Am letzten Spieltag der Vorrunde der EURO 2016 entscheidet sich nicht, nur wer es noch schafft ins Achtelfinale vorzustoßen und für wen das Fußball-Abenteuer in der Grande Nation schon wieder beendet ist, sondern ebenso welche Teams in der ersten K.o.-Runde aufeinandertreffen.

So duellieren sich Island und Österreich in der Gruppe F um eine möglichst aussichtsreiche Position in der nächsten Stufe des Turniers.

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Wegen der besonderen Konstellation in der Auslosung spielt gerade in dieser Gruppe der Endrang eine sehr wichtige Rolle.

Während nämlich der Zweite auf seinen Pendant aus der Gruppe B trifft, der mit einiger Wahrscheinlichkeit Russland oder Wales heißen wird, bekommt es der Dritte mit dem Sieger der Gruppe C zu tun, wo Deutschland die besten Karten für einen Erfolg besitzt.

Den Sieger in der Österreich- und Island-Gruppe erwartet schließlich der Zweitplatzierte aus der Nachbar-Gruppe E, wo sich die ersten beiden Positionen wohl die Favoriten Italien und Belgien untereinander aufteilen werden.

 

Wettquoten Vergleich zu Island vs. Österreich:

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Sieg Island
3,603,403,603,403,603,603,803,75
Unentschieden3,303,303,253,203,103,203,203,30
Sieg Österreich2,252,202,252,252,152,202,252,25

 

Diese Voraussetzungen lassen es sowohl für Österreich als auch für Island umso attraktiver erscheinen, den zweiten Rang in ihrer Gruppe zu holen, um sich den vermeintlich leichtesten Gegner im Achtelfinale zu sichern.

 

Starke Gegner der Isländer in der Qualifikation

Dass die Isländer aber auch mit harten Brocken kein Problem haben, das konnten sie bereits in der Qualifikation für die EURO in Frankreich zeigen. In der wohl schwierigsten Ausscheidungsgruppe von allen bekamen sie es nämlich mit dem Europameister von 1988 aus den Niederlanden, dem Vize-Europameister 1996 Tschechien und der starken türkischen Elf zu tun. Und trotzdem setzten sich die Kicker von der Vulkan-Insel eiskalt durch.

Bis zum letzten Spieltag waren die Weichen sogar auf Gruppensieg gestellt, doch schafften es die Tschechen, mit ihrem Sieg in den Niederlanden, die Isländer, wegen deren Last-Minute-Pleite in der Türkei noch vom Thron zu stoßen.

Was blieb war jedoch eine phantastische Leistung der Nordlichter in der Vorausscheidung und ein Fixplatz im Konzert der ganz Großen des europäischen Fußballs bei der EURO 2016.

 

Icon InfoModus: Neben dem Ersten und Zweiten der sechs Vorrundengruppen steigen auch die vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale auf. Bei Punktegleichheit innerhalb einer Gruppe wird nach folgenden Kriterien in dieser Reihenfolge entschieden:

  1. direkter Vergleich
  2. Torverhältnis aus allen Gruppenspielen
  3. Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
  4. UEFA-Fairplay-Wertung
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Bei der Ermittlung der vier besten Gruppendritten kommen folgende Kriterien zum Tragen:

  1. höhere Punktzahl
  2. bessere Tordifferenz
  3. größere Anzahl erzielter Tore
  4. Platzierung in der UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften
  5. aktuelles UEFA-Ranking

 

Auf dem Weg dahin standen zwei Triumphe über die Niederlande (Gesamttorverhältnis 3:0!), sowie jeweils einer über die anderen EM-Teilnehmer Tschechien und Türkei. Die große Stärke der ‚Strakamir Okkar‘ (dt. ‚Unsere Jungs‘) liegt dabei in ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit und dem starken Kollektiv.

Dieses rührt vor allem daher, dass die meisten der Stamm-Akteure vor dem Sprung in die A-Nationalmannschaft bereits viele Jahre in diversen Jugend-Auswahlteams zusammengespielt haben.

 

icon rufzeichenDen Rumpf der aktuellen Elf stellen mehrere Teilnehmer der UEFA U-21 Europameisterschaft 2011, für die sich das isländische Teams damals zum ersten und bisher einzigen Mal qualifizieren konnte.

 

Protagonisten aus dem damaligen Kader im Team bei der EURO 2016 sind etwa Spielgestalter Gylfi Sigurðsson, der in der Premier League bei Swansea City kickt, Kapitän Aron Gunnarsson von Cardiff City, Torjäger Kolbeinn Sigþórsson oder Sturmkollege Alfreð Finnbogason, der gerade erst fix vom FC Augsburg verpflichtet wurde.

Dem exzellenten Techniker und torgefährlichen Mittelfeldspieler Sigurðsson wird eine zentrale Rolle im 4-4-2-System des schwedischen Coachs Lars Lagerbäck zuteil. Er gibt den offensiven Freigeist und sorgt immer wieder für gefährliche Torchancen, während Kollege Gunnarsson für ihn im zentralen Mittelfeld absichert und den defensiven Part übernimmt.

Dieses Duo auszuhebeln wird eine Hauptaufgabe für jeden Gegner sein, der gegen die abgebrühten Eismänner bestehen möchte.

 


Video: Im Rahmen der Vorausscheidung zur Fußball-WM 1990 in Italien konnte sich Österreich zuhause mit 2:1 gegen Island durchsetzen. (Quelle: YouTube/sp1873)
 
 

Österreichische Festspiele auf Europas Fußball-Plätzen

Dass dies den Österreichern gelingen könnte müssen sie nicht mehr beweisen. Neun Siege und nur ein Unentschieden in zehn Qualifikationsspielen und der überlegene Sieg in der Ausscheidungsgruppe G vor den Konkurrenten Russland und Schweden sprechen für sich.

Mit ihrem überraschenden Triumph waren sie, neben den Isländern, die zweite ganz große Überraschung der Qualifikationsphase. Bei der imposanten Bilanz von Alaba und Co. entbehrt es nicht einer gewissen Komik, dass die Alpenkicker im Vorfeld dieser Europameisterschaft, wo bereits der zweite Gruppenrang eine sichere Teilnahme bedeutete, erstmals den Gruppensieg erreichen konnten.

 
em-2016-island-oesterreich
 

Auch die Österreicher agieren mit einem klaren System (4-2-3-1) und einem starken Gerüst aus seit Jahren gemeinsam aktiven Spielern. Trainer Marcel Koller, der den österreichischen Fußball mit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren aus seinem Dornröschenschlaf geküsst hat, setzt voll auf Kontinuität.

Aus diesem Grund ist wohl bei keinem anderen EM-Teilnehmer die Start-Elf so einfach vorherzusehen wie bei Österreich – sollte es keine kurzfristigen Änderungen aufgrund von Verletzungen kommen.

 

Holpriger Turnierstart für Österreich

Allerdings lief es für die Österreicher nach der hervorragend verlaufenen Qualifikation beim Finalturnier bislang nicht optimal. Gleich zum Start gab es eine unerwartete 0:2-Niederlage gegen Ungarn, wobei sich zeigte, dass einige Stützen der Mannschaft wie David Alaba oder Martin Harnik sich nicht in Bestform befinden.

Zudem erlitt Spielmacher Zlatko Junuzovic ein Verletzung am Knöchel und fiel für das nächste Spiel ebenso aus wie Abwehrchef Aleksandar Dragovic mit einer gelb-roten Karte. Ohne ihn ermauerten die Österreicher mit viel Glück ein 0:0 gegen Portugal und dürfen daher auch vor dem letzten Gruppenspiel noch auf den Aufstieg hoffen.

 

Ergebniswetten zu Island vs. Österreich:

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zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
1:0
10,08,509,259,008,5010,09,509,00
2:0
21,013,017,520,015,020,017,014,0
2:1
15,011,012,513,011,515,012,012,0
0:0
8,508,507,508,008,008,509,008,00
1:1
7,006,506,255,506,256,006,006,00
2:2
19,014,016,015,014,517,015,015,0
0:1
7,007,006,256,006,256,506,506,00
0:2
9,508,008,759,008,509,009,008,50
1:2
10,07,008,758,008,509,009,008,50

 
Die Isländer erreichten jeweils ein 1:1 gegen Portugal sowie gegen Ungarn, wobei das letztere Ergebnis der Mannschaft von Lars Lagerbäck deutlich weniger Freude bereitete, lagen sie doch bis zur 88. Minute noch mit 1:0 voran.

Im Duell mit Österreich darf sich wohl nur der Sieger Hoffnungen auf das Achtelfinale machen, ein Remis wäre aller Voraussicht nach für beide Teams zu wenig.

Ein positives Vorzeichen für die Österreicher könnte es sein, dass die einzigen beiden bisherigen Begegnungen in Pflichtspielen gegen Island im Rahmen der erfolgreichen Qualifikation für die Fußball-WM 1990 in Italien stattfanden.

Damals holte sich die ÖFB-Elf zuhause in Salzburg mit 2:1 den Sieg, nachdem das Auswärtsduell in Reykjavik mit einem brüderlichen 0:0 geendet hatte. Ebenfalls remis (1:1) endete das einzige Aufeinandertreffen seither, vor gut zwei Jahren in Innsbruck.

 

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