Russland ist bei dieser Europameisterschaft bislang nur negativ aufgefallen. Einerseits durch das schäbige Benehmen der mitgereisten „Fans“ die sich in diversen Städten Straßenschlachten lieferten und andererseits durch die schlechten Spiele der Fußball-Mannschaft.

Gegen England, wo es nur aufgrund der Unzulänglichkeiten der britischen Angreifer zu keinem Debakel kam, wurde das Lustlos-Gekicke der Sbornaja am Ende sogar noch mit einem späten und zugleich unverdienten Ausgleich „belohnt“, aber gegen Slowakei reichte der “Minimalisten-Kick” aber nicht mehr.

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Mit 1:2 unterlagen die Russen den als krassen Außenseiter in diese EM gestarteten Slowaken und sie ließen, wie schon im Auftaktspiel jegliche Leidenschaft und Einsatzbereitschaft vermissen.

So kamen die Slowaken zu einer 2:0-Pausenführung, die die Russen in der Folge nicht mehr abwenden konnten. Nur der Anschlusstreffer gelang, aber der ist letztlich zu wenig.

 

Wettquoten Vergleich zu Russland vs. Wales:

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zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Sieg Russland2,752,602,702,652,702,702,652,70
Unentschieden 3,203,253,103,103,203,103,003,10
Sieg Wales
2,902,802,952,853,003,102,852,90

 

Gibt es das dritte russische Vorrunden-Aus in Folge?

Dabei hatten die Russen beim „Hallenfußball“ in Lille – das Dach des Stade Pierre Mauroy wurde aufgrund von Gewittergefahr geschlossen – zwar mehr Ballbesitz als die Slowaken (62:38), mehr Torschüsse (15:9) und sie liefen in Summe auch mehr Kilometer (112,5:110,9) – doch am Ende gingen sie trotzdem als Verlierer vom Platz.

Somit steht der WM-Gastgeber von 2018 vor dem abschließenden Spiel gegen Wales am Montag mit nur einem Punkt nun dem Rücken zur Wand (als Letzter der Gruppe B), während die Slowaken mit drei Punkten vorbeigezogen sind. Das angepeilte Achtelfinale ist weit weg.

 

Video: Bei der EURO 2008 schafften es die Russen zum bisher einzigen Mal die Vorrunde zu überstehen und konnten durch ein vielumjubeltes 3:0 gegen den Favoriten aus den Niederlanden sogar ins Halbfinale einziehen. (Quelle: YouTube/Soccer Goals)
 

“Die Situation ist jetzt sehr komplex. Jedes Team hat noch Chancen, weiter zukommen. Das geht bis zum Ende so weiter”, befand Russlands Nationaltrainer Leonid Sluzki trotzig.

Doch gerade die Vergangenheit bewies, dass den Russen mit Fortdauer der Gruppenphase die Luft ausging. So etwa vor zwei Jahren bei der WM in Brasilien.

Nach einem Auftakt-1:1 gegen Südkorea kassierten die Russen im zweiten Spiel eine 0:1-Pleite gegen Belgien und am Ende kamen sie über ein 1:1 gegen Algerien nicht hinaus und mussten schon wieder die Heimreise antreten.
 
EM 2016 Russland gegen Wales
 
Extremer war es sogar zwei Jahre davor, bei der letzten EM. Da gewannen sie das Auftaktspiel gegen Tschechien gar mit 4:1, doch in weiterer Folge gab es ein 1:1 gegen Polen und ein 0:1 gegen Griechenland und für die Russen war ein weiteres Mal nach der Vorrunde schon wieder Schluss.

Nun droht ihnen dieses Desaster zum dritten Mal in Folge. Gegen Wales ist der russische Bär schon gezwungen, fette Beute zu machen. Ein Punkt wird zu wenig sein – sogar dafür, um als einer der vier besten Gruppen-Dritten ins Achtelfinale zu rutschen.

Die Hoffnung darauf liegt noch immer auf Artem Dzyuba. Der Stürmer von Zenit St. Petersburg erzielte letzte Saison wettbewerbsübergreifend 44 Tore für seinen Klub und in der Qualifikation gingen acht der insgesamt 21 russischen Tore auf sein Konto. Doch bei dieser EM kam er bislang noch kaum zur Geltung.

 

Gareth Bale schreibt gleich mehrfach EM-Geschichte

Im Gegensatz zum Top-Torjäger der Waliser, Gareth Bale. Der Superstar von Real Madrid machte bei der EM dort weiter, wo es mit der erfolgreichen Qualifikation für Wales – der ersten überhaupt für eine EM – aufgehört hatte: Beim Toreschießen.

 
Icon FußballSo war es dem Kapitän vorbehalten mit einem Freistoßtor im Auftaktspiel gegen die Slowakei für das erste walisische Tor bei einer EM-Endrunde zu sorgen. Zugleich war es das erste Freistoßtor eines Briten in der EM-Historie.
 

Ein Kunststück, das nicht einmal Freistoß-Gott David Beckham zu seiner besten Zeit gelungen ist.

Und Bale durfte mit seinen Teamkollegen später an diesem so historischen Tag gleich noch ein geschichtsträchtiges Ereignis bejubeln – nämlich den ersten Sieg von Wales bei einer EM.

Einer, der den „Dragons“ auch viel Selbstvertrauen für das Nachbar-Duell gegen England gab – und wo Bale mit seinem zweiten Freistoßtor bei dieser EM zum zweiten Mal für den Waliser Führungstreffer sorgte.

 
20160616_PD4936 (RM) Gareth Bale MARTIN BUREAU / AFP / picturedesk.com

Bild: Gareth Bale traf gegen England wieder zum 1:0 und wieder per Freistoß.(Photo-Credit: MARTIN BUREAU / AFP / picturedesk.com)
 

Bale wurde damit zum ersten Spieler seit Thomas Häßler 1992, der zwei Freistoßtore bei einer EM-Endrunde erzielte.

Dass die aufopferungsvollen Waliser diesen Vorsprung im „Bruderkampf“ nicht über Zeit brachten, war am Ende wohl letztlich doch der höheren Qualität der englischen EM-Auswahl geschuldet.

Ein Treffer in der Nachspielzeit besiegelte die 1:2-Niederlage, die Wales in Sachen Achtelfinal-Aufstieg wohl doch noch in die Bredouille bringen kann.

 

Wales kann noch Gruppensieger werden

Wales-Coach Chris Coleman war bitter enttäuscht: „Wir haben alles getan. Sogar als sie den Ausgleich gemacht haben, hatten wir viel vom Ball und waren kompakt. Es ist einer der schlimmsten Momente, wenn man so nahe dran ist.“

Wohl auch am Aufstieg ins Achtelfinale. Denn innerhalb dieses einen Augenblicks des englischen Siegestreffers änderte sich auch die Tabellen-Konstellation dieser Gruppe vollkommen: Bei einem 1:1-Endstand wäre Wales mit 4 Punkten Erster vor der Slowakei (3), England (2) und Russland (1) gewesen.

Icon InfoModus: Neben dem Ersten und Zweiten der sechs Vorrundengruppen steigen auch die vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale auf. Bei Punktegleichheit innerhalb einer Gruppe wird nach folgenden Kriterien in dieser Reihenfolge entschieden:

  1. direkter Vergleich
  2. Torverhältnis aus allen Gruppenspielen
  3. Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
  4. UEFA-Fairplay-Wertung
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Bei der Ermittlung der vier besten Gruppendritten kommen folgende Kriterien zum Tragen:

  1. höhere Punktzahl
  2. bessere Tordifferenz
  3. größere Anzahl erzielter Tore
  4. Platzierung in der UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Aufgrund der 1:2-Pleite thront nun England mit 4 Punkten an der Tabellenspitze vor Wales und der Slowakei punktegleich (je 3 Punkte und 3:3 Tore) und Russland mit einem Zähler.

Somit kann es für Wales, sollte das Duell mit Russland verloren gehen, noch bitter enden. Sollte nämlich Russland gewinnen und die Slowakei gegen England mindestens ein Remis holen, würde sich Wales plötzlich auf Rang vier wiederfinden und müsste damit vorzeitig die Heimreise antreten.

 

Ergebniswetten zu Russland vs. Wales:

ErgebnisBet365 LogoInterwetten LogoBwin LogoTipico LogoBet3000 LogoLadbrokes LogoExpekt Logobetway Logo
zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
1:0
6,507,007,506,006,506,506,256,00
0:0
7,508,507,756,008,508,508,008,00
0:1
9,008,008,009,009,009,508,758,50
1:1
7,006,006,005,506,006,006,255,75
2:0
9,009,0011,59,009,009,508,505,50
2:1
10,08,009,508,0010,09,008,508,50
3:0
17,018,023,022,020,019,016,014,0
3:1
19,016,020,018,020,017,016,014,0
3:2
34,025,031,030,040,029,027,026,0
2:2
19,012,014,515,017,015,014,015,0
1:2
15,010,010,013,013,012,011,012,0

 
Deshalb sehen die Wettanbieter dieses Duell auch als komplett ausgeglichen an – sogar noch mit leichten Vorteilen für die Russen.

Doch Leithammel Bale verspricht: „Wir fühlen uns aber noch immer stark, wir sind noch immer gut drauf. Das Turnier ist noch nicht vorbei, im nächsten Spiel müssen wir noch besser spielen. Jedes Spiel ist wichtig. Wir werden weiterkämpfen.“

 

Wales konnte noch nie gegen Russland gewinnen

So könnten die Waliser am Ende sogar noch Gruppensieger werden – auch diese Option gibt es noch. Sollte nämlich England im Parallelspiel gegen die Slowakei verlieren und die Slowaken dabei niedriger als die Waliser gewinnen.

Unter diesen Vorzeichen wird es für die Russen nicht leichter, um den nötigen Sieg, der für einen möglichen EM-Verbleib nötig ist, einzufahren. Vor allem sollten sie schauen, dass sie ihre Tore früher erzielen: Ihre letzten fünf Treffer erzielten sie allesamt erst ab der 79. Minute.

 

Russland gegen Wales, die bisherigen Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
09.09.2009WM-Quali 2010WalesRussland1:3
11.10.2008WM-Quali 2010RusslandWales2:0
19.11.2003LänderspielWalesRussland0:1
15.11.2003LänderspielRusslandWales1:1

 

Zumindest die Statistik spricht aber für die Sbornaja: Von den bisherigen vier Duellen gegen Wales haben die Russen keines verloren. Drei wurden gewonnen, eines endete mit einem Unentschieden.

Die letzten Aufeinandertreffen gab es in der Qualifikation für die WM 2010 und da setzten sich die Russen mit 2:1 (zu Hause) und 3:1 (auswärts) durch.

Das bislang einzige Erfolgserlebnis für Wales im Duell mit Russland gab es 2003 im Play-Off zur Qualifikation für die EM 2004. In Moskau trotzen die „Dragons“ dem russischen Bär ein 0:0 ab.

Ein Ergebnis über das sich diesmal bestenfalls die Waliser freuen können – wenn es ihnen das Ticket für das Achtelfinale bringt. Für die Russen wird ein Remis definitiv zu wenig sein. Für sie heißt es: “Siegen oder fliegen.”

 

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