Im zweiten Spiel bei dieser EURO geht es sowohl für die Tschechen als auch für die Kroaten um viel. In der außerst stark besetzten Gruppe D herrscht ein harter Kampf um die Plätze an der Sonne und die damit verbundenen Aufstiegsmöglichkeiten.

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Demzufolge war die Niederlage im ersten Match gegen den Titelverteidiger Spanien (0:1) für Tschechien zwar nicht angenehm, aber auch kein Beinbruch. Nichtsdestotrotz muss nun im zweiten Spiel gegen die zum Auftakt siegreichen Kroaten (1:0 gegen die Türkei) mindestens ein Punktgewinn her.

Andernfalls läge das anvisierte Achtelfianle vor dem 3. Spieltag bereits in weiter Ferne. Ungleich besser ergeht es den Kroaten, die im letzten Match gegen zwar gegen die favorisierten Spanier ran müssen, sich durch ihren Auftaktdreier jedoch bereits ein Polster von drei Zählern zugelegt haben.

 

Wettquoten Vergleich zu Tschechien – Kroatien:

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zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Sieg Tschechien4,754,104,504,754,154,754,334,80
Unentschieden 3,303,503,303,403,103,503,253,40
Sieg Kroatien1,951,901,901,901,951,901,952,00

 

Im Duell zwischen den beiden Opponenten am 17. Juni um 18:00 Uhr in Saint-Étienne geht es also vpr allem für die Tschechen um sehr viel. Wollen sie sich noch Chancen auf den Aufstieg ins Achtelfinale ausrechnen, heißt es wohl ‘Verlieren verboten’.

 

EM-Triumph der Tschechoslowakei vor 40 Jahren

Die Länderspiel-Geschichte zwischen den beiden recht jungen Staaten ist noch nicht sehr lange und besitzt deshalb bisher nur zwei Einträge. Das erste Duell im Dezember 1996 endete in der regulären Spielzeit mit einem brüderlichen 1:1-Unentschieden.

Es handelte sich bei der Partie um kein reines Freundschaftsspiel, sondern sie fand im Rahmen des König Hassan II. Cups statt, der zu Ehren des damaligen marokkanischen Herrschers abgehalten wurde.

 

Icon Thumb UpTschechien nahm als eigenständiges Land erstmals 1996 beim Turnier in England an einer Fußball-Europameisterschaft teil. Viel weiter zurück geht dagegen die EM-Geschichte des Vorgängerstaats Tschechoslowakei, die 1976 im Sieg beim Wettbewerb in Jugoslawien gipfelte.

 

Dort trafen die Auswahl von Kroatien und Tschechien im Finale aufeinander, nachdem sie sich in den Semi-Final-Spielen gegen den Gastgeber Marokko bzw. den damals regierenden Fußball-Olympia-Sieger Nigeria durchgesetzt hatten.

Das 1:1 nach 90 Minuten machte es anschließend notwendig, dass das Match im Elfmeterschießen entschieden wurde. Dort erwiesen sich die Südeuropäer als deutlich nervenstärker und entschieden die Begegnung noch mit 4:1 für sich.

 
EM 2016 Tschechien gegen Kroatien

 
Die Möglichkeit für eine Revanche bot sich erst knapp 15 Jahre später. In der Hafenstadt Pula an der Adria hatten jedoch abermals die Gastgeber das bessere Ende für sich. Der eingebürgerte Brasilianer Eduardo, der HSV-Legionär Ivo Ilicevic und Nikola Kalinic (zwei Treffer) erzielten vier Tore, denen die Tschechen nur zwei durch Tomas Rosicky und Tomas Sivok entgegenzusetzen hatten.

Während die damaligen Torschützen auf tschechischer Seite bei dieser EURO in Frankreich beide noch dabei sind, haben sich die kroatischen Scorer – bis auf Kalinic – schon längst aus dem National-Team verabschiedet.

 

Häufige Länderspielpaarung in der Vergangenheit

Tomas Rosicky führt die tschechische Auswahl heute sogar als Kapitän aufs Spielfeld und ist immer noch das spielerische Herz und Hirn der Mannschaft von Trainer Pavel Vrba. Auf seine Geniestreiche hoffen die Fans der Nároďák auch gegen den Gruppenkonkurrenten aus Kroatien.

 

“Es ist eine Enttäuschung, so spät einen Treffer zu kassieren, wir hätten selbst treffen können, was gegen Spanien nicht so oft passiert. Wir haben am Maximum gespielt und es ist schade, dass wir nicht wenigstens einen Punkt geholt haben.”

– Tschechiens Teamchef Pavel Vrba über die unglückliche Last minute-Auftaktpleite gegen Spanien.

 

Obwohl die jüngere Bilanz dabei nicht ganz so rosig aussieht, können sie doch aus der erweiterten Historie etwas Hoffnung zehren. Bis Mitte der 1990er Jahre traten sowohl Tschechen als auch Kroaten nicht in eigenen Teams an, sondern im Rahmen des jeweiligen Staatenverbundes Tschechoslowakei bzw. Jugoslawien.

Und diese beiden Staaten verbindet eine reichhaltige Länderspiel-Geschichte. Im direkten Vergleich führen die Osteuropäer mit 17 Siegen gegenüber nur acht Niederlagen, bei vier Unentschieden.

 

Tschechien gegen Kroatien, die zwei bisherigen Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
09.02.2011FriendlyKroatienTschechien4:2 (2:2)
12.12.1996FriendlyKroatienTschechien1:1 (1:1)

 

Daneben war dieses Duell mit 29 Auflagen für beide Länder die zweithäufigste Länderspielpaarung, wobei die jüngste Begegnung noch vor der gewaltsamen Niederschlagung des Prager Frühlings, im April 1968, stattfand. Auch im ersten Ländervergleich der Tschechoslowakei hieß der Gegner Jugoslawien. Bei den Olympischen Sommerspielen 1920 in Antwerpen wurden die Balkan-Kicker dabei durch ein 7:0 aus dem Stadion in der Broodstraat geschossen.

 

Icon InfoBis zur Auflösung der jugoslawischen Föderation Anfang der 1990er Jahre stellte dieses 7:0 die deftigste Klatsche in ihrer gesamten Länderspiel-Geschichte dar. Eine fast ebenso schlimme Abreibung setzte es beim 6:1 im nächsten Vergleich. Erst im dritten Match konnten sich die Jugoslawen zum ersten Mal knapp durch ein 4:3 behaupten.

 

Für die Tschechen sprechen ebenso ihre bisherigen Ergebnisse im Rahmen von Fußball-Kontinental-Turnieren. Das Národní tým (dt. Nationalmannschaft) war bei allen Europameisterschaften seit ihrer Gründung im Jahre 1994 dabei und konnte bereits bei der Endrunde zwei Jahre später in England das Finale erreichen.

Ein weiteres Highlight war das Halbfinale der EURO acht Jahre später in Portugal, wo man erst nach der Verlängerung wegen eines Silver Goals von Verteidiger Traianos Dellas gegen den späteren Europameister Griechenland das Feld räumen musste.

 

 

Ergebniswetten zu Tschechien vs. Kroatien:

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zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
1:0
8,008,009,758,508,508,508,508,50
0:0
7,008,507,507,507,257,507,5010,0
0:1
6,007,006,005,705,956,005,706,75
1:1
7,506,006,505,506,656,005,507,25
2:0
17,011,519,020,017,517,020,020,0
2:1
15,010,013,513,013,7513,013,015,0
1:2
10,08,008,758,507,009,508,508,00
0:2
8,509,007,758,507,508,009,008,25

 

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Die EURO scheint hingegen nicht so ganz die Sache der Kroaten zu sein. Zwar stehen schon vier Teilnahmen zu Buche, jedoch war bisher stets nach der Vorrunde (2000 und 2012) oder spätestens nach der ersten K.o.-Runde (1996 und 2008) Schluss.  Besonders dramatisch tat sich dabei das Viertelfinal-Aus bei den Titelkämpfen 2008 in Österreich und der Schweiz hervor.

Gegen den bereits besiegten Auftaktgegener Türkei reichte ein Tor in der 119. Minute, nach einer torlosen regulären Spielzeit, nicht für den Aufstieg, weil Stürmer Semih Şentürk in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung noch den Ausgleich erzielte und die Osmanen anschließend im Elfmeterschießen die besseren Nerven hatten.

Nachdem am abgelaufenen ersten Spieltag allerdings die späte Rache geglückt ist, gehen die Kroaten nun voller Selbstvertrauen ins Spiel gegen die Tschechen. Damit nicht genug ist angesichts der starken Leistung zum EM-Start mittlerweile sogar vom Titelgewinn die Rede.

 

BilanzFür die Buchmacher spricht wenig dagegen, dass die Kroaten nun auch endlich einmal schaffen sollten, bei einer EM weiter vor zu stoßen. So billigen sie ihnen für einen Erfolg durchwegs niedrigere Quoten zu als den Tschechen.

 

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