Im Gegensatz zu einigen anderen Nationen, die 2016 in Frankreich erstmals an einer EM-Endrunde teilnehmen – wie Albanien, Island, Nordirland, Wales und die Slowakei – ist Rumänien in dieser Hinsicht vergleichsweise arriviert.

Bereits zum fünften Mal nach 1984, 1996, 2000 und 2008 sind die Rumänen bei einer EM-Endrunde mit dabei. Der ganz große Erfolg war für die Osteuropäer bisher noch nicht dabei. 2000 erreichte man das Viertelfinale, ansonsten schied man jeweils bereits in der Vorrunde aus.
 

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Auch bei Weltmeisterschaften waren die Rumänen bereits mehrfach vertreten. Insgesamt sieben Mal, zuletzt allerdings bei der WM 1998, die wie die diesjährige EM-Endrunde in Frankreich stattfand.

Darin besteht aber nicht die einzige Parallele aus rumänischer Sicht. Denn auch der Teamtrainer war 1998 derselbe wie 2016, nämlich Anghel Iordanescu. Freilich war der 64-fache Nationalspieler seit damals nicht die gesamte Zeit über als Teamcoach tätig.

 

Wie weit kommt Rumänien bei der EM 2016?

 

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Gruppensieg

Rumänien ist in der Gruppenphase ausgeschieden.

 

Insgesamt übernahm Iordanescu in seiner Karriere dreimal das Traineramt in seinem Heimatland. Von 1993 bis 1998 prägte er die wohl erfolgreichste Zeit des rumänischen Fußballs rund um Superstar Gheorghe Hagi, die ihren Höhepunkt mit dem Erreichen des Viertelfinales bei der WM 1994 in den USA erlebte, als man erst im Elfmeterschießen an Schweden scheiterte.

Aber auch von 2002 bis 2004 war Iordanescu rumänischer Teamchef und zehn Jahre später sprang er neuerlich ein und schaffte mit der Mannschaft die direkte Qualifikation für die EM Endrunde 2016.

 
HighlightBemerkenswert daran war, dass Rumänien die Qualifikation ungeschlagen absolvierte. Das gelang nur noch drei weiteren Nationen (England, Italien und Österreich). Noch erstaunlicher ist, dass die Rumänen in den zehn Qualifikationsspielen insgesamt nur zwei Gegentreffer zuließen.
 

Dass es dennoch nicht zum Gruppensieg reichte, lag daran, dass man neben fünf Siegen ebenso oft nur ein Unentschieden erreichte, wie etwa in den Heimspielen gegen Ungarn, Griechenland und Finnland.

Am Ende fehlte ein Punkt auf den Gruppensieger Nordirland. In der Weltrangliste war Rumänien im März 2016 auf Platz 16 der FIFA-Weltrangliste zu finden und damit vor einer Reihe anderer EM-Teilnehmer wie der Türkei, Russland, Kroatien, der Ukraine, Tschechien, der Slowakei oder Polen und Schweden.

 

Rumänien blieb in der Qualifikation für die EURO 2016 unbesiegt. (Quelle: YouTube/Danny DweHD )


 

Auch EM-Gastgeber Frankreich war hinter den Rumänen klassiert, was freilich daran liegt, dass die Equipe Tricolore keine Qualifikation zu absolvierten hatte, dadurch aber auch keine entsprechenden Ranglistenpunkte sammeln konnte.

 
Icon RufzeichenAber trotz der guten Platzierung in der Weltrangliste, wird Rumänien in den EM-Quoten der Wettanbieter lediglich eine Außenseiterrolle zugedacht. So kann im Fall des EM-Titels beim Wettanbieter Bet365 der 251-fache Wetteinsatz gewonnen werden.
 

Lediglich ein Titelgewinn von Albanien, Nordirland oder Ungarn wäre aus Sicht der Buchmacher noch unwahrscheinlicher. Diese Außenseiterrolle könnte den Rumänen aber durchaus entgegenkommen.

 

Viel Qualität in der Defensive

Die Spiele in der Qualifikation haben bereits gezeigt, wie schwer es ist, die Rumänen zu besiegen oder gegen sie auch nur ein Tor zu erzielen. Diese Qualitäten wird die Iordanescu-Truppe wohl auch in Frankreich ins Treffen führen.

Da dem Trainerroutinier – anders als in den 1990er-Jahren mit Gheorghe Hagi – kein Superstar zur Verfügung steht, setzt er ganz auf mannschaftliche Geschlossenheit.

 
BallEs ist auch wenig überraschend, dass die bekanntesten Akteure der Rumänen in der Abwehr zu finden sind. Die Torhüterposition ist mit Ciprian Tatarusanu vom AC Florenz sowie Costel Pantilimon vom FC Watford hervorragend besetzt, in der Qualifikation bekam meist Tatarusanu den Vorzug.
 

In der Innenverteidigung lassen der beim SSC Neapel tätige Vlad Chiriches und der in Katar spielende Dragos Grigore nur wenige Chancen zu und auf der linken Verteidigerposition ist Kapitän Razvan Rat von Rayo Vallecano auch mit 34 Jahren noch erste Wahl.

Im Mittelfeld haben die Rumänen mit Alexandru Maxim vom VfB Stuttgart auch einen Spieler aus der deutschen Bundesliga im Kader, ansonsten ist kein weiterer Kaderspieler in einer europäischen Topliga engagiert.

Für die Tore sollen Flügelstürmer Gabriel Torje und Bogdan Stancu sorgen, die beide in der türkischen Süper Liga (Osmanlispor bzw. Genclerbirligi) tätig sind. Dazu kommt noch Mittelstürmer Claudiu Keserü vom bulgarischen Erstligisten Ludogorets Razgrad.

 

Ungeschlagen in der Qualifikation

In der Qualifikation funktionierte die Offensive aber zum Leidwesen der Rumänen nur streckenweise. Insgesamt wurden in zehn Spielen nur elf Tore erzielt, davon allein drei im letzten Gruppenspiel beim 3:0 gegen die Färöer.

Gestartet waren die Rumänen in die EM-Qualifikation noch unter Nationaltrainer Viktor Piturca. Der Auftakt verlief mit einem 1:0-Auswärtssieg in Griechenland vielversprechend und nach dem 1:1-Heimremis gegen Ungarn gab es einen 2:0-Auswärtssieg in Finnland.
 

DetailTrotz dieser Bilanz verkündete Piturca nach den ersten drei Gruppenspielen seinen Rücktritt und wechselte nach Saudi-Arabien zum FC Ittihad Dschidda. Somit wurde Anghel Iordanescu zum dritten Mal rumänischer Teamtrainer.

 
Gleich in seinem ersten Qualifikationsspiel fügte Rumänien in Bukarest dem späteren Gruppensieger Nordirland mit 2:0 die einzige Niederlage zu. Nach einem mühevollen 1:0-Heimsieg über die Färöer folgten drei torlose Begegnungen in Folge gegen Nordirland, Ungarn und Griechenland.

In diesen Partien und dem darauffolgenden 1:1 im Heimspiel gegen Finnland ließen die Rumänen den durchaus möglichen Gruppensieg liegen. Aber auch als Gruppenzweiter gelang souverän die Qualifikation für die Endrunde in Frankreich.

 

Wann scheidet Rumänien bei der EM 2016 aus?

 

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Finalniederlage
Halbfinale
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Gruppenphase

Rumänien ist in der Gruppenphase ausgeschieden.

 

Rumänien eröffnet die Endrunde

Die Auslosung des Finalturniers im Dezember 2015 bescherte den Rumänen mit Veranstalter Frankreich zwar einen der großen Favoriten des Turniers, die weiteren Gegner in der Gruppe A – die Schweiz und Albanien – lassen aber durchaus Chancen auf einen möglichen Achtelfinaleinzug.

Die rumänische Mannschaft wird am 10. Juni 2016 gleich im Eröffnungsspiel in Saint-Denis gegen Frankreich zu sehen sein. In dieser Begegnung auf dem EM 2016 Spielplan sind die Gäste klarer Außenseiter, können aber gerade aus diesem Grund nur gewinnen.

 
RufzeichenDie Länderspielbilanz von Rumänien gegen Frankreich ist freilich mit nur drei Siegen in 15 Spielen klar negativ. Neben fünf Remis gab es sieben Siege der Franzosen. Beim letzten Aufeinandertreffen am 6. September 2011 gab es bei der Eröffnung der neuen „Arena Nationala“ in Bukarest ein torloses Unentschieden.
 

Ein ähnliches Resultat werden die Rumänen wohl auch im Auftaktspiel der EM 2016 anstreben und wenn man sich die jüngsten Ergebnisse betrachtet, erscheint dies gar nicht unwahrscheinlich, zumal sich die Teams bei Auftaktspielen von großen Turnieren häufig etwas zurückhaltend geben.

 

Die Spiele von Rumänien von 10. bis 19. Juni – Vorrunde EM 2016

DatumAnstoßDuellQuoten1x2Erg.
10.06.21:00Frankreich – RumänienBet365 Logo1,405,3012,02:1
15.06.18:00Rumänien – SchweizInterwetten Logo3,003,152,501:1
19.06.21:00Rumänien – AlbanienTipico Logo2,203,403,300:1

 

Schlüsselspiel gegen die Schweiz

Während die Rumänen gegen den EM-Gastgeber nur positiv überraschen können, so fällt bereits im zweiten Gruppenspiel am 15. Juni im Pariser Prinzenparkstadion wohl eine Vorentscheidung um den Einzug in die K.o.-Phase.

Denn die Schweiz ist bei der EM voraussichtlich jener Gegner, den die Rumänen hinter sich lassen müssen, wenn sie den zweiten Gruppenplatz erobern wollen, um sicher das Achtelfinale zu erreichen.
 

Wie Rumänien so belegte auch die Schweiz in ihrer Qualifikationsgruppe den zweiten Platz. Allerdings wiesen die Eidgenossen auf den Gruppensieger England einen Rückstand von neun Punkten auf.

 
Die auf Platz drei rangierenden Slowenen wurden von den Schweizern mit fünf Punkten Vorsprung deutlich distanziert, sodass die EM-Qualifikation niemals ernstlich in Gefahr geriet. Insgesamt feierten die Eidgenossen in zehn Spielen sieben Siege und verloren drei Mal (zwei Mal gegen England und ein Mal in Slowenien).

EM 2016 SchweizIn den direkten Duellen gegen die Schweizer haben die Rumänen mit 5:4-Siegen knapp die Nase vorn. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 30. Mai 2012 in Luzern statt und endete mit einem 1:0-Auswärtssieg der Rumänen.

Dennoch sehen die Buchmacher in ihren Wettquoten recht deutliche Vorteile auf Seiten der Eidgenossen. Diese könnten sich aber im Vorfeld der EM auch noch ändern.

 

Pflichtsieg gegen Albanien?

Das abschließende Gruppenspiel tragen die Rumänen am 19. Juni in Lyon gegen Albanien aus. In diesem Duell ist Rumänien klarer Favorit der Sportwettenanbieter.

Dennoch dürfen sie das Spiel gegen die Albaner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich hat sich bereits in der Qualifikation gezeigt, dass es den Rumänen auch gegen unterlegene Gegner oft schwerfiel, Tore zu erzielen.

 
BerechnungDenn die Albaner werden zumindest mit viel Kampfgeist dagegenhalten. In einer recht turbulent verlaufenen Qualifikationsgruppe, in der vor allem die Duelle mit Serbien nicht nur auf sportlicher Ebene im Mittelpunkt standen, reichte es zum zweiten Platz hinter Gruppensieger Portugal.

 
Die Dänen, gegen die die Albaner zwei Mal unentschieden spielten, konnten um zwei Punkte distanziert werden. Den Grundstein für die erste EM-Teilnahme legte man bereits im ersten Spiel mit einem sensationellen 1:0-Auswärtssieg über Portugal, der einzigen Niederlage für Cristiano Ronaldo & Co.

Die Länderspielbilanz der Rumänen gegen Albanien ist jedenfalls klar positiv. In 16 Begegnungen gab es 11 Siege und nur 2 Niederlagen. Drei Spiele endeten unentschieden. Das letzte Aufeinandertreffen fand im Mai 2014 im schweizerischen Sion statt und endete mit einem 1:0-Erfolg der Rumänen.

 

Runde der besten 16 ist bis zuletzt möglich

Das letzte Gruppenspiel gegen Albanien hat für Rumänien in jedem Fall große Bedeutung, da hier noch wichtige Entscheidungen bezüglich des Achtelfinaleinzugs fallen können.

Denn selbst wenn die Rumänen die ersten beiden Partien gegen Frankreich und die Schweiz verlieren sollten, lebt im Falle eines Sieges über die Albaner noch die Chance, als einer der vier besten Gruppendritten in die K.o.-Phase einzuziehen.

Insbesondere dann, wenn die Spiele der Gruppe mit vorwiegend knappen Resultaten enden sollten, was aufgrund der jüngsten Ergebnisse der Rumänen durchaus vorstellbar ist.

 
WaageIm Falle eines Remis zwischen der Schweiz und Rumänien könnte es dabei im letzten Gruppenspiel im Kampf um Platz zwei auch um die Tordifferenz gehen. Denn es dürfte doch ein großer Unterschied bestehen, ob man als Zweiter oder Dritter einer Gruppe ins Achtelfinale einzieht.
 

Denn der Gruppen-Zweite der Gruppe A trifft zum Auftakt der K.o.-Phase auf den Zweiten der Gruppe C, das könnten Polen oder die Ukraine sein. Dagegen könnte dem Gruppen-Dritten bereits im Achtelfinale ein Aufeinandertreffen mit Weltmeister Deutschland bevorstehen.

 

Alle Gruppen der EM 2016 im Überblick

Gruppen EM 2016

 

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