Die Schweiz sieht bei der EM 2016 in Frankreich die Chance, erstmals bei der Endrunde einer Europameisterschaft über die Gruppenphase hinauszukommen.

Bei den bisherigen Teilnahmen 1996, 2004 und auch 2008, wo man gemeinsam mit Österreich als Veranstalter fungierte, war das nicht geglückt. Weitaus größere Erfolge feierte das Schweizer Nationalteam bisher bei Weltmeisterschaften, wo bereits mehrfach die K.o.-Phase erreicht wurde.
 

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Zwar haben die Schweizer bei der Gruppenauslosung im Dezember 2015 mit Veranstalter Frankreich einen der Turnierfavoriten zugeteilt bekommen, die weiteren Gegner Rumänien und Albanien werden aber von vielen Experten und Wettanbietern schwächer als die Eidgenossen eingeschätzt. Das zeigt sich auch in den Wettquoten.

So wird den Schweizer nach dem Einzug ins Achtelfinale auch ein Sprung ins Viertelfinale durchaus zugetraut. Bereits bei den letzten EM-Turnieren hat sich gezeigt, dass auf der Ebene der Nationalmannschaften immer wieder Überraschungen möglich sind.

 

Wie weit kommt die Schweiz bei der EM 2016?

 

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Europameister
Finale
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Achtelfinale
Gruppensieg

Die Schweiz ist im Achtelfinale ausgeschieden.

 

Das Erreichen des Endspiels oder gar der Turniersieg erscheint den meisten Wettanbietern dann aber doch reichlich unwahrscheinlich. Mit einem Tipp auf die Schweiz als Europameister 2016 könnten risikofreudige Sporttipper bei einigen Anbietern das bis zu 70-fache ihres Einsatzes gewinnen.

 
In der FIFA-Weltrangliste rangierte die Schweiz zu Beginn des Jahres 2016 auf dem 12. Platz und ist damit die am besten klassierte Nation der Gruppe A.
 

Allerdings erklärt sich der 24. Platz der Franzosen vor allem dadurch, dass die Equipe Tricolore als Veranstalter von der Qualifikation befreit war und dadurch nur Freundschaftsspiele bestreiten konnte, deren Bedeutung in der Weltrangliste deutlich niedriger eingestuft wird.

 

Bei der WM war die Schweiz gegen Frankreich chancenlos

Mit den Franzosen trafen die Schweizer bereits bei der WM-Endrunde 2014 in Brasilien in derselben Gruppe aufeinander. Damals setzten sich die beiden europäischen Nationen vor Ecuador und Honduras durch und erreichten die K.o.-Phase.

 
DetailAllerdings ging das direkte Duell gegen Frankreich für die Schweiz massiv daneben. Nach einem 0:3-Pausenrückstand zogen die Franzosen nach der Pause gar auf 5:0 davon, ehe den Eidgenossen im Finish noch eine Resultatskorrektur auf 2:5 gelang.
 

Rumänien ist derzeit die Nummer 16 der Welt und wird damit wohl der härteste Konkurrent der Schweizer um den Einzug in das EM 2016 Achtelfinale werden.

 
Infografik zur Schweiz bei der Fußball EM 2016Infografik: zum insgesamt vierten Mal ist die Schweiz nun bei einer Endrunde der Fußball Europameisterschaft dabei, bisher war noch jedes Mal nach der Vorrunde Schluß für die Nati.

Knapp am Aufstieg in die erste K.O.-Runde ist man bei der Heim-EM 2008 gescheitert, diesmal sollte das Überstehen der Gruppenphase für die Schweizer aber machbar sein – auch weil die Erweiterung des Teilnehmerfeldes auf 24 Mannschaften den Modus für den Aufstieg in das Achtelfinale einfacher gemacht hat.

 

Gruppenplatzierung hat große Bedeutung

Wobei zu berücksichtigen ist, das sich nicht nur die beiden Ersten jeder Gruppe sondern darüber hinaus auch die besten vier Gruppendritten für die K.o.-Phase qualifizieren.

Da der vierte Gruppengegner Albanien als krasser Außenseiter gehandelt wird, bestehen daher gute Chancen, dass auch der Dritte der Gruppe A in die Runde der besten 16 vordringen kann.

 

InfoDabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die jeweiligen Gruppendritten im Achtelfinale einen deutlich schwierigeren Gegner zu erwarten haben, nämlich einen der sechs Gruppensieger. Als Dritter der Gruppe A könnte die Schweiz damit zu Beginn der K.o.-Phase auf Weltmeister Deutschland oder auf England treffen.

 

Mit den Engländern trafen die Eidgenossen bereits in der Qualifikation aufeinander und verloren zwei Mal deutlich, jeweils mit 0:2. Am wahrscheinlichsten erscheint es allerdings, dass die Schweizer als Gruppen-Zweite ins Achtelfinale einziehen.

In diesem Fall würde die „Nati“ auf den Zweiten der Gruppe C treffen, der wahrscheinlich Polen heißen würde. Ein Aufeinandertreffen mit Robert Lewandowski und seinen Kollegen wäre sicherlich eine anspruchsvolle, aber nicht unmögliche Aufgabe.

 
EM 2016 Schweiz Stadion und Fans
 

Falls man diese Herausforderung übersteht, müssten die Schweizer im EM-Viertelfinale in jedem Fall mit dem Aufeinandertreffen mit einer Topnation rechnen.

 
KalkulationWenn es streng nach der Papierform geht, könnte es dabei zu einer Begegnung mit Titelverteidiger Spanien kommen, in der die Schweizer wohl als krasse Außenseiter bei den Buchmacher Quoten gelten würden.
 

Allerdings haben die Eidgenossen bereits bewiesen, dass sie für Überraschungen gut sind. So besiegten sie etwa bei der WM 2010 die Spanier im ersten Gruppenspiel mit 1:0 und waren das einzige Team, das den späteren Weltmeister in die Knie zwingen konnte.

 

Als Quali-Zweiter souverän zur Endrunde

In der Qualifikation hatten die Schweizer trotz der beiden Niederlagen gegen England keine Probleme, das Ticket für die Endrunde in Frankreich zu lösen.

Zwar waren die „Three Lions“ als einziges Team, das die Qualifikation ohne Punktverlust überstand, unerreichbar, der Vorsprung auf die drittplatzierten Slowenen war mit fünf Punkten aber komfortabel.

Denn obwohl sich die Mannschaft von Vladimir Petkovic im Auswärtsspiel in Maribor Slowenien mit 0:1 geschlagen geben musste, holten die Schweizer insgesamt sieben Siege und distanzierten neben den Slowenen auch Estland, Litauen und San Marino deutlich.

 


Die Tore der Schweiz in der Qualifikation für die EM-Endrunde in Frankreich.
(Quelle: YouTube/Schweiz Fussball )

 

Duell mit Albanien zum Auftakt

Der erste Gegner, den die Schweizer in Frankreich zu bekämpfen haben, wird am 11. Juni 2016 in Lens der vermeintlich schwächste Gruppengegner Albanien sein.

 
RufzeichenDieses Duell verspricht dennoch einige Brisanz, da mehrere Schweizer Nationalspieler albanische Wurzeln haben. Zu diesen zählen Stützen wie Xherdan Shaqiri, Valon Behrami, Admir Mehmedi, Blerim Dzemaili und Granit Xhaka.

 
Taulant Xhaka, der Bruder des Letztgenannten, spielt für Albanien, womit es bei der Endrunde voraussichtlich zu einem Bruderduell kommt, ähnlich jenem der Brüder Boateng bei der WM 2014 zwischen Deutschland und Ghana.

 

Wann scheidet die Schweiz bei der EM 2016 aus?

 

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Halbfinale
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Achtelfinale
Gruppenphase

Die Schweiz ist im Achtelfinale ausgeschieden.

 

In der Weltrangliste sind die Albaner nicht in den Top 30 klassiert. Von allen Endrundenteilnehmern rangierte im März 2016 nur noch Island als 38. dahinter. Allerdings sorgten gerade die Isländer in der Qualifikation für Furore.

Diese verlief bei den Albanern sehr turbulent. Bereits im ersten Gruppenspiel feierten sie einen 1:0-Auswärtssieg bei den favorisierten Portugiesen. Nach einem 1:1 im Heimspiel gegen Dänemark kam es in Serbien zum Eklat, der mit einer 3:0-Strafverifizierung für die Albaner endete.

Am Ende reichten zwei Siege gegen Armenien und ein Remis in Kopenhagen, um die Dänen auf Distanz zu halten und mit zwei Punkten Vorsprung den zweiten Gruppenplatz zu fixieren.

 

Vorentscheidung um den Aufstieg gegen Rumänien?

Im zweiten Gruppenspiel trifft die Schweiz am 15. Juni im Pariser Prinzenparkstadion auf Rumänien. Dieser Begegnung wird im Kampf um einen der beiden ersten Gruppenplätze entscheidende Bedeutung zukommen.

Die Rumänen belegten in der Qualifikationsgruppe F mit einem Punkt Rückstand auf Nordirland den zweiten Platz und qualifizierten sich damit ebenfalls direkt für die Endrunde in Frankreich.

 

BallBemerkenswert an der Vorstellung der Rumänen ist die Tatsache, dass sie in allen zehn Gruppenspielen ungeschlagen blieben und insgesamt nur 2 (!) Gegentreffer zuließen. Dass es trotz eines 2:0-Heimsieges über Gruppensieger Nordirland nur zu Platz zwei reichte, lag an den insgesamt fünf Remis, darunter drei Mal 0:0.

 
Die drittplatzierten Ungarn, die sich in der Relegation ebenfalls für die Endrunde qualifizierten, wurden um vier Punkte distanziert. Finnland, die Färöer und Ex-Europameister Griechenland als Letzter wurden deutlich abgehängt.

 

Die Spiele der Schweiz von 11. bis 19. Juni – Vorrunde EM 2016

DatumAnstoßDuellQuoten1x2Erg.
11.06.15:00Albanien – SchweizBet365 Logo5,503,401,830:1
15.06.18:00Rumänien – SchweizInterwetten Logo3,003,152,501:1
19.06.21:00Schweiz – FrankreichTipico Logo5,702,901,880:0

 

Am letzten Spieltag der Gruppe A wird die Schweiz am 19. Juni 2016 in Lille auf Veranstalter Frankreich treffen. Im Optimalfall aus Sicht der Schweizer sind zu diesem Zeitpunkt beide Nationen durch zwei Siege in den beiden ersten Partien bereits fix für das Achtelfinale qualifiziert.

Aber selbst in diesem Fall wäre die Begegnung sicherlich nicht bedeutungslos, geht es doch auch um den Gruppensieg und damit eine möglichst gute Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf.

 

Mehrere Bundesligaspieler im Schweizer Team

Der seit 2014 im Amt befindliche Nationaltrainer Vladimir Petkovic kann auf eine erfahrene Mannschaft zurückgreifen. Viele Spieler sind in großen internationalen Ligen engagiert, ein großer Teil davon in Deutschland.
 

Icon InfoSo sind die drei Teamtorhüter Yann Sommer, Roman Bürki und Marwin Hitz alle in der Bundesliga engagiert und zählen zu den Leistungsträgern ihrer Klubs.

 
In der Abwehr zählen neben Stephan Lichtsteiner von Juventus Turin auch Johan Djourou vom Hamburger SV und der Hoffenheimer Fabian Schär sowie Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg zu den Stützen.

 
Infografik: Marktwert Spieler Schweiz EM 2016Infografik: Ehemalige und aktuelle Spieler aus der Deutschen Bundesliga zählen zu den heißesten Aktien im Schweizer Team.
 

Nicht für den EM-Kader berücksichtigt wurde der langjährige Kapitän Gökhan Inler, der beim englischen Sensationsmeister Leicester City über eine Reservistenrolle nicht hinauskam.

Mit dabei sind dagegen die ebenfalls in der Premier League spielenden Xherdan Shaqiri (Stoke City) und Valon Behrami (Watford). Zu den Mittelfeldstützen der “Nati” zählen auch Blerim Dzemaili vom FC Genoa und Mönchengladbachs Granit Xhaka.

 

KalkulationIm Angriff ist die Schweiz ebenfalls gut besetzt, allerdings kamen die in der Bundesliga engagierten Angreifer Josip Drmic, Admir Mehmedi und Haris Seferovic zuletzt nicht wie gewünscht zur Geltung und zum Teil auch nur unregelmäßig zum Einsatz.

 

Alle Gruppen der EM 2016 im Überblick

Gruppen EM 2016

 

alle Wettquoten zur EM 2016 im Überblick