September als Cheftrainer betreut. Eine Personalentscheidung, die zunächst nicht von allen Seiten begrüßt worden war.

 
em2016-fussball-kroatienDie EM in Frankreich ist bereits die fünfte Endrunden-Teilnahme für die Kroaten. Die Kicker vom Balkan verpassten erst ein einziges EM-Turnier seit ihrer Unabhängigkeit – und zwar jenes aus dem Jahr 2000.
 

Kein Wunder, schließlich zählten Stationen wie NK Maribor oder Dinamo Zagreb zu den absoluten Trainer-Höhepunkten des 62-Jährigen. Doch die kritischen Stimmen verstummten rasch wieder, nachdem unter Cacic die Trendwende in der EM-Quali gelang.


 

Kroatiens Ergebnisse in der EM-Qualifikation:

  • Kroatien – Malta 2:0
  • Bulgarien – Kroatien 0:1
  • Kroatien – Aserbaidschan 6:0
  • Italien – Kroatien 1:1
  • Kroatien – Norwegen 5:1
  • Kroatien – Italien 1:1
  • Aserbaidschan – Kroatien 0:0
  • Norwegen – Kroatien 2:0
  • Kroatien – Bulgarien 3:0
  • Malta – Kroatien 0:1

 

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Unmittelbar davor war Kroatien drei Spiele am Stück sieglos geblieben, woraufhin die Vatreni (dt. die Feurigen) im Klassement auf den dritten Rang und damit auf einen Playoff-Platz abgerutscht waren.

Seit der Ablöse von Ex-Trainer Niko Kovac läuft es bei den Kroaten allerdings wie am Schnürchen, obgleich die vier Spiele andauernde Siegessträhne unter Cacic zuletzt gegen EM-Teilnehmer Ungarn (1:1) ein Ende nahm.

 

Star-Ensemble muss zur Einheit werden

Bleibt aus kroatischer Sicht bloß zu hoffen, dass das Formhoch bis zum Auftakt anhält. Erst recht, angesichts der hohen Ansprüche, die man in der Heimat an die Mannschaft stellt.

Dabei ist der kleine Balkan-Staat schon seit 2008 bei keinem Großereignis mehr über die Vorrunde hinausgekommen. Überzogen sind die Erwartungshaltungen der Fans aber dennoch nicht.

Der Grund: Mit Luka Modric, Mario Mandzukic oder Ivan Rakitic können die Kroaten bei der EM in Frankreich gleich auf mehrere Spieler von absolutem Weltklasse-Format zurückgreifen.


 

Ergebniswetten zu Türkei vs. Kroatien:

ErgebnisBet365 LogoInterwetten LogoTipico LogoBwin Logobetway LogoMybet LogoExpekt LogoLadbrokes Logo
1:0
9,008,508,008,258,008,008,258,50
2:0
17,08,5018,015,014,012,015,017,0
2:1
15,010,013,012,013,010,011,513,0
0:0
6,508,507,507,007,007,007,507,50
1:1
6,506,505,506,005,756,506,006,00
2:2
19,012,017,016,514,013,015,017,0
0:1
6,507,005,706,255,756,506,256,00
0:2
9,508,509,008,759,008,508,759,50
1:2
11,07,508,509,009,007,508,759,00

 

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Die größte Herausforderung besteht allerdings darin, aus einem Haufen begnadeter Fußball-Profis eine EM-taugliche Einheit zu formen. Erst 2014, bei der WM in Brasilien, war die kroatische Auswahl trotz namhaft besetztem Kader in der Vorrunde gescheitert.

Obwohl mit Ausnahme von Gastgeber Brasilien die übrige Konkurrenz aus Mexiko und Kamerun an und für sich in Reichweite der “Kockasti” liegen hätte sollen, reichte es am Ende nur zu drei Punkten.

 

Türkei konnte gegen Kroatien in 90 Minuten noch nie gewinnen

Ein solches Schicksal soll Kroatien in Frankreich wenn möglich erspart bleiben. Da die Türkei aller Voraussicht nach der schärfste Rivale um Platz zwei sein dürfte, wäre ein Punktgewinn das Mindestmaß, um das Ziel einer Achtelfinal-Teilnahme nicht ernsthaft zu gefährden.

Die Statistik erweist sich für die Karo-Täger jedoch schon Mal als Mut machend. Schließlich war es der Türkei noch nie gelungen, in der regulären Spielzeit einen vollen Erfolg gegen Kroatien einzufahren.


 

Türkei gegen Kroatien, die bisherigen sechs Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
15.11.2011EM-Quali-PlayoffKroatienTürkei0:0
11.11.2011EM-Quali-PlayoffTürkeiKroatien0:3
20.06.2008EM 2008KroatienTürkei1:1, i.E.: 1:3
31.03.2004Freund.KroatienTürkei2:2
12.06.1997Freund. (neutraler Boden)TürkeiKroatien1:1
11.06.1996EM 1996KroatienTürkei1:0

 

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Und auch im Hinblick auf den jeweiligen Kader sind die Kroaten qualitativ um einiges besser besetzt.

Zwar haben die Halbmond-Kicker mit Kapitän Arda Turan (FC Barcelona) oder Leverkusens Freistoß-Experten Hakan Calhanoglu sehr wohl einige prominente Namen in ihren Reihen, ein nicht unwesentlicher Teil des Nationalteams setzt sich allerdings aus Spielern zusammen, die ihre Brötchen in der türkischen Süper Lig verdienen – diese meistert in der aktuelle Fünf-Jahres-Wertung aber noch nicht einmal den Sprung unter die europäischen Top-Ten.

Dennoch blieben die Türken bis zur Niederlage gegen England am 22. Mai in 13 Länderspielen in Folge ohne Niederlage. Und zu was diese Mannschaft fähig ist, zeigte sie bereits bei der EM vor acht Jahren – wie die Kroaten ja selbst erlebt haben.

 

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