Am 10. Juni geht es endlich los: Wenn am Freitagabend ab 21:00 Uhr das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft steigt, hat der gesamte Kontinent über einen ganzen Monat lang (fast) nichts Anderes als Fußball im Kopf.

Besonders sehnsüchtig fiebert natürlich die französische Auswahl dem Anpfiff entgegen, der als Gastgeber traditionell das erste Wort gebührt. Gegen Rumänien wollen Zidanes Erben gleich zum Auftakt beweisen, für den Kampf um den Titel gerüstet zu sein.

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Um mit dem Sieg in der Vorrundengruppe A das erste Etappenziel zu erreichen, kann sich die Equipe Tricolore allerdings auch gar keine lange Anlaufzeit erlauben: Neben dem Außenseiter aus Albanien wird das Quartett schließlich von den durchaus ambitionierten Schweizern komplettiert.

 

Inhaltsverzeichnis: Frankreich – Rumänien Wetten und Quoten

 

Rumänien ist alles andere als ein Angstgegner

Vorab macht es jedoch den Eindruck, dass der Hausherr im Eröffnungsspiel nicht allzu viel Ärger zu befürchten hat – in den bis dato neun absolvierten direkten Vergleichen kamen die Blauen gegen Rumänien ohne jede Niederlage davon.

Da die Franzosen aber auch nur vier dieser Partien für sich entschieden, stellt sich die Bilanz nichtsdestotrotz als ausbaufähig heraus; immerhin fünf Unentschieden machen kenntlich, dass der osteuropäische Gast in der Vergangenheit oftmals zu Auftritten auf Augenhöhe in der Lage war.


 

Wettquoten Vergleich zu Frankreich vs. Rumänien:

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Sieg Frankreich1,361,351,351,331,361,401,301,33
Unentschieden 5,005,305,005,005,005,004,754,75
Sieg Rumänien11,08,0011,510,012,011,011,011,0

 

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Selbst in St. Denis konnte sich die Tricolori bereits erfolgreich ihrer Haut erwehren; in der WM-Quali für die in Südafrika ausgetragene Endrunde 2010 kamen die Franzosen in ihrem angestammten Wohnzimmer nicht über ein enttäuschendes 1:1 hinaus.

Dabei war es aber alles andere als Zufall, dass den Rumänen an jenem Septemberabend 2009 ein gegnerisches Eigentor den Ausgleich bescherte; da fünf der besagten neun Duelle ohne eigenen Treffer endeten, taten sich die Südosteuropäer so gut wie nie mit offensivem Ehrgeiz hervor.

 

Vorne hui, hinten pfui

Das Abschneiden in der EM-Qualifikation machte zuletzt deutlich, dass sich der WM-Viertelfinalist von 1994 in dieser Beziehung treu geblieben ist; in den zehn absolvierten Pflichtspielen kamen für die Rumänen gerade einmal mickrige elf Törchen zusammen.


 
Die letzten Tests der Equipe Tricolore:

  • Frankreich – Russland 4:2
  • Niederlande – Frankreich 2:3
  • England – Frankreich 2:0
  • Frankreich – Deutschland 2:0
  • Dänemark – Frankreich 1:2
  • Frankreich – Armenien 4:0
  • Frankreich – Serbien 2:1
  • Portugal – Frankreich 0:1
  • Albanien – Frankreich 1:0
  • Frankreich – Belgien 3:4
  • Frankreich – Kamerun 3:2
  • Frankreich – Schottland 3:0

 

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In Sachen Minimalismus spielen die Rumänen bei der EM somit in der allerersten Reihe mit: Von den für die Endrunde qualifizierten Nationen hatten es in der Ausscheidung lediglich Wales und Ungarn auf denselben schwachen Schnitt gebracht.

Dass die Tricolori trotz der frappierenden Harmlosigkeit zum fünften Mal bei einer Europameisterschaft zugegen ist, haben die Rumänen somit ausschließlich ihrer defensiven Abteilung zu verdanken, die sich in der Quali tatsächlich nur ganze zwei Mal überwinden ließ.

Die zumeist in Stein gemeißelte Null könnte nun gut und gerne auch den Franzosen den geplanten Festakt zum Turnier-Auftakt verderben – die Abwehr-Künstler vom Schwarzen Meer drohen den erhofften Hurra-Fußball gleich einmal im Keime zu ersticken.

 
EM 2016 Frankreich gegen Rumänien
 

Frankreich vor Geduldsprobe

Für die von der Kette gelassenen Gastgeber kündigt sich folglich ein quälendes Geduldsspiel an, in dem es wohl keine Schönheitspreise zu gewinnen gibt: Einmal mal mehr gilt an dieser Stelle die alte Regel, dass unter dem Strich nur das Ergebnis, in diesem Falle also der obligatorische Dreier, zählt.

Obwohl die Wettanbieter per Handicapwette selbst einen deutlich französischen Sieg niedriger als einen Remis-Ausrutscher quotieren, kommt hier auf die Equipe möglicherweise ein Stück Arbeit zu, welches sogar die schlimmsten Befürchtungen der Buchmacher übertrifft.

Schon in den Testspielen der vergangenen Jahre tat sich die Mannschaft von Didier Deschamps schließlich regelmäßig schwer, wenn es um das Lösen von reinen Pflichtaufgaben ging – lediglich in den beiden Duellen gegen Armenien (4:0; 3:0) wurde ein Klassenunterschied deutlich gemacht.


 

Frankreich gegen Rumänien, die letzten fünf Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
2011EM-Quali 2012RumänienFrankreich0:0
2010EM-Quali 2012FrankreichRumänien2:0
2009WM-Quali 2010FrankreichRumänien1:1
2008WM-Quali 2010RumänienFrankreich2:2
2008EM (neutraler Platz)RumänienFrankreich0:0

 

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Vor ungleich größere Probleme wurden die Franzosen dagegen vom EM-Debütanten und Gruppengegner Albanien gestellt: Nach einem mageren 1:1 in Rennes mussten sich Les Bleus beim Re-Match in Elbasan sogar in eine peinliche 0:1-Schlappe fügen.

Das Beispiel der Albaner lässt erahnen, dass man den WM-Gastgeber in giftigen Abnutzungskämpfen in ziemliche Bedrängnis bringen kann; im Vergleich dazu geht den Blauen so mancher Schlagabtausch gegen die europäische Elite um einiges leichter von der Hand.

 

Nominell betrachtet kann eigentlich nichts schiefgehen…

Allerdings spricht es für die Franzosen, dass Testläufe natürlich auch in negativer Hinsicht nur eine begrenzte Aussagekraft besitzen – zumal sicherlich anzunehmen ist, dass Deschamps gerade aus den Enttäuschungen gegen Albanien die eine oder andere richtige Lehre gezogen hat.

 

Video: Frankreichs Kader für die Heim-EM. (Quelle: YouTube/Top Mercato)


 

Nach der reinen Papierform ist die Equipe in jedem Falle prominent genug besetzt, um auch ein gegnerisches Bollwerk schwindelig zu spielen: Dabei ist es bereits ein Beleg der Stärke, wen der französische Trainer beim Griff nach der kontinentalen Krone alles für verzichtbar hält.

So kann es sich Deschamps beispielsweise erlauben, Karim Benzema aus Gründen der „Team-Hygiene“ einen Platz im Kader zu verweigern, auch dem der Nationalelf überdrüssig gewordenen Ribery trauert man in der Heimat keine rechte Träne mehr nach.

Während dieses Duo unter anderen Umständen aber wahrscheinlich doch in der französischen Startelf zu finden wäre, haben es auch äußerst formstarke Alternativen wie Sevillas Kevin Gameiro noch nicht einmal im erweiterten Kader auf die Nominierungsliste geschafft.


 
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Selbst nach der brutalen Auslese hat der Weltmeister von 1998 in der Offensive aber noch immer ein kleines Luxus-Problem: Atleticos Top-Goalgetter Griezmann wird der Stammplatz unter anderem vom erfahrenen Giroud sowie den jungen Wilden Coleman und Martial streitig gemacht.

Somit scheint der Fundus an hochtalentierten Spielern groß genug zu sein, um den Rumänen im Notfall auch mit einem spät ins Rennen geschickten Joker den Zahn zu ziehen – gerade die gut bestückte Bank sollte für einen reibungslosen Ablauf des Eröffnungsspieles garantieren.

Zunächst einmal legen es die Franzosen jedoch freilich darauf an, die EM-Premiere bereits mit der ersten Garde in die Spur zu bringen: eine Zielstellung, die trotz der berichteten Wackler in der Vorbereitung alles andere als anmaßend ist.


 
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Gelingt ein ähnlicher Raketenstart wie in Brasilien?

Immerhin wird gerade auch für die Equipe der Anpfiff in St. Denis den Beginn einer neuen Zeitrechnung markieren. Zeigt sich die Mannschaft hier auf den Punkt vorbereitet, dann kamen die gelegentlichen Dämpfer in den Testläufen genau zur rechten Zeit.

Dass Deschamps seine Hoffnungsträger zum richtigen Zeitpunkt fit bekommt, hatte er bereits bei der WM in Brasilien durchblicken lassen, als die französische Auswahl nach berauschenden Auftritten in der Vorrunde plötzlich sogar als Geheimfavorit auf den Titel galt.

Am Zuckerhut lieferten die Blauen gleich in den ersten beiden Partien ihre besten Turnier-Leistungen frei Haus; nachdem sich das 3:0 gegen Ecuador zum Selbstläufer entwickelte, hatte vor allem der 5:2-Triumph gegen die zuvor als ähnlich stark eingeschätzten Schweizer für Furore gesorgt.


 
Rumäniens Resultate in der EM-Qualifikation:

  • Griechenland – Rumänen 0:1
  • Rumänien – Ungarn 1:1
  • Finnland – Rumänien 0:2
  • Rumänien – Nordirland 2:0
  • Rumänien – Färöer 1:0
  • Nordirland – Rumänien 0:0
  • Ungarn – Rumänien 0:0
  • Rumänien – Griechenland 0:0
  • Rumänien – Finnland 1:1
  • Färöer – Rumänien 0:3

 

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Dass den Franzosen anno 2014 die bestechende Frühform schon im Viertelfinale gegen die DFB-Elf nichts mehr nutzte, ist mittlerweile längst getauter Schnee von gestern – zumal für das anstehende Auftaktspiel ohnehin erst einmal nur die Blitzstarter-Qualitäten der Blauen von Interesse sind.

 

Wird die „Grande Nation“ nervös?

Während die Equipe Tricolore von zwei Jahren allerdings noch ohne den ganz großen Druck aufspielen durfte, könnten die nun auf der Mannschaft lastende Erwartungshaltung vermutlich auch bei so manchem altgedienten Recken wackelige Knie nach sich ziehen.

Da der öffentliche Hype rund um das erste Spiel auf dem Spielplan der Europameisterschaft 2016 jedoch stets besonders riesig ist, sind vor diesen Störgeräuschen auch die Rumänen keineswegs gefeit, denen aufgrund der fehlenden Turnier-Erfahrung das Herz sogar noch ein bisschen tiefer in die Hose rutschen dürfte.

 

Icon InfoModus: Neben dem Ersten und Zweiten der sechs Vorrundengruppen steigen auch die vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale auf. Bei Punktegleichheit innerhalb einer Gruppe wird nach folgenden Kriterien in dieser Reihenfolge entschieden:

  1. direkter Vergleich
  2. Torverhältnis aus allen Gruppenspielen
  3. Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
  4. UEFA-Fairplay-Wertung
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Bei der Ermittlung der vier besten Gruppendritten kommen folgende Kriterien zum Tragen:

  1. höhere Punktzahl
  2. bessere Tordifferenz
  3. größere Anzahl erzielter Tore
  4. Platzierung in der UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften
  5. aktuelles UEFA-Ranking

 

Weil die Tricolori letztmals vor acht Jahren bei einer großen Endrunde zugegen war, stellt der Trip nach Frankreich für nahezu sämtliche Spieler absolutes Neuland dar – die damit verbundenen Unsicherheiten könnten insbesondere in den ersten 90 Minuten deutlich zu spüren sein.

 

Frankreichs Drucksituation als Chance für Rumänien

Für den erhofften Paukenschlag zum Auftakt wird es für die Rumänen folglich von entscheidender Bedeutung sein, die Anfangsphase mit heiler Haut zu überstehen: Schließlich werden die Franzosen nach aller Voraussicht vom Start weg mit totaler Offensive in die Vollen gehen.


 

Ergebniswetten zu Frankreich vs. Rumänien:

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1:0
4,506,505,005,005,005,005,004,60
0:0
8,009,007,7510,09,509,009,009,00
0:1
23,016,019,020,023,012,020,017,0
1:1
11,08,009,508,5010,07,009,5010,0
2:0
5,506,004,754,505,006,004,904,60
2:1
10,09,0010,07,5010,08,009,509,50
3:0
7,508,006,758,007,008,006,756,75
3:1
17,010,014,012,013,09,5012,514,0
3:2
41,030,051,035,041,024,036,051,0
2:2
41,020,036,045,034,020,029,029,0
1:2
41,022,041,050,041,024,032,041,0

 

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Sollte dieser erste Ansturm jedoch ergebnislos verpuffen, droht sich die zunehmende Furcht vor einem Fehlstart schon bald als eine erdrückende Last zu erweisen – ab diesem Moment könnte sich der krasse Außenseiter aus Sicht der Sportwettenanbieter darauf konzentrieren, aus einer gefestigten Abwehr heraus auf den entscheidenden Gegenstoß zu lauern.

Die vielversprechenden Tests gegen Italien (2:2) und Spanien (0:0) werden den Rumänen dabei ein ganz besonders großer Ansporn sein, nun auch im ersten Spiel des EM-Turniers gleich wieder an einer kleinen Sensation zu stricken: Schon mit einem gar nicht so abwegigen Unentschieden könnte die Tricolori den Beweis erbringen, dass der aufgeblasene EM-Modus nicht nur Kanonenfutter nach Frankreich spült.

 

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