Am 10. Juli 2016 werden alle Augen auf den Pariser Vorort St. Denis gerichtet sein. Genauer gesagt auf das Stade de France, denn dort werden ab 21:00 Uhr zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die alle Hürden überwunden haben und im Finale der EURO 2016 um den Europameistertitel kämpfen.

Der Weg bis zum EM-Endspiel ist so lang wie noch nie zuvor in der Geschichte. Die EM-Endrunde in Frankreich ist die erste, an der 24 Teams teilnehmen.

EM 2016 Finale

Daher erlebt die Europameisterschaft 56 Jahre nach ihrer ersten Austragung eine Premiere: ein Achtelfinale, das die 16 Aufsteiger aus der Gruppenphase bestreiten werden.

 

Das Finale der EM 2016 am 10. Juli 2016 in Paris/St. Denis
AnstoßSpielQuoten102Ergebnis
10.7. 21:00Portugal – FrankreichBet365 Logo Klein4,503,202,051:0 n. V.

 
Bis zum Endspiel im Stade de France müssen die Finalisten also eine Partie mehr austragen, als bei den vergangenen Europameisterschaften seit 1996, als die Anzahl der Teilnehmer zuletzt (von acht auf 16, Anm.) erhöht worden ist.

 

Welche Mannschaften erreichen das Finale der EM 2016?

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GRUPPE A
Frankreich
Schweiz
Rumänien
Albanien
GRUPPE B
England
Russland
Wales
Slowakei
GRUPPE C
Deutschland
Polen
Ukraine
Nordirland
GRUPPE D
Spanien
Kroatien
Tschechien
Türkei
GRUPPE E
Belgien
Italien
Schweden
Irland
GRUPPE F
Portugal
Österreich
Island
Ungarn

Quoten: Stand 08. Juli 2016; Text: vor Turnier-Beginn

 

Alle vorangegangenen 50 EM-Spiele im französischen Sommer hatten nur einen Zweck: die beiden Kontrahenten in der 51. und letzten Partie dieser Europameisterschaft, dem großen Finale der EURO 2016, zu ermitteln.

 

Finale: Viele Favoriten kämpfen um zwei Plätze

Wer dies genau sein wird, steht naturgemäß bis zum Ende des Halbfinales in den Sternen, aber die Online-Bookies haben ihre Favoriten längst gekürt. Ganz vorne in der Liste der möglichen Finalteilnehmer ist der regierende Weltmeister aus Deutschland zu finden.

Was wäre aber beispielsweise ein EM-Finale ohne den Gastgeber? Auch Frankreich zählt zu den großen Anwärtern, im Endspiel mit von der Partie sein zu können. Für “Les Bleus” wäre es die dritte Teilnahme an einem EM-Finale.

 

Grafik: alle EM-Finalspiele auf einen Blick

EM Finalspiele https://www.sportwettentest.netBild oben: Auf der Infografik von Sportwettentest.net sind alle Finalspiele bei Europameisterschaften dargestellt. Deutschland und Spanien sind mit jeweils drei Siegen die erfolgreichsten Titelträger. Die Partien sind chronologisch spaltenweise von oben nach unten angeführt.

 
Geht es nach der Meinung der Wettanbieter kann sich auch Spanien sehr gute Chancen ausrechnen, zum dritten Mal in Serie im Endspiel um den EM-Titel mit dabei zu sein. Die Iberer bestreiten die EURO 2016 als regierender Doppel-Europameister.

Fan-EnglandNachdem England als einzige Mannschaft die Qualifikation mit dem Punktemaximum abgeschlossen hat, sind auch die “Three Lions” zu den ganz großen Anwärtern auf einen Finaleinzug zu zählen.

 

England und Italien mischen mit

Daneben sollten Teams wie Italien oder Belgien natürlich auch berücksichtigt werden, wenn es darum geht, welche Kontrahenten sich im Endspiel gegenüberstehen werden.

Die europäische Kontinentalmeisterschaft war in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen und Sensationen gut. Es sollen an dieser Stelle lediglich Dänemark und Griechenland genannt werden, die sich 1992 und 2004 sensationell den EM-Titel sichern konnten.

Bereits vor dem Anpfiff zur Euro 2016 ist es sicher, dass diese beiden Mannschaften nicht für eine Sensation sorgen werden. Beide haben die Qualifikation vergeigt: Griechenland landete auf dem letzten Platz der Quali-Gruppe, sogar hinter den Färöer-Inseln. Die Dänen scheiterten im Play-off an Schweden.

 

Icon InfoDer Spielplan der EURO 2016 spielt den Siegern der Gruppen A bis D in die Karten, denn diese bekommen es im Achtelfinale mit einem der vier besten Gruppendritten zu tun, während die Sieger von E und F auf den Zweiten der Gruppe D bzw. E treffen.

 

Diesmal stehen andere Mannschaften bereit, um für eine Sensation zu sorgen, zumal mit Albanien, Wales, Nordirland und Island vier EM-Debütanten mit dabei sind. Die Slowakei hat zum ersten Mal als eigenständiger Staat die Quali für eine EM-Endrunde geschafft.

Auf sportlichem Weg hat sich das österreichische Nationalteam erstmals ein EURO-Ticket holen können.

 

Video: Österreich hat Fußball-Geschichte geschrieben und sich zum ersten Mal auf sportlichem Weg für eine EM-Endrunde qualifiziert. (Quelle: YouTube/CodeVegas/ORF)

 

Mischt ein “Kleiner” die “Großen” auf?

Aufgrund der Erweiterung auf 24 Nationen, die erstmals an der EM-Endrunde teilnehmen dürfen, ist der Weg ins Finale, insbesondere für die “kleineren” Nationen noch schwieriger geworden, gilt es doch mit dem Achtelfinale eine Hürde mehr zu überwinden.

Die “Road to Paris”, wo am 10., Juli im Stade de France das Finale angepfiffen wird, ist länger und auch schwieriger als je zuvor. Bei der EM-Premiere 1960, noch unter der Bezeichnung “Europapokal der Nationen”, reichte ein einziger Sieg, um ins Finale zu kommen. Gastgeber war damals Frankreich, an der Endrunde nahmen vier Nationen teil.

 

em-spiele-mit-den-hoechsten-tv-quoten-in-deutschlandBild oben: In Deutschland sind EM-Finalspiele mit deutscher Beteiligung naturgemäß ein TV-Renner. Ganz oben an der Spitze ist allerdings das EM-Halbfinale von 2008 zu finden, als die DFB-Elf auf die Türkei getroffen ist.

 

Das Turnier wurde im K.o.-Modus ausgetragen und umfasste lediglich vier Spiele, die vom 6. bis zum 10. Juli ausgetragen wurden. Sieger wurde die Sowjetunion, die sich im Endspiel im Prinzenparkstadion gegen Jugoslawien mit 2:1 nach Verlängerung durchstehen.

Frankreich wurde nur Vierter, nachdem das damals noch ausgetragene Spiel um Platz drei gegen die Tschechoslowakei mit 0:2 verloren ging.

 

Für Frankreich zählt nur der Titel

Auf den Tag genau 56 Jahre später wollen die Franzosen im Stade de France im Endspiel stehen und ihren dritten EM-Titel holen. Die Chancen für eine Finalteilnahme sind sehr gut, die “Equipe tricolore” gehört zu den absoluten Top-Favoriten.

Die Fans des Gastgebers hoffen auf eine Wiederholung des Ergebnisses der beiden letzten Großereignisse, die von den Franzosen veranstaltet und gewonnen wurden: Michel Platini führte “Les Bleus” 1984 zum Europameistertitel.

 

Video: Frankreichs letzter großer Titelgewinn. Im Finale von Rotterdam bezwangen “Les Bleus” Italien 2:1 und holten sich den EM-Pokal. (Quelle: YouTube/Calcio TV)

Der aktuelle französische Nationaltrainer Didier Deschamps war der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1998. Der letzte ganz große Cup gelang den Franzosen im Jahr 2000, als sie sich zum zweiten Mal den Henri Delaunay Pokal sichern konnten.

 

Nach Welt- auch Europameister: Deutschland zuversichtlich

Als regierender Weltmeister wird auch mit der deutschen Mannschaft zu rechnen sein, wenn es darum geht, wer im 51. EM-Spiel in St. Denis auf dem Feld stehen wird.

Auch wenn es sowohl in der Quali als auch in der Vorbereitung die eine oder andere Niederlage gab, sollte die Elf von Joachim Löw ein mehr als gewichtiges Wörtchen um die Finalteilnahme mitreden. Schließlich ist Deutschland als Turniermannschaft bekannt.

Die DFB-Auswahl ist außerdem das erfolgreichste Team bei Europameisterschaften überhaupt. Drei Mal kürte sich Deutschland zum Europameister (1972, 1980 und 1996) und stand weitere drei Mal in einem EM-Finale.

 

Die EM-Finalspiele mit deutscher Beteiligung

DatumOrtHeimGastErgebnis
11.06.1972BrüsselDeutschlandSowjetunion3:0 (1:0)20.06.1976BelgradTschechoslowakeiDeutschland5:3 (i.E)22.06.1980RomDeutschlandBelgien2:1 (1:0)26.06.1992GöteborgDänemarkDeutschland2:0 (1:0)26.06.1996LondonDeutschlandTschechien2:1 (n. GG)29.06.2008WienDeutschlandSpanien0:1 (0:1)


 

Als “Die Mannschaft” zuletzt nach den Pokal greifen wollte, musste sie sich im Endspiel 2004 im Wiener Ernst-Happel-Stadion den Spaniern mit 0:1 geschlagen geben. Bei der Endrunde vor vier Jahren war bereits im Halbfinale Endstation (1:2 gegen Italien, Anm.).

 

Wussten Sie, dass …
 
icon Fragezeichen… Deutschland die erfolgreichste Mannschaft bei Europameisterschaften ist. Von der Anzahl der EM-Titel hat zwar Spanien gleichgezogen (drei), doch die DFB-Auswahl stand zusätzlich noch drei Mal im Finale. Deutschland hat außerdem die meisten Teilnahmen an EM-Endrunden (elf), daher auch die meisten EM-Spiele bestritten (43) sowie die meisten Siege (23) eingefahren.

 

Spanien: Finale ist durchaus drinnen

Wenn es um eine Europameisterschaft gegangen ist, dann ist Spanien seit 2008 der große Zampano. Die Iberer haben als erste Mannschaft der Geschichte die erfolgreiche Titelverteidigung geschafft. Nach dem Triumph über Deutschland in Wien wurde 2012 in Kiew Finalgegner Italien mit 4:0 abgefertigt. Das war der höchste Sieg in einem EM-Endspiel überhaupt.

Den bis dato höchsten Finaltriumph hatte die DFB-Elf gefeiert, als am 18. Juni 1972 im Brüsseler Heysel-Stadion die Sowjetunion mit 3:0 bezwungen werden konnte. Die Tore erzielten Gerd Müller (zwei) und Herbert Wimmer.

Ob die Spanier neuerlich einen derartigen Triumph feiern und als erstes Land in der Geschichte drei EM-Titel in Serie (den vierten insgesamt, Anm.) einfahren können, ist fraglich. Dennoch gehört die Elf von Vicente del Bosque zu den Hauptanwärtern auf den Finaleinzug.

 

Weitere heiße Finalkandidaten: England, Italien, Belgien

Die Namen von England, Belgien oder Italien werden ebenfalls recht schnell in den Mund genommen, wenn es darum geht, Mannschaften zu benennen, die sehr gute Aussichten haben bis ins Finale vorzustoßen.

Vor allem die Engländer, die mit 30 Punkten aus zehn Spielen, eine perfekte Qualifikation hingelegt haben, können mit großen Erwartungen die Reise nach Frankreich antreten.

Bei Europameisterschaften gingen die “Three Lions” bislang leer aus. Das höchste der Gefühle war das Erreichen des Halbfinales bei der Heim-EURO 1996. Damals zogen die Engländer im Elfmeterschießen gegen Deutschland den Kürzeren.

 

marktwert-der-fussball-nationalspieler-in-england-2016Bild oben: Mit der “perfekten” EM-Qualifikation (zenh Spiele, zehn Siege) hat die Elf von Roy Hodgson eine große Erwartungshaltung geschürt. Man darf gespannt sein, ob die Engländer diese diesmal erfüllen können. Vom Marktwert her spielen die “Three Lions” im Spitzenfeld mit.

 

Während vor vier Jahren im Viertelfinale Endstation war, sind nach Meinung der Online-Bookies die Aussichten recht gut, diesmal noch weiter – wenn nicht sogar bis ins Endspiel – zu kommen.

Italien sollte ohnehin auf jeder Liste mit potentiellen Finalteilnehmern zu finden sein. Die Azzurri haben bislang drei Mal den Sprung ins Endspiel geschafft. Bei der Premiere 1968 holte sich Italien als Gastgeber den Titel.

Zwei Mal zog die “Squadra Azzurra” in einem EM-Finale den Kürzeren. Nach der Jahrtausendwende erwies sich Frankreich im Sommer 2000 als zu harte Nuss, zwölf Jahre später setzte es im Kiewer Olympiastadion eine ganz bittere 0:4-Abfuhr gegen eine entfesselte “Furia Roja”.

 

Ein Blick zurück
 
icon risikoDie EM 1968 war die wohl kurioseste. Im Halbfinale fiel im Duell zwischen Gastgeber Italien und der Sowjetunion auch in der Verlängerung kein Tor. Um einen Sieger zu ermitteln, wurde eine Münze geworfen, da ein Elfmeterschießen noch nicht zum Reglement gehörte. Italien hatte das Glück auf seiner Seite und zog ins Finale ein.
Das Endspiel gegen Jugoslawien endete 1:1, daher musste ein Wiederholungsspiel für die Entscheidung sorgen. Die Italiener setzten sich zwei Tage später mit 2:0 durch.

 

Belgien ist der erklärte (mittlerweile alles andere als geheime) Geheimfavorit auf den Titelgewinn bei der EM 2016 und gehört logischerweise zu den ganz heißen Finalkandidaten. Die Belgier waren noch im März 2016 immerhin die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste, doch ob die “Roden Duivel” tatsächlich die stärkste Mannschaft der Welt sind, werden sie noch unter Beweis stellen müssen.

Marc Wilmots hat auf jeden Fall eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung. Viele sind bei absoluten Top-Klubs unter Vertrag: Vincent Kompany und Kevin de Bruyne bei Manchester City, Thomas Vermaelen beim FC Barcelona oder Eden Hazard beim FC Chelsea, um nur einige zu nennen.

 

Infografik: der EM 2016 Spielplan von Sportwettentest.net

 
EM 2016 Spielplan https://www.sportwettentest.net

Hinweis: mit einem Klick auf den Spielplan kommen Sie zu unserer Seite mit allen Wettquoten im Vergleich zu den 51 Spielen bei der Fußball Europameisterschaft 2016 in Frankreich

 

Schafft ein krasser Außenseiter den Sprung ins Endspiel?

Doch wie bereits oben erwähnt, könnte es auch eine Überraschung geben. Zu den hoffnungsvollen Überraschungskandidaten zählen zum Beispiel Mannschaften wie Österreich, die Schweiz oder auch die Kroaten. Dazu muss allerdings alles passen, denn die Hürden, die im Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale warten, sind insbesondere für Außenseiter kaum zu überwinden.

Doch im Fußball ist alles möglich, nachzufragen bei den Europameistern von 1992 und 2004 oder im negativen Sinn bei den Niederländern, die es nicht einmal bis zur Endrunde nach Frankreich geschafft haben – trotz Rekordteilnehmerfeld.

 

Das Finale der EM 2016 am 10. Juli 2016 in Paris/St. Denis
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