Die Europameisterschaft in Frankreich steuert am Montagnachmittag auf ein frühes Highlight zu: Bei der Neuauflage des Endspiels von 2012 bleibt mit Spanien beziehungsweise Italien schon im Achtelfinale der erste Titelanwärter auf der Strecke.

Dass sich die beiden Finalisten von Kiew bereits in der ersten K.-o.-Runde begegnen, dürfte all jene Bedenkenträger endgültig zum Schweigen bringen, die vor der größten EM aller Zeiten ausschließlich gähnend langweilige Achtelfinals befürchteten.
 

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Den zahlreichen Überraschungen in der Vorrunde ist es zu danken, dass es gleich in den ersten Alles-oder-Nichts-Duellen ans Eingemachte geht – so ließ sich in diesem Fall der so stark gestartete Titelverteidiger von den spät zuschlagenden Kroaten auf dem falschen Fuß erwischen.

 

Wettquoten Vergleich zu Italien vs. Spanien:

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Sieg Italien4,334,004,334,104,004,334,504,00
Unentschieden 3,002,903,003,002,953,003,103,00
Sieg Spanien2,152,202,152,102,152,152,202,10

 

Streng genommen fügte sich allerdings auch die Squadra Azzurra in den Aufstand der Außenseiter ein: Den Sieg in der Gruppe E machte schließlich vor allem der zu Recht vielbeachtete 2:0-Erfolg gegen die favorisierten Belgier perfekt.

Somit musste schon eine ganze Menge zusammenkommen, damit es bereits in der Runde der besten 16 in Saint-Denis ein bisschen nach Finale riecht: Während die rote Furie die Erwartungen nicht bis zum Schluss erfüllte, wuchsen die Italiener in der Vorrunde über sich hinaus.

 

Das Ende einer Epoche

Dennoch verbietet es sich im Falle der Spanier zweifelsohne, die erste Turnierphase hauptsächlich als eine Enttäuschung zu verstehen; gerade im Vergleich zum desolaten Abschneiden bei der letzten WM haben die Iberer schließlich eine ganze Menge richtiggemacht.

 
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Wurde nach dem Blitz-K.-o. am Zuckerhut verständlicherweise das Ende einer Ära ausgerufen, stellen sich die Abgesänge auf die spanische Vorherrschaft nun möglicherweise doch als etwas übereilt heraus.

Nachdem sich die Spanier bereits in der Qualifikation zunehmend stabilisierten, knüpfte das Team zunächst auch in Frankreich an seine glorreichen Zeiten an: An den verdienten Siegen gegen Tschechien und die Türkei gab es beim besten Willen nichts zu deuteln.

Insbesondere das glanzvolle 3:0 gegen die Türken schien einer echten Wiedergeburt der „Roja“ gleichzukommen: Der völlig überforderte Gegner wurde mit dem gewohnten Dominanz-Fußball nach Strich und Faden auseinandergenommen.

 

Video: Bei den Spnaiern sind durch die Niederlage gegen Kroatien gleich mehrere Serien gerissen. (Quelle: YouTube/Germany SPOX)


 

Auch im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien deuteten die Spanier ihre nach wie vor vorhandene Schlagkraft an – nach der frühen Führung näherte der zu selbstgefällige Auftritt jedoch ebenso erneut den Vorwurf, für den ganz großen Wurf einfach noch immer zu satt zu sein.

Hätte die Mannschaft den knappen Vorsprung vor wenigen Jahren noch ungerührt nach Hause gespielt, bekam die Furie nun gleich in doppelter Hinsicht vor Augen geführt, dass sich die Uhr wohl doch nicht so einfach zurückdrehen lässt.

 

Selbst der Sieger ist nicht zu beneiden…

Während zunächst der kroatische Ausgleich den ersten Gegentreffer bei einer EM seit 734 Minuten besorgte, ließ die spielentscheidende Szene von Perisic eine noch imposantere Serie zu Ende gehen.

Angesichts der jeweils triumphal bestrittenen letzten Turniere mussten sich die Spanier erstmals seit 12 Jahren wieder bei einer EM geschlagen geben; vor ferner Zeit hatte eine 0:1-Schlappe gegen Portugal das frühe Ausscheiden nach der Vorrunde besiegelt.

 

„Es wird zwar hart, gegen Kroatien wäre es jedoch noch schlimmer gewesen. Wir müssen uns bei den Kroaten bedanken, weil sie die unzähligen Grenzen – vor allem in der Abwehr – der Spanier ans Licht gebracht haben.”

– Während die meisten italienischen Zeitungen das frühe Duell gegen Spanien mit Entsetzen kommentierten, scheint „La Repubblica“ mit dem kommenden Gegner durchaus einverstanden zu sein.

 

Mit der historischen Niederlage hat sich Spanien allerdings nicht nur sich selbst das Leben unnötig schwergemacht: Der Blick auf den Turnier-Baum kündigt für die kommenden Tage ein einziges Schlachtfest unter den favorisierten Mannschaften an.

So bekommt es der Sieger des besagten Achtelfinales in der folgenden Runde nach aller Wahrscheinlichkeit mit niemand Geringerem als dem Weltmeister zu tun, bevor dann bereits im Halbfinale ein vorgezogenes Endspiel gegen Frankreich warten könnte.

 

twitter-em-2016-ramos-italien-spanienBegeisterung sieht anders aus: Sergio Ramos nachdem feststand, dass es seiner Spanier im Achtelfinale mit den Italienern zu tun bekommen.

 

Somit sind gänzlich ungerechtfertigter Weise auch die Italiener zu den Gelackmeierten der Vorrunde zu zählen: Während die geschlagenen Belgier zunächst auf vergleichsweise dankbare Gegner treffen, kommt es für die Azurblauen fortan nur noch knüppeldick.

 

Vor vier Jahren siegte Spanien wie im Rausch

Zumindest die Wettanbieter ziehen es jedoch freilich vor, diese Feststellung lediglich im Singular zu formulieren: Nach den Prognosen der Quotenmacher kommt die Squadra Azzurra nämlich schon an den Spaniern nicht vorbei.

Icon DetailObwohl die Italiener vielleicht den stärksten Eindruck in der Vorrunde hinterließen, fließt für einen glatten Sieg im Achtelfinale mehr als der vierfache Einsatz an die Tipper zurück: Ein Erfolg des Titelverteidigers wird dagegen lediglich mit Quoten von knapp über 2,0 bedacht.

Die auf den ersten Blick erstaunliche klare Außenseiterstellung des vierfachen Weltmeisters dürfte nicht zuletzt auf den traurigen Eindruck zurückzuführen sein, den das Team beim EM-Finale in Polen und der Ukraine hinterlassen hat.

 

Italien gegen Spanien, die letzten fünf Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
27.06.2013CONFED-Cup (Halbfinale)SpanienItalien7:6 n.E.
01.07.2012Europameisterschaft (Finale)SpanienItalien4:0
10.06.2012Europameisterschaft (Vorrunde)SpanienItalien1:1
22.06.2008Europameisterschaft (Viertelfinale)SpanienItalien4:2 n.E.
28.04.2004LänderspielItalienSpanien1:1

 

Mit der deutlichen 0:4-Niederlage wurde den Italienern vor vier Jahren die größte Abfuhr zuteil, die jemals ein kontinentales Endspiel zu sehen bekommen hat: Der Kampf um den Titel war in Kiew praktisch bereits beim Halbzeitpfiff so gut wie durch.

Dennoch darf die Mannschaft von Antonio Conte durchaus frohen Mutes sein, dass sich das anstehende Wiedersehen ungleich erfreulicher entwickelt – immerhin hatte man sich zuletzt vor ziemlich genau drei Monaten mit einem freundschaftlichen 1:1 von den Spaniern getrennt.

 

„Wir müssen versuchen, uns so gut wie möglich von diesem Spiel zu erholen. Das war nicht der Pfad, den wir nehmen wollten.“

– Auch Vicente del Bosque hätte es im Achtelfinale lieber mit einem leichteren Gegner aufgenommen.

 

Angesichts der zu meisternden Neuauflage eines Finales müsste zudem ohnehin vielmehr dem Titelverteidiger der Schreck in die Glieder fahren; eben eine solche Revanche ließ die rote Furie schließlich bereits vor zwei Jahren als gedemütigten Verlierer zurück.

 

Nehmen auch die Italiener blutige Rache?

Bei der WM in Brasilien bekam es das Team von Vicente del Bosque gleich zum Auftakt mit dem Endgegner von 2010 zu tun – und die Holländer ließen bei ihrem sensationellen 5:1-Erfolg keine Gelegenheit aus, für die bittere Niederlage von Südafrika Rache zu nehmen.

Hatte jener Untergang gegen die Elftal die Entzauberung der Spanier eingeläutet, könnte dieser Prozess nun in Saint-Denis ein ähnlich unrühmliches Ende finden: Schon gegen Italien drohen Iniesta & Co auch ihren letzten noch in Besitz befindlichen Titel zu verlieren.

 

Ergebniswetten zu Italien vs. Spanien:

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1:0
8,508,507,757,007,508,007,507,50
0:0
5,507,505,255,505,506,505,505,25
0:1
5,506,005,005,005,006,504,804,75
1:1
6,506,505,755,206,006,506,506,00
2:1
17,011,014,517,015,010,017,016,0
1:2
11,07,5010,09,0010,07,5011,010,0
2:0
21,013,017,520,019,012,020,017,0
0:2
9,008,507,758,008,508,508,508,00
2:2
26,012,021,025,023,013,030,021,0

 

Allerdings darf fraglos davon ausgegangen werden, dass die Mannschaft aus der Niederlage gegen Kroatien ein paar richtige Schlüsse ziehen kann; mit allzu selbstgefälligen Auftritten der Furie dürfte fortan sicherlich nicht mehr zu rechnen sein.

Die Italiener mussten in der Vorrunde dagegen auf einen solch bisweilen recht hilfreichen Schuss vor den Bug verzichten: Mit den beiden Siegen gegen Belgien und Schweden verlief der Griff nach dem Gruppensieg möglicherweise sogar etwas zu glatt.

swt-em2016-fussball-italienImmerhin ist die Gefahr nicht gänzlich von der Hand zu weisen, dass der unkomplizierte Durchmarsch in der ersten Turnierphase so manchem Spieler den Realitätssinn vernebelt – selbst gegen die Spanier könnte es dann schwerfallen, über die eigene Schmerzgrenze hinauszugehen.

Die in der Vergangenheit absolvierten Turniere haben ohnehin oft genug gelehrt, dass der Wettbewerb mit dem Start der K.-o.-Phase praktisch noch einmal bei null beginnt – entsprechend werden sich die Italiener am Montag nicht mehr auf ihre Frühform berufen können.

 

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