Belgien gegen Italien ist mit Sicherheit das Schlagerspiel am ersten Spieltag in der Gruppenphase. Beide zählen zu den besten Fußball-Nationalmannschaften der Welt und somit logischerweise auch zum Favoritenkreis auf den EM-Titel.

Demzufolge könnte dieses Duell am 13. Juni um 21 Uhr in Lyon bereits ein Schlüsselspiel für den weiteren Turnierverlauf sein – denn die beiden befinden sich zusammen mit den zwei unbequemen Außenseitern Irland und Schweden in der Gruppe E, der sogenannten „Todesgruppe.“

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aktuell beste Quote für Belgien bei Interwetten

Um nicht gleich zum Auftakt dem möglichen vorzeitigen EM-Tod ins Auge sehen zu müssen, bedeutet das für Belgien und Italien vor allem eines: Verlieren verboten. Denn der Unterlegene könnte dann schon sehr stark unter Zugzwang geraten.

 

Inhaltsverzeichnis: Belgien – Italien Wetten und Quoten

 

Das weiß auch Belgiens Nationaltrainer Marc Wilmots: „Das erste Spiel gegen Italien wird eine Herausforderung.“ Sein kämpferischer Zusatz: „Bei den Italienern wird man über das Duell mit uns auch nicht glücklich sein.“

 

Wettquoten Vergleich zu Belgien vs. Italien:

Bet365 LogoInterwetten LogoBwin LogoTipico LogoExpekt LogoBet3000 LogoMybet LogoNetbet Logo
zum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Sieg Belgien2,552,602,502,502,402,602,502,50
Unentschieden3,003,003,103,003,003,103,052,95
Sieg Italien3,302,953,253,203,253,303,353,30

 

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Allerdings dürfte sich bei genauerem Hinsehen auch die Freude auf belgischer Seite in Grenzen halten. Sieht man sich die Bilanz zwischen den beiden EM-Favoriten genauer an, dann könnte man die Squadra Azzura auch als so etwas wie den Angstgegner der Belgier bezeichnen.

 
Icon Thumb UpAus den bisherigen 21 Begegnungen mit den Italo-Kickern seit 1913 gingen die „Roten Teufel“ lediglich vier Mal als Sieger hervor. Neben vier Unentschieden gab es insgesamt 13 Siege der italienischen Nationalmannschaft.
 

Den bis dato letzten Vergleich haben allerdings die Belgier für sich entschieden – mit 3:1 gewannen sie ein Testspiel im November 2015 in Brüssel.

 


Video: Highlights vom letzten Duell zwischen Belgien und Italien im November 2015. (Quelle: YouTube/Red Devils Cartel)

 

Zwei Mal standen sich Belgien und Italien auch im Rahmen einer Europameisterschaft gegenüber – beide Male in der Gruppenphase. Gewinnen konnte Belgien aber weder 1980 (0:0), als sie damals sogar das EM-Finale erreichten, noch 20 Jahre später im Jahr 2000 (0:2).

Jedoch haben sich die Vorzeichen in den letzten 16 Jahren komplett geändert.

 

Belgien: Ein Geheimfavorit, der eigentlich keiner mehr ist

Waren die Belgier im 2000er-Jahr bei ihrer Heim-EM als Gastgeber beim Treffen der stärksten Fußball-Nationen Europas bestenfalls “geduldet” – gehört das kleine Benelux-Land mittlerweile wieder zu den besten Fußball-Nationen des Kontinents.

2014 konnte sich Belgien erstmals nach 12 Jahren Wartezeit wieder für eine Weltmeisterschaft qualifizieren und dort prompt ins Viertelfinale vorstoßen. Nun schafften sie es erstmals seit 1984 wieder auf sportlichem Wege zu einer EM-Endrunde.

Im November 2015 wurde Belgien sogar die Nummer 1 in der FIFA-Weltrangliste (aktuell auf Rang 2).

 

icon hilfeWussten Sie, dass … Belgien der erste Spitzenreiter der FIFA-Weltrangliste war, ohne je Welt- oder Europameister gewesen zu sein.

 

Somit zählen die „Roden Duivels“ („Roten Teufel“) bei dieser EM nicht einmal mehr zu der Riege der Geheimfavoriten, sondern werden von den Experten der Wettanbieter gleich in die erste Reihe gestellt, wenn es darum geht, wer am Ende den EM-Pokal in Händen halten wird.

Hinter Deutschland, Frankreich, Spanien und England rangiert Belgien bei den EM Quoten der Titel-Anwärter auf Platz 5 – und sogar noch vor dem amtierenden Vize-Europameister Italien.

Wenn man sich den Kader dieser „goldenen Generation“ genau anschaut, dann weiß man auch warum das so ist. Hier sammelt sich ein Haufen hochtalentierter Spieler, viele mit dem Prädikat „Weltklasse“ versehen, die in den letzten Jahren von Wilmots zu einer Einheit geformt wurden.


 
Infografik EM 2016 BelgienInfografik: Belgiens Nationalspieler, sortiert nach geschätztem Marktwert kurz vor der EM 2016.
 

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Eindrucksvoll marschierte dieses Star-Ensemble, angetrieben von Trainer-Vulkan Wilmots, durch die EM-Qualifikation: Von zehn Quali-Spielen haben sie neun gewonnen, erzielten dabei 24 Treffer und musste nur 5 Gegentore hinnehmen.

Diese zwei Dutzend Tore teilten sich auf 10 verschiedene Spieler auf – das zeigt, wie unberechenbar und schwer auszurechnen dieses belgische Wunderteam ist.


 
Belgiens Ergebnisse in der EM-Qualifikation:

  • Belgien – Andorra 6:0 (3:0)
  • Bosnien-Herzegowina – Belgien 1:1 (1:0)
  • Belgien – Wales 0:0
  • Belgien – Zypern 5:0 (2:0)
  • Israel – Belgien 0:1 (0:1)
  • Wales – Belgien 1:0 (1:0)
  • Belgien – Bosnien-Herzegowina 3:1 (2:1)
  • Zypern – Belgien 0:1 (0:0)
  • Andorra – Belgien 1:4 (0:2)
  • Belgien – Israel 3:1 (0:0)

 

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Wilmots tritt dennoch auf die Euphoriebremse – nicht nur aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Kapitän Vincent Kompany: „Jeder kommt jetzt und erzählt, was wir müssen. Wissen Sie: Wir müssen gar nichts. Wir sollten sehen, wo wir herkommen“, sagte er schon vor Monaten.

 


Video: Belgiens Top-Spieler – von Thibaut Courtois über Jan Vertonghen bis zu Eden Hazard. (Quelle: YouTube/Harm v E)

 

Kurz vor EM-Beginn ergänzte die Schalke-Vereinslegende: „Wir haben in den letzten Jahren gut gearbeitet, aber Favoriten sind andere. Wir zählen zu den Außenseitern. Wenn wir ins Halbfinale kommen sollten, schauen wir weiter.“

 

Italien, die Wundertüte

Zu den Außenseitern auf den EM-Titel zählt Wilmots auch Auftaktgegner Italien. Und die Azzuri präsentierten sich bei den letzten Großereignissen als wahre Wundertüte – man weiß nie, was man bekommt. Das Erstaunen war alle zwei Jahre richtig groß, sowohl negativ als auch positiv.

 
Icon Pfeil rechtsScheiterte Italien bei der WM 2010 bereits in der Gruppenphase, stürmten sie 2012 bei der letzten EM-Endrunde zur Überraschung aller ins Endspiel. Zwei Jahre später bei der WM 2014 folgte abermals ein blamables Vorrunden-Aus. Was kommt diesmal?
 

Geht es nach den Ergebnissen in der EM-Qualifikation, dürfte mit der Squadra Azzura diesmal wohl wieder zu rechnen sein. Auf dem Weg zur sechsten EM-Teilnahme in Folge blieben sie mit sieben Siegen und drei Remis in allen zehn Quali-Spielen unbesiegt und schafften es als Gruppen-Erster ganz souverän nach Frankreich.


 
Italiens Ergebnisse in der EM-Qualifikation:

  • Norwegen – Italien 0:2 (0:1)
  • Italien – Aserbaidschan 2:1 (1:0)
  • Malta – Italien 0:1 (0:1)
  • Italien – Kroatien 1:1 (1:1)
  • Bulgarien – Italien 2:2 (2:1)
  • Kroatien – Italien 1:1 (1:1)
  • Italien – Malta 1:0 (0:0)
  • Italien – Bulgarien 1:0 (1:0)
  • Aserbaidschan – Italien 1:3 (1:2)
  • Italien – Norwegen 2:1 (0:1)

 

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Teamchef Antonio Conte, der die Nationalmannschaft nach dem WM-Desaster in Brasilien übernommen hat, schaffte in Windeseile einen erfolgreichen Neuaufbau. Aber: Nicht alles was glänzte war auch Gold. So haben die Italiener offensichtlich gröbere Probleme im Angriff.

Auf lediglich 16 Treffer kamen sie in diesen zehn Qualifikationsspielen – und mit nur drei Toren war Southampton-Stürmer Graziano Pelle dabei ihr bester Torschütze.

Dafür verfügen die Italo-Kicker – wie es sich im Geburtsland des Catenaccio gehört – über eine stabile Defensive.

Im Tor steht weiter Legende Gianluigi Buffon (für den 38-jährigen Altmeister wird es seine insgesamt fünfte EM), in der Innenverteidigung sollen zudem Buffons Juve-Teamkollegen Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci dafür sorgen, dass kein Angriff durch kommt.

 
Icon RufzeichenDie Kicker vom Stiefel halten bis dato den Rekord mit den meisten EM-Spielen ohne Gegentor. 16 Mal spielte Italien bei einer EM schon „zu Null“. Und: Mit 15 Unentschieden spielte die Squadra Azzurra bei einer EM-Endrunde so oft remis wie keine andere Nation.
 

Aber: Bis auf Kapitän Buffon sucht man in Contes Team vergebens weitere große Stars. Darüber hinaus fallen mit Claudio Marchisio und Marco Verratti zwei wichtige Mittlefeldspieler verletzungsbedingt aus.

 

Italien hat zuletzt vor 16 Jahren ein EM-Auftaktspiel gewonnen

Die Bestmarke an EM-Spielen ohne Gegentreffer, EM-Rekordhalter in Sachen Unentschieden, der Fokus auf eine stabile Defensive und dazu noch der Umstand, dass für dieses Spiel eigentlich „verlieren verboten“ gilt – sind das die italienischen Vorzeichen für das Auftaktspiel gegen Belgien?

Zumal Italien drei der letzten fünf Auftaktspiele bei EM-Endrunden auch nicht gewonnen hat.

  • 2012: 1:1 gegen Spanien
  • 2008: 0:3 gegen die Niederlande
  • 2004: 0:0 gegen Dänemark
  • 2000: 2:1 gegen die Türkei
  • 1996: 2:1 gegen Russland

Das letzte Mal, als die Squadra Azzura das erste Spiel einer EM gewonnen hat, war im Jahr 2000 – mit 2:1 gegen die Türkei. Seitdem gab es zwei Remis und eine Niederlage.


 
EM 2016 Belgien gegen Italien
 

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Da die Buchmacher davon ausgehen, dass sich Belgien und Italien den Sieg in der Gruppe E untereinander ausmachen werden, könnte somit bereits in dieser Auftaktpartie eine Vorentscheidung um Platz 1 fallen.

Das weiß auch Wilmots. Er sagt: „Das erste Match zu verlieren, könnte ein großes Problem werden.“ Dementsprechend vorsichtig und abwartend könnte sich die Auftaktpartie der beiden Titelanwärter gestalten.


 

Belgien gegen Italien, die letzten fünf Duelle:

DatumBewerbHeimAuswärtsErgebnis
13.11.2015TestBelgienItalien3:1
30.05.2008TestItalienBelgien3:1
14.06.2000EM 2000ItalienBelgien2:0
13.11.1999TestItalienBelgien1:3
29.05.1996TestItalienBelgien2:2

 

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Dass für Belgien nicht gleich der Auftakt schief geht, sollen die hochveranlagten Einzelkönner wie Kevin de Bruyne und Eden Hazard (übernimmt die Kapitänsbinde des verletzten Kompany) sorgen. Beide waren mit je fünf Toren Belgiens Top-Torschützen in der Quali.

Aber auch für sie wird die Aufgabe, das Italo-Bollwerk zu knacken, alles andere als leicht. Dennoch sehen die Wettanbieter die Belgier in diesem Spiel im Vorteil – wenn auch nur minimal.

Wilmots warnt dennoch: „Wir müssen in Topform auflaufen, um eine Chance zu haben. Durch den Start gegen Italien werden wir hochmotiviert in das Turnier starten.“


 

Ergebniswetten zu Belgien vs. Italien:

ErgebnisBet365 LogoInterwetten LogoBwin LogoTipico Logobetway LogoBet3000 LogoComeOn LogoBetsafe Logo
1:0
6,506,506,255,706,006,506,456,75
0:0
6,008,506,506,206,507,006,007,25
0:1
7,506,507,506,706,757,507,258,00
1:1
6,506,005,755,505,506,006,406,75
2:0
11,09,5010,510,510,511,010,7512,0
2:1
11,09,009,759,5010,011,010,511,0
2:2
19,014,016,018,014,020,019,021,0
1:2
13,09,0011,012,011,012,011,7513,0

 

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So wie es ihnen 2000 bei ihrem letzten EM-Auftritt gelungen ist – damals mit einem 2:1-Sieg über Schweden. Nur soll sich im Gegensatz zu damals nicht das Aus in der Vorrunde wiederholen.

Conte, der sein Amt als italienischer Teamchef nach der EM zurücklegen und Trainer des FC Chelsea wird, glaubt an einen positiven Turnierverlauf seines Teams.

Er sagt: “Ob wir zum engen Favoritenkreis gehören oder nicht, ist für mich unwichtig. Mit Italien ist immer zu rechnen.” Aber er gibt auch zu: “Vieles muss stimmen, um ein Turnier zu gewinnen.” Helfen würde dabei ein Sieg zum Auftakt – damit wäre das Achtelfinal-Ticket wohl auch schon gebucht.

 

Icon InfoModus: Die beiden Erstplatzierten der Gruppen A bis F sowie die vier besten Gruppendritten steigen ins Achtelfinale auf. Bei Punktegleichheit kommen folgende Kriterien zum Tragen:

  1. direkter Vergleich
  2. Torverhältnis aus allen Gruppenspielen
  3. Erzielte Tore in allen Gruppenspielen
  4. UEFA-Fairplay-Wertung
  5. aktuelles UEFA-Ranking

Für die Ermittlung der vier besten Gruppendritten sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

  1. höhere Punktzahl
  2. bessere Tordifferenz
  3. größere Anzahl erzielter Tore
  4. Platzierung in der UEFA-Koeffizientenrangliste für Nationalmannschaften
  5. aktuelles UEFA-Ranking

 

 

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