„Wiedersehen macht Freude“, heißt ein altes Sprichwort. Ob das auch auf die Franzosen zutrifft, wenn sie am 2. Spieltag der Gruppenphase in Marseille auf Albanien treffen, wird sich erst weisen.

Denn, obwohl EM-Gastgeber Frankreich im Duell gegen den EM-Neuling vom Balkan als haushoher Favorit gehandelt wird, sollte die „Grande Nation“ auf jeden Fall gewarnt sein – denn wie unangenehm es ist, gegen Albanien zu spielen, wissen aus eigener Erfahrung.

Icon Top Quote
aktuell beste Quote für Frankreich bei Betway

In den letzten eineinhalb Jahren standen sich Frankreich und Albanien in zwei Freundschaftsspielen gegenüber und „Les Bleus“ erlebten dabei ihr blaues Wunder.

Statt zwei Siegen, gab es zwei herbe Enttäuschungen. Die erste Begegnung, Ende 2014 in Rennes, endete mit einem 1:1 und die zweite, in Albanien, ging sogar verloren. Mit 0:1.

 

Albaniens Entwicklung vom Prügelknaben zum Favoritenschreck

Das Ganze wird umso erstaunlicher, da die Franzosen nicht mit einer B-Elf angetreten sind, sondern quasi in Bestbesetzung – unter anderem mit Hugo Lloris, Raphael Varane, Patrice Evra, Antoine Griezmann und Olivier Giroud.

Dieser 1:0-Sieg, fast genau ein Jahr vor EM-Beginn war zugleich Albaniens erster Sieg gegen Frankreich überhaupt. Während in Frankreich sämtliche Alarmglocken hinsichtlich EM-Formkurve schrillten, war dieser Premierensieg eine weitere Moralinjektion für die mittlerweile ohne mit Selbstvertrauen vollgepumpten Albaner.

 

Wettquoten Vergleich zu Frankreich vs. Albanien:

Bet365 LogoInterwetten LogoTipico LogoBwin LogoExpekt LogoLadbrokes Logobetway LogoBet3000 Logo
zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Sieg Frankreich1,251,271,251,251,221,251,281,27
Unentschieden 6,005,506,006,006,006,005,506,50
Sieg Albanien17,012,012,017,012,017,015,015,0

 

zum Seitenanfang

Albanien zählte jahrzehntelang zu jener Kategorie von Mannschaften, vor die sich die meisten Nationen nicht gefürchtet haben – im Gegenteil: War Albanien der Gegner, waren Tore und Siege fest eingeplant.

Vor drei Jahren gehörte die Auswahl aus dem 2,8 Millionen Einwohner zählenden Balkanland zu den Top-100 der Welt. Doch das änderte sich, als der Italiener Giani di Biasi Ende November 2011 den Posten als Nationaltrainer übernahm.

 
icon checkEr hat die Mannschaft behutsam um- und mit einer klaren Strategie aufgebaut. Wie es sich für einen Italiener gehört, setzt er dabei konsequent auf eine kompakte Defensive. Und so qualifizierte sich Albanien erstmals für ein Fußball-Großereignis.
 

Und nicht nur die Franzosen hatten in den zwei Testspielen ihre liebe Not, sondern in der EM-Qualifikation auch die weitaus höher eingeschätzten Dänen, gegen die es zwei Unentschieden gab wie auch Portugal. Auch das Team um Superstar Cristiano Ronaldo unterlag den Albanern mit 0:1.

 

Albaniens Cana verpasst sein Highlight

Das einzige Manko der „Kuq e zinjtë“ („Die Rot-Schwarzen“) ist das Tore schießen. Auf zehn Treffer kamen sie nach den acht Quali-Spielen, wovon drei auf die 3:0-Strafverifizierung aus dem Abbruchspiel gegen Serbien resultieren und eines aus einem Eigentor.

Ergibt in Summe sechs selber geschossene Tore – noch dazu von sechs verschiedenen Torschützen. Das belegt auch ganz klar die Ausrichtung dieser Mannschaft – Defensive pur. Mit Erfolg: Albanien kassierte in der Quali nur fünf Gegentore.

 

Icon Pfeil rechtsEin Verdienst von Torhüter Etrit Berisha, der 77 Prozent der Schüsse auf seinen Kasten parierte und damit sogar Welttorhüter Manuel Neuer übertraf (65%).

 

Der zweite “Baumeister” von Albaniens Abwehr-Bollwerks ist der Kapitän und Innenverteidiger Lorik Cana. In der EM-Quali verbuchte Cana 393 Ballaktionen – so viele wie kein anderer Spieler.

Auf das Duell mit Frankreich hat er seit der Auslosung entgegen gefiebert. 2002 wechselte er aus der Schweiz zu Paris St. Germain (2002 bis 2005 – wo er 2004 sogar Pokalsieger wurde), danach zu Olympique Marseille. Im Stade Velodrome, wo er nun mit Albanien auf Frankreich trifft, kickte er von 2005 bis 2009.

 
em-2016-frankreich-albanien
 

Nach einer „Europareise“ über Sunderland, Galatasaray und Lazio Rom, kehrte Cana, der aus seiner Pariser Zeit auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, im Sommer 2015 nach Frankreich zurück – zum FC Nantes.

Doch beim Duell mit Frakreich, in seinem ehemaligen Wohnort Marseille, wird Cana nur Zuschauer sein – denn aufgrund der gelbroten Karte, die er im Auftaktspiel gegen die Schwweiz gesehen hatte, ist er für diese Partie gesperrt.

 

Resultatwetten zu Frankreich vs. Albanien:

ErgebnisBet365 LogoInterwetten LogoTipico LogoBwin LogoMybet Logobetway LogoLadbrokes LogoExpekt Logo
zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
1:0
4,757,005,706,007,005,506,006,50
2:0
5,506,004,705,006,004,7555,50
2:1
10,010,08,5010,59,009,5010,09,00
0:0
10,010,015,010,010,012,012,012,50
1:1
13,09,5011,012,09,0011,011,011,0
2:2
41,030,040,041,022,029,034,027,0
0:1
29,020,030,02615,021,029,024,0
0:2
81,045,010012650,081,010155,0
1:2
41,040,050,051,055,041,041,032,0

 

zum Seitenanfang

Frankreich hat alle vier Pflichtspiele gegen Albanien gewonnen

Mit dem Fehlen des Anführers wird es für Albanien gegen Frankreich nun noch schwerer zu bestehen. Vor allem, wenn man nicht nur auf die beiden jüngsten Freundschaftsspiele blickt, sondern auf die Gesamtbilanz schaut.

 

Icon Thumb DownVon den bisherigen vier Pflichtspielen zwischen Albanien und Frankreich gingen alle an die Equipe Tricolore. Torverhältnis: 11:1. Die letzten beiden Duelle gab es im Zuge der Qualifikation für die EM 2012. Dabei siegte Frankreich mit 2:1 (auswärts) und 3:0 in Paris.

 

Von damals sind bei den Franzosen einzig noch Torhüter Lloris und Abwehr-Haudegen Patrice Evra mit dabei und auf beiden Seiten sitzen auch andere Cheftrainer auf der Betreuerbank – De Biasi bei den Albanern und von Laurent Blanc hat Didier Deschamps das Zepter übernommen.

Für ihn gilt es eine dritte Blamage gegen den Underdog unbedingt zu vermeiden.

 

Frankreich gegen Albanien, die letzten vier Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
13.06.2015TestAlbanienFrankreich1:0
14.11.2014TestFrankreichAlbanien1:1
07.11.2011TestFrankreichAlbanien3:0
02.09.2011TestAlbanienFrankreich1:2

 

Schon der Auftakt gegen die aufopfernd kämpfenden Rumänen gestaltete sich für die “Grande Nation” zu einer mühvollen Angelegenheit – eine “schwere Geburt” war der 2:1-Auftaktsieg, den Dimitri Payet mit einem Kunstschuss erst in der 89. Minute fixierte.

Und damit auch eine französische Serie verlängerte: Bei den letzten beiden Heim-Turnieren, der EM 1984 und der WM 1998, blieben sie jeweils im gesamten Turnierverlauf unbesiegt. In beiden Fällen holten sie am Ende auch jeweils den Gruppensieg.

zum Seitenanfang

Didier Deschamps war nach dem Arbeitssieg nur mit dem Endresultat zufrieden: “Am Anfang war unser Spiel leider nicht sehr gut. Am Schluss habe ich immer noch an eine Chance geglaubt, denn ich habe gesehen, dass die Rumänen müde wurden.”

Dann kam Payet, traf und erlöste ganz Frankreich.

Dem Last-Minute-Sieg konnte der Goldtorschütze, der auch über die 90 Minuten der beste Mann am Platz war, letztlich nur Positives abgewinnen: “Wenn wir mit zwei, drei Toren Unterschied gewonnen hätten, hätte uns das vielleicht zu sehr in Sicherheit gewiegt”, sagte Payet, der bei seiner Auswechslung Tränen in den Augen hatte.

 
20160610_PD11446 (RM) Dimitri Payet PHILIPPE LOPEZ / AFP / picturedesk.com

Bild oben: Dimitri Payet holt aus und erzielte mit seinem Kunstschuss Frankreichs 2:1-Siegtor im Eröffnungsspiel gegen Rumänien. (Photo-Credit: PHILIPPE LOPEZ / AFP / picturedesk.com)

 

Payet: “Es war so viel Druck auf uns, und als ich ausgewechselt wurde, mussten die Emotionen einfach raus”, sagte er nachdem er Frankreich die Party gerettet hatte. Jetzt sei aber auch die kurze Pause wichtig, betonte er: “Wir können uns ein bisschen ausruhen und uns auf das zweite Spiel vorbereiten.”

Das müssen auch die Albaner, die gegen die Schweiz zwar eine tolle Leistung boten, aber sich nach über 45 Minuten in Unterzahl (Gelbrot für Kapitän Cana) am Ende doch mit 0:1 geschlagen geben mussten. Ein Punkt wäre aufgrund der Chancengleichheit durchaus möglich gewesen.

Nun sind die Balkan-Kicker gegen den Riesen in dieser Gruppe fast schon zum Punktgewinn genötigt, um eine Chance aufs Achtelfinale zu wahren. Dieses können die Franzosen wiederum mit einem Sieg schon klar machen.

 

Für die Wettanbieter ist alles klar

Allerdings geben die Wettanbieter den Albanern in diesem Spiel keine Chance. “Les Bleus” gelten als haushoher Favorit, die Quoten für ein Sieg Albaniens liegen zwischen 15 und 20.

Für die Buchmacher ist die Ausgangslage dermaßen klar, dass Handicapwetten erst mit einem Sieg mit mindestens zwei Treffern Unterschied den Zusatz “lukrativ” verdienen.

Vor allem auch unter der Prämisse, dass der Auftakt gewonnen wurde und die Mannschaft im zweiten Spiel nun befreiter aufspielen kann. Ein Auftaktsieg, egal wie er am Ende zustande kam, kann enorme Kräfte freisetzen und ein Team durch ein ganzes Turnier tragen.

 

Icon InfoModus: die beiden Erstplatzierten der Gruppen A bis F sowie die vier besten Gruppendritten steigen ins Achtelfinale auf. Bei Punktegleichheit kommen folgende Kriterien zum Tragen:

  1. direkter Vergleich
  2. Torverhältnis aus allen Gruppenspielen
  3. Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
  4. UEFA-Fairplay-Wertung
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Für die Ermittlung der vier besten Gruppendritten sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

  1. höhere Punktzahl
  2. bessere Tordifferenz
  3. größere Anzahl erzielter Tore
  4. Platzierung in der UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften
  5. aktuelles UEFA-Ranking

 

Das könnte Dich auch interessieren:

Alle Spiele der EM 2016 im Überblick
EM 2016 Wettquoten: alle Quoten zur EURO 2016
Quoten für die Gruppensieger der EM 2016