Es ist geschafft: Zum ersten Mal in der Geschichte ihrer Verbände haben sich Polen und die Schweiz für ein EM-Achtelfinale qualifiziert! Für einen der beiden ambitionierten Außenseiter wird das Turnier in Frankreich jedoch spätestens am Samstag schon wieder zuende zu sein.

Dann nämlich bilden die Zweiten der Vorrundenquartette A und C in St. Étienne (15 Uhr) die erste Achtelfinalpaarung der laufenden Kontinentalmeisterschaft. Und die verspricht gleich jede Menge Spannung!
 

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Buchmacher rechnen mit hartem Fight

Davon sind im Übrigen auch die Wettanbieter überzeugt. Mit Blick auf deren Quoten dürfen sich Fans und Sportwetter nämlich auf eine Partie gefasst machen, die absolut auf Augenhöhe stattfinden wird.

Als etwas wahrscheinlicher wird jedoch offenbar ein Sieg der Polen erachtet. Denn die Siegquoten der Truppe von Trainer Adam Nawalka fallen anbieterübergreifend ein Quäntchen niedriger als die der Petkovic-Elf aus.

 

Wettquoten Vergleich zu Schweiz vs. Polen:

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zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Sieg Schweiz3,303,003,253,103,153,253,303,20
Unentschieden 2,902,902,952,902,902,872,902,80
Sieg Polen2,702,702,602,602,602,622,702,50

 

Großer Respekt auf beiden Seiten

Für die Polen selbst stellt dies allerdings nicht mehr als eine angenehme Randnotiz dar. Nicht zuletzt aufgrund des Schweizer Remis gegen Turnierfavorit Frankreich (0:0) rechnen sie mit einer großen Herausforderung.

„Die Schweiz hat eine Top-Mannschaft. Da müssen wir Gas geben“, warnt Robert Lewandowski. Jene wenigen Schwachpunkte, die die Alpenrepublik hätte, so der Superstar, gelte es daher eiskalt auszunutzen.

Trotzdem seien die Hoffnungen auf das Viertelfinale nun natürlich riesig. Erst recht, nachdem in drei Vorrundenpartien beachtliche sieben Zähler eingefahren wurden, wobei Polen vor allem mit seiner kompakten Darbietung beim 0:0 gegen Weltmeister Deutschland zu überzeugen wusste.

 
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Grundsätzlich blickt Trainer Adam Nawalka der K.o.-Phasen-Premiere deshalb optimistisch entgegen: „Wir glauben an uns! Jetzt konzentrieren wir uns voll auf die Schweiz, das ist nun das Wichtigste. Wir kennen unsere Qualitäten und glauben an den Sieg.“

Ähnlich fallen die Reaktionen aufseiten der Eidgenossen aus. „Ein schwieriger, aber machbarer Gegner“, findet beispielsweise Dribbel-Ass Xherdan Shaqiri, dem Weltmeister Deutschland im Achtelfinale nichtsdestotrotz lieber gewesen wäre.

 

„Ich hätte lieber Deutschland gehabt. Dann hätte ich viele ehemalige Kollegen getroffen.“

– Xherdan Shaqiri.

 

Folgerichtig warnt er davor, die Polen auf die leichte Schulter zu nehmen: „Polen ist ein Top-Los, das ist eine Top-Mannschaft. Seit zwei, drei Jahren spielen die sehr guten Fußball.“ Der Kraftwürfel von Stoke City spricht dabei aus Erfahrung.

Schließlich stand er bereits Ende 2014 auf dem Feld, als sich beide Kontrahenten in Breslau zu Testzwecken gegenüberstanden. Damals kamen die Schweizer, obwohl sie laut Shaqiri „das beste Spiel unter Petkovic“ abgeliefert hätten, über ein 2:2 nicht hinaus.

 

Polen historisch gesehen klar im Vorteil

Dieses Remis war beileibe kein Einzelfall. Vier weitere Male endete diese, insgesamt zehnmal ausgetragene, Auseinandersetzung bereits ohne einen Sieger. Rückblickend auf die Duell-Historie stellt Unentschieden damit das häufigste Resultat zwischen diesen beiden Nationen dar.

Icon DetailAnsonsten hatten die Polen jedoch in den allermeisten Fällen das bessere Ende auf ihrer Seite, wie vier weiß-rote Siege, gegenüber einem eidgenössischen Erfolgserlebnis, bezeugen.

 

Schweiz gegen Polen, die letzten fünf Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
18.11.2014LänderspielPolenSchweiz2:2
28.02.2001LänderspielSchweizPolen0:4
27.03.1984LänderspielSchweizPolen1:1
12.09.1979EM-QualifikationSchweizPolen0:2
15.11.1978EM-QualifikationPolenSchweiz2:0

 

Damit nicht genug liegt dieser eine Lichtblick der Nati schon ein Weilchen zurück. Genauer gesagt ganze vier Jahrzehnte, denn der einzige Sieg datiert aus dem Jahr 1976, als zwei Herren namens Bizzini und Barbieri den Gastgeber im Baseler St. Jakob-Park zum 2:1-Sieg schossen.

 

Kapustka gesperrt – vier „Geschonte“ kehren zurück

Leicht wird es wohl auch diesmal nicht. Bis auf Kapustka, der gegen die Ukraine seine zweite Gelbe Karte kassierte und nun eine Sperre absitzen muss, kann Polen-Coach Adam Nawalka bei der Aufstellunge auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Sprich: Auch die Gelb-vorbelasteten und daher gegen die Ukraine geschonten Stammspieler Grosicki, Peszko, Piszczek und Maczynski kehren im Achtelfinale wohl in die Startelf zurück.

 

Video: Jakub Blaszczykowsks sehenswerter Siegtreffer gegen die Ukraine. (Quelle: YouTube/Germany GameMaster)


 

Gleiches gilt für BVB-Legende Jakub „Kuba“ Blaszczykowski. Nachdem der betagte Flügelflitzer im letzten Gruppenspiel erst nach der Halbzeit ran durfte, dann allerdings den Siegtreffer markierte, gab ihm Nawalka unmittelbar nach dem Schlusspfiff eine Startelf-Garantie für das Achtelfinale.

 

Lewandowski leidet unter Ladehemmung – Hinten steht „die Null“

Ebenfalls sicher in der Anfangsformation: Robert Lewandowski. Daran ändert auch jene Tatsache nichts, dass Polens Ausnahmestürmer immer noch auf seinen ersten Turniertreffer wartet.

Für seinen Coach Adam Nawalka tut dies ohnehin nichts zur Sache. Seine Begründung: Sein Superstar habe auch gegen die Ukraine wieder gerackert „wie eine Dampflok“ und generell „den größten Einfluss darauf, wie wir spielen“.

 

Ergebniswetten zu Schweiz vs. Polen:

ErgebnisBet365 LogoInterwetten LogoBwin LogoTipico LogoLadbrokes LogoMybet LogoBet3000 Logobetway Logo
zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
1:0
7,006,506,256,206,507,006,506,00
0:0
6,007,005,755,706,006,006,005,25
0:1
6,506,006,255,706,007,006,005,50
1:1
6,506,005,755,206,006,506,005,75
2:1
13,09,0010,512,012,08,0013,012,0
1:2
13,09,0010,510,011,08,0012,011,0
2:0
13,09,5011,515,013,08,0015,013,0
0:2
12,09,5011,011,011,08,0011,010,5
2:2
23,014,018,518,021,010,025,017,0

 

Insofern also auch darauf, dass die polnische Defensive im Laufe dieser Endrunde immer noch keinen einzigen Gegentreffer zugelassen hat. Nicht einmal die DFB-Auswahl vermochte es, den weiß-roten Abwehrriegel zu bezwingen.

Ein Grund mehr, warum in Polen derzeit große Zuversicht herrscht – sowohl was das Achtelfinale gegen die Schweiz als auch, was den weiteren Turnierverlauf anbelangt.

 

„Diese Mannschaft ist so gut wie jene von 1982“

– Polens Fußballegende Zbigniew Boniek vergleicht Nawalkas Schützlinge bereits mit jenem polnischen Team, das bei der WM 1982 in Spanien Dritter wurde.

 

Petkovic-Schützlinge unmittelbar vor historischem Erfolg

Allerdings sind auch die Eidgenossen guter Dinge, dass die Partie am Samstag nicht ihre letzte bei dieser Endrunde sein wird. Grund zur Hoffnung gibt dabei insbesondere das 0:0 im letzten Gruppenspiel gegen Titelfavorit Frankreich.

EM 2016 SchweizSchließlich vermittelte die Defensive dabei – wie schon gegen Albanien (1:0)) und Rumänien (1:1) – einen sehr gefestigten Eindruck.

Hervorzuheben gilt es diesbzüglich vor allem Keeper Yann Sommer, der in Frankreich bislang zu den besten Vertretern seiner Zunft zählt.

 

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Lediglich vorne herrscht nach bislang erst zwei Turniertreffern noch Verbesserungsbedarf. Der eidgenössische Angriff wird jedoch alles daran setzen, dass schon am Samstag erste Fortschritte sichtbar werden.

Zumal er dann auch allen Grund dazu hat. Schließlich ist hinlänglich bekannt, dass die Nati mit einem Sieg in Saint-Étienne erstmals seit der WM 1954 wieder ins Viertelfinale eines großen Turniers einziehen könnte.

 

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