Zu den spannendsten Entscheidungen bei jeder EM-Endrunde zählt neben dem Gewinn des EM-Titels auch die Frage, wer sich zum erfolgreichsten Schützen des Turniers küren kann.

Bei den ersten EM-Turnieren, die nur aus vier Spielen bestanden (zwei Semifinale, Spiel um Platz drei, Finale) kam dieser Frage freilich noch nicht jene Bedeutung zu, die diesem Titel heutzutage bei Europameisterschaften beigemessen wird.
 

Icon Top Quote
Griezmann Torschützenkönig: beste Quote 1,75 bei Bwin

 
So waren es bei der EM 1960 fünf Spieler, die mit jeweils zwei Toren die erfolgreichsten Schützen waren. Von 1972 bis 1980 holten mit Gerd Müller, Dieter Müller (je 4 Tore) und Klaus Allofs (3 Tore) drei Deutsche in Folge den Titel.

Nachfolgend finden Sie einen Vergleich der Wettquoten für den besten Torschützen bei der Fußball Europameisterschaft 2016 in Frankreich, die laufend aktualisiert werden. Die jeweils besten Wettquoten zu jeder Mannschaft werden dabei in roter Farbe angezeigt.

 

Welcher Spieler wird bester Torschütze bei der EM 2016?

Interwetten LogoBet365 LogoTipico LogoNetbet LogoBwin LogoBet3000 LogoBetway LogoLadbrokes Logo
Icon Pfeil rechtszum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
A. Griezmann1,0021,011,0011,01
O. Giroud51,050,051,051,0
C. Ronaldo51,050,051,034,0
D. Payet101100101101
L. Nani201200141101
Icon Pfeil rechtszum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Interwetten LogoBet365 LogoTipico LogoNetbet LogoBwin LogoBet3000 LogoBetway LogoLadbrokes Logo

Wettquoten: Stand 08.07.2016, Text: Stand vor der EM

 

Platini hält den Torrekord

Der heutige UEFA-Präsident Michel Platini stellte bei der EM 1984 in Frankreich mit neun Treffern für das Gastgeberland einen bis heute bestehenden Torrekord auf und holte mit seiner Mannschaft auch erstmals den EM-Titel.

 


Mit neun Toren schoss Michele Platini Frankreich 1984 erstmals zum EM-Titel.
(Quelle: YouTube/tcvespins)

 

Bei den nachfolgenden fünf EM-Turnieren von 1988 bis 2004 reichten vier Mal jeweils fünf Treffer für den Titel des Torschützenkönigs. Dabei trugen sich bekannte Namen wie Marco van Basten, Alan Shearer oder Patrick Kluivert in die Bestenliste ein.

Nur 1992 erzielte kein Spieler mehr als drei Tore, dazu zählte damals auch der Deutsche Karl-Heinz Riedle. Bei den letzten beiden EM-Turnieren 2008 und 2012 ging nicht nur der EM-Titel an Spanien sondern auch jeweils jener des besten Torschützen.

 

Zuletzt gingen alle Titel an Spanien

2008 in Österreich und der Schweiz erzielte David Villa vier Tore für den späteren Europameister. Vier Jahre später hatten am Ende sechs Spieler je drei Tore zu Buche stehen, dazu zählt auch der Deutsche Mario Gomez.

Fußball SpanienZum Torschützenkönig wurde aber der Spanier Fernando Torres gekürt, da er wie Gomez auch eine Torvorlage geliefert hatte, aber dafür eine kürzere Spieldauer aufzuweisen hatte als der DFB-Stürmer.

Auch bei der EM 2016 ist erneut ein enges Rennen zu erwarten, wenngleich aufgrund der höheren Anzahl an Spielen erwartet werden darf, dass der beste Schütze am Ende mehr als drei Tore aufzuweisen haben wird.

 

Ein Mitfavorit fällt wohl aus

Einer der aussichtsreichsten Anwärter auf den Titel des Torschützenkönigs wäre der Franzose Karim Benzema gewesen, der bei vielen Wettanbietern ganz vorne zu finden war.
 

PorträtOlivier Giroud (Frankreich): Der 29-jährige Mittelstürmer spielte in Frankreich für Grenoble, Istres, Tours und Montpellier, ehe er 2012 von Arsene Wenger zum FC Arsenal geholt wurde. Für die Londoner erzielte er in 123 Spielen 53 Treffer (Stand Februar 2016). Für Frankreich hat er seit 2011 in 45 Länderspielen 13 Mal getroffen.

 
Aufgrund seiner Verwicklung in eine Erpressungsaffäre um seinen Mannschaftskollegen Mathieu Valbuena sah sich die französische Mannschaftsführung allerdings veranlasst, auf Benzema zu verzichten.

Somit gelten in der als Titelfavorit neben Deutschland und Spanien gehandelten französischen Mannschaft vor allem Antoine Griezmann von Atletico Madrid (Quoten um 10,0) und Olivier Giroud von Arsenal (Quoten um 15,0) als chancenreichste Stürmer der Equipe Tricolore.
 

PorträtAntoine Griezmann (Frankreich): Der 25-Jährige begann seine Karriere bei Real Sociedad und wechselte 2014 um 30 Millionen Euro zu Atletico Madrid, wo er meist als hängende Spitze zum Einsatz kommt. Im gleichen Jahr debütierte er auch in der französischen Nationalmannschaft und erzielte in 24 Länderspielen 6 Tore. (Stand: Februar 2016)

 

Wird ein DFB-Spieler Torschützenkönig?

Als Favorit der Buchmacher gilt jedoch derzeit ein Anderer. Der Deutsche Thomas Müller wird bei den meisten Wettanbietern mit Quoten zwischen 6,0 und 8,0 geführt.

EM 2016 Fußball Spieler DeutschlandDabei zählen die Bookies vor allem auf die bisher starken Turniervorstellungen des Bayern-Stars.

Denn Müller war zwar noch nie Torschützenkönig in der Bundesliga, gewann aber im Jahr 2010 den „Goldenen Schuh“ bei der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika.

Vier Jahre später holte sich Müller schließlich beim legendären WM-Titel der Deutschen in Brasilien auch den „Silbernen Schuh“ für Platz zwei hinter dem Kolumbianer James Rodriguez.

 

PorträtThomas Mülller (Deutschland): Der 26-jährige Eigenbauspieler von Bayern München, der nur selten an vorderster Front eingesetzt wird, hat seit 2008 in über 219 Bundesligaspielen 88 Tore erzielt (Stand Februar 2016). Seit 2010 spielt er in der DFB-Auswahl und traf in 68 Länderspielen 31 Mal. 2014 wurde er mit Deutschland Weltmeister. 2013 gewann der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger mit den Bayern auch die Champions League.

 

Ronaldos Handicap heißt Portugal

Ebenfalls zu den Mitfavoriten auf den Titel des besten Torjägers muss Portugals Superstar Cristiano Ronaldo mit Quoten um 8,0 bis 10,0 gezählt werden. Allerdings konnte der dreifache Weltfußballer des Jahres bei großen Turnieren bisher nie so glänzen wie auf Klubebene.

Somit werden die Chancen Ronaldos auch diesmal davon abhängen, wie weit das Nationalteam der Portugiesen mit der Konkurrenz aus den anderen Nationen mithalten kann. Bei einem allzu frühen Ausscheiden Portugals wird auch der Superstar einmal mehr leer ausgehen.

 

PorträtCristiano Ronaldo (Portugal): Der 31-jährige Stürmer begann seine Karriere bei Sporting Lissabon, wechselte aber bereits 2003 zu Manchester United und ging 2009 nach 84 Toren in 196 Ligaspielen zu Real Madrid, wo er in 225 Spielen bisher 247 Tore erzielte (Stand Februar 2016). Neben mehreren Titeln in England und Spanien gewann er 2008 (mit Manchester United) und 2014 (mit Real Madrid) die Champions League. 2008, 2013 und 2014 wurde er zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

 

Infografik teuerste Spieler der EM 2016Infografik: die teuersten Spieler, die voraussichtlich bei der EURO 2016 antreten werden. Cristiano Ronaldo gilt als unverkäuflich, der Marktwert kann daher nicht wirklich bestimmt werden – aus diesem Grund führt auch der Waliser Gareth Bale die Rangliste an.

 

Erzielt wieder ein Spanier die meisten Tore?

Zwei Mal in Folge wurden zuletzt Spanier zum besten Torjäger gekürt. Allerdings hat sich das Gesicht der spanischen Mannschaft seit den letzten Erfolgen und auch nach der Enttäuschung bei der WM in Brasilien verändert.

Als torgefährlichste Stürmer der Furia Roja werden aktuell Alvaro Morata und Aritz Aduriz gehandelt, nachdem es einige Topstars wie Diego Costa, Fernando Torres oder Paco Alcacer gar nicht in den Kader der Spanier geschafft haben.

 

PorträtAlvaro Morata (Spanien) begann seine Karriere bei Real Madrid und wurde mit dem “Weißen Ballett” Meister (2011/12), Pokalsieger (2010/11, 2013/14) und Champions League Sieger (2013/14), der Sprung zum Stammspieler im Starensemble gelang ihm aber nicht. Das wurde er anschließend bei Juventus Turin, wo er in seinem ersten Jahr ebenfalls Meister und Pokalsieger wurde und das Finale der Königsklasse erreichte. Von Italien aus schaffte er auch den Sprung ins Nationalteam, wo er in bisher 8 Länderspielen 1 Tor erzielte.

 

Gruppen EM 2016

 

Schlägt Belgiens Goalgetter Lukaku bei der EM zu?

Wenn es um den Titel des EM-Torschützenkönigs geht, wird auch häufig der Belgier Romelu Lukaku genannt. Der Mittelstürmer des Weltranglisten-Ersten (bis April 2016) wäre in diesem Fall den etwa 13- bis 18-fachen Wetteinsatz wert.

Erschwerend könnte sich für den Everton-Stürmer erweisen, dass die Belgier mit Italien einen sehr starken Gruppengegner zu bekämpfen haben, gegen den das Toreschießen sicherlich nicht allzu leicht fallen wird.

 

PorträtRomelu Lukaku (Belgien): Der 23-jährige Stürmer begann seine Profikarriere beim RSC Anderlecht, wo er in 55 Ligspielen 23 Tore erzielte, ehe er bereits als 18-Jähriger vom FC Chelsea nach England geholt wurde. Bei den Londonern setzte er sich aber nicht durch und wurde zu West Bromwich verliehen und traf in 35 Ligaspielen 17 Mal. Seit 2013 stürmt er für den FC Everton (40 Tore in 87 Spielen in der Premier League bis Februar 2016). Im belgischen Nationalteam kam er seit 2010 42 Mal zum Einsatz und erzielte 11 Tore.

 

Lewandowski ist Polens Torgarant

Zu den absoluten Topstürmern in Europa zählt zweifellos der Pole Robert Lewandowski. Der Bayern-Torjäger hat jedoch, wohl in noch stärkerem Maße wie Cristiano Ronaldo, das Handicap, dass seinem Nationalteam kein Platz im absoluten Spitzenfeld zugetraut wird.

Somit liegen die EM-Quoten für Lewandowski als bestem Torschützen des Turniers zum Teil nahe der 20er-Marke. Noch mehr Geld zu gewinnen wäre im Falle eines Sieges der ebenfalls zu den Topstars zählenden Zlatan Ibrahimovic und Gareth Bale.

 

PorträtRobert Lewandowski (Polen): Der 27-jährige Stürmer begann seine Karriere in Polen wurde 2010 mit Lech Posen polnischer Meister und Torschützenkönig und wechselte anschließend in die Bundesliga zu Borussia Dortmund. Mit dem BVB wurde er zwei Mal Meister und erzielte in 131 Spielen 74 Tore. 2014 wurde er außerdem Torschützenkönig und wechselte zu den Bayern, mit denen er ebenfalls Meister wurde und in 52 Bundesligaspielen 39 Tore (Stand Februar 2016) erzielte. Für Polens Nationalteam erzielte er in 74 Länderspielen 34 Tore.

 

Noch mehr Geld zu gewinnen wäre im Falle eines Sieges der ebenfalls zu den Topstars zählenden Zlatan Ibrahimovic und Gareth Bale.

 

Superstars als Außenseiter: Gareth Bale und Zlatan Ibrahimovic

Auch hier wird den Nationalteams von Schweden bzw. Wales kein allzu langer Verbleib im Turnier zugetraut, weshalb bei beiden Spielern die Quoten auf den Titel des Torschützenkönigs jenseits der 30 liegen.

 
Zlatan Ibrahimovic (Schweden)

Er bezeichnet sich gerne selbst als König des Fußballs. Zur neuen Saison wird Superstar Zlatan Ibrahimovic Paris St. Germain den Rücken kehren und sich eine neue Herausforderung suchen. Derzeit hat es den Anschein, als würde er in der kommenden Spielzeit unter José Mourinho bei Manchester United auflaufen.

Für die schwedische Auswahl konnte der 34-Jährige in seiner bisherigen Laufbahn in 112 Spielen starke 62 Tore erzielen. In der Qualirunde waren es ganze acht Treffer in ebenso vielen Spielen. Bei der EM werden dem skandinavischen Team jedoch nur Außenseiterchancen eingerechnet, so dass Bet365 eine Quote von 34,00 springen lässt.

 
Gareth Bale (Wales)

Im weißen Ballett von Real Madrid läuft Gareth Bale in schöner Regelmäßigkeit zur Hochform auf. Der 26-jährige Waliser ist mit einer gezahlten Ablöse von 101 Millionen Euro der derzeit teuerste Spieler der Fußballgeschichte. In der abgelaufenen Saison kam der gefeierte Nationalheld aus Wales auf 19 Tore und 15 vorlagen in 31 Pflichtspieleinsätzen.

Für die walisische Auswahl brachte es der Leistungsträger von der Insel in der Qualiphase für das diesjährige Turnier in Frankreich auf starke sieben Tore in zehn Einsätzen. Großes Manko, vor allem aber für alle Wettfans: Wie bereits bei Ibrahimovic, wird auch dem Team rund um Superstar Bale keine große Überraschung zugetraut, weshalb man gleich das 34-fache seines Einsatzes wieder zurückbekommen würde, sollte sich der Angreifer den Goldenen Schuh sichern.

 
EM 2016 Spielplan https://www.sportwettentest.net

 

alle Wettquoten zur EM 2016 im Überblick