Zum zweiten Mal nach 2008 ist Österreich bei einer EM-Endrunde mit dabei. Aber zum ersten Mal hat sich die Alpenrepublik auch auf sportlichem Wege für ein europäisches Finalturnier qualifiziert.

Denn 2008 musste Österreich als Veranstalter gemeinsam mit der Schweiz keine Qualifikationsspiele absolvieren. Damals schied die von Josef Hickersberger betreute Mannschaft in der Vorrunde aus. Neben knappen 0:1-Niederlagen gegen Kroatien und Deutschland erreichte man gegen Polen immerhin ein 1:1.

 

Icon Top Quote
Deutschland Europameister: beste Quote 4,50 bei Mybet

 
Seit 1960 werden alle vier Jahre EM-Endrunden veranstaltet. Zunächst nur mit vier Mannschaften, 1980 wurde der Kreis auf acht und 1996 auf 16 Teams erweitert. Heuer in Frankreich sind erstmals 24 Mannschaften mit dabei.

Allerdings sind die Österreicher trotz der erstmaligen Qualifikation gar kein Nutznießer dieses Systems. Denn mit neun Siegen und einem Unentschieden in den zehn Spielen ging Österreich als klarer Sieger der Qualifikationsgruppe G vor Russland, Schweden, Montenegro, Liechtenstein und Moldawien hervor.

 
EM 2016 ÖsterreichDas brachte den Österreichern nicht nur die erste EM-Teilnahme ein, sondern katapultierte die rot-weiß-rote Auswahl zu Beginn des Jahres 2016 auch auf Platz zehn der FIFA-Weltrangliste. So weit vorne lag das Team Austria in der seit 1993 geführten Rangliste noch nie.

 

Wie weit kommt Österreich bei der EM 2016?

 

Bet365 LogoInterwetten LogoBwin LogoTipico LogoMybet LogoBetsafe LogoBet3000 LogoBetway Logo
Icon Pfeil rechtszum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Europameister
Finale
Halbfinale
Viertelfinale
Achtelfinale
Gruppensieg

Österreich ist in der Gruppenphase ausgeschieden.

 

Zwar zählt Österreich in Frankreich nicht zum Favoritenkreis, der vor allem von Frankreich, Deutschland und Spanien gebildet wird. Mit Wettquoten im Bereich zwischen 30,0 und 50,0 auf den Gewinn des EM-Titels liegt man aber im Bereich der Plätze acht bis zehn.

 
ErfolgIn früheren Jahren zählte Österreich zu den weltweit führenden Fußballnationen, diese Zeit liegt jedoch lange zurück. Zu Beginn der 1930er-Jahre sorgte das „Wunderteam“ für Furore und gewann 1932 auch den „Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften“ vor Italien, Ungarn und der Tschechoslowakei.

 
EM 2016 Quoten ÖsterreichUnsere Infografik zeigt die größten EM-Erfolge von Österreich – diese fallen aber bisher äußerst bescheiden aus. Erst einmal durften die Österreicher bei einer EM-Endrunde mitspielen, als Co-Veranstalter mit der Schweiz im Jahr 2008 war man automatisch qualifiziert. Mit lediglich einem Punkt aus drei Spielen war nach der Gruppenphase aber auch schon wieder Schluss.

 
1934 wurde Österreich WM-Vierter und 20 Jahre später sorgte man mit Platz drei für das bis heute beste Abschneiden bei einem Endrundenturnier. Erst bei der WM 1978 in Argentinien konnte man, unter anderem mit einem Sieg über Deutschland, wieder einigermaßen an frühere Erfolge anschließen.

 

Legionäre machen Österreich stark

Das vom Schweizer Marcel Koller betreute Team von 2016 hat allerdings durchaus die Möglichkeit, für neue rot-weiß-rote Glanzlichter zu sorgen. Die Mannschaft besteht fast ausschließlich aus Spielern, die in großen europäischen Ligen engagiert sind, viele davon in Deutschland.

Eine der wenigen Ausnahmen ist der bei Austria Wien engagierte Torhüter Robert Almer, der sich in Deutschland weder bei Fortuna Düsseldorf, noch bei Energie Cottbus oder Hannover 96 als Stammtorhüter etablieren konnte, aber bei Teamchef Koller gesetzt ist.

Allerdings fiel er nach einer Knieverletzung einige Monate aus, während etwa Ramazan Özcan starke Leistungen beim Bundesliga-Aufsteiger Ingolstadt zeigte.

 


Ohne Niederlage qualifizierte sich Österreich für die EM-Endrunde in Frankreich.
(Quelle: YouTube/TTVcooperations )

 

In der Abwehr kämpfen neben Aleksandar Dragovic von Dynamo Kiew die England-Legionäre Sebastian Prödl (Watford, davor Werder Bremen), Kevin Wimmer (Tottenham, davor 1. FC Köln) sowie Neu-Gladbacher Martin Hinteregger um einen Platz in der Innenverteidigung

Auch auf den Außenverteidigerpositionen finden sich bei Österreicher bekannte Namen. Der frühere Schalker Christian Fuchs ist Kapitän der Mannschaft und fixe Größe beim englischen Sensationsteam Leicester City. Auf der rechten Seite fighten Stuttgarts Florian Klein und Darmstadts György Garics um einen Platz in der Startelf.
 

DetailPrunkstück der Österreicher ist das Mittelfeld mit Bayern-Star David Alaba, der bei den Münchnern meist in der Abwehr eingesetzt wird, im Nationalteam aber deutlich offensiver agiert.

 
Unterstützt wird er von Bremens Zlatko Junuzovic und dem früheren Bremer Marko Arnautovic, der nun bei Stoke City engagiert ist. Dazu kommen mit Julian Baumgartlinger von Mainz 05 und Martin Harnik vom VfB Stuttgart zwei weitere Bundesliga-Profis.

Für die Tore soll Mittelstürmer Marc Janko vom FC Basel sorgen. Der Angriff ist aber jener Bereich, der bei den Österreichern am dünnsten besetzt ist. Wenn Janko nicht fit ist, würden wohl Rubin Okotie von Zweitliga-Nachzügler 1860 München oder Ingolstadts Lukas Hinterseer zum Zug kommen.

 
Infografik: Marktwert Spieler Österreich EM 2016Infografik: Bayern-Star David Alaba ist der wertvollste Spieler der österreichischen Mannschaft. Viele Spieler sind oder waren in der Deutschen Bundesliga engagiert.
 

Machbare Gruppe für Österreich

Bei der Auslosung der Endrundengruppen im Dezember 2015 in Paris wurde Österreich gemeinsam mit Portugal, Ungarn und Island die Gruppe F zugewiesen.

Die Mehrheit der Wettanbieter gibt den Österreichern gute Chancen das Achtelfinale zu erreichen, für das sich neben dem Ersten und Zweiten der Gruppe auch der Dritte qualifiziert, falls er zu den vier besten Gruppen-Dritten (von insgesamt sechs Vorrunden-Gruppen) zählt.

 
PfeilAls Favorit auf den Gruppensieg gilt Portugal, aber auch die Österreicher werden in der K.o.-Phase erwartet. Für einen Tipp auf den Achtelfinaleinzug der Mannschaft von Marcel Koller lautet die Quote fast einheitlich 1,25.

 
Freilich sollten auch die weiteren Gegner Island und Ungarn nicht unterschätzt werden. So ließen die Isländer etwa den WM-Dritten Niederlande klar hinter sich und waren mitverantwortlich, dass der Europameister von 1988 in Frankreich gar nicht mit dabei ist.

 

Die Qualifikation gelang souverän

Österreich startete im September 2014 mit einem 1:1-Remis in Wien gegen Schweden in die EM-Qualifikation. Es sollte der letzte Punktverlust der rot-weiß-roten Auswahl auf dem Weg nach Frankreich bleiben.
 

BallEs folgten knappe Sieg in Moldawien (2:1) sowie daheim gegen Montenegro und Russland (jeweils 1:0). Nach einem klaren 5:0 in Vaduz gegen Liechtenstein siegten die Österreicher auch in Moskau gegen Russland mit 1:0. Dieser Erfolg war wohl der entscheidende Schritt zur Endrunde.

 
Danach gewann man gegen Moldawien mit 1:0 und fertigte Schweden in Solna klar mit 4:1 ab. Ein 3:2-Auswärtssieg über Montenegro und ein 3:0-Heimsieg in Wien gegen Liechtenstein bildeten den Abschluss. Am Ende betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Russen acht Punkte. Die ebenfalls für die Endrunde qualifizierten Schweden lagen gar zehn Zähler zurück.

 
Marcel Koller

Bild oben: Unter Teamchef Marcel Koller stieß Österreichs Nationalteam auf Platz 10 der Weltrangliste vor.

 

Auftakt mit Österreich – Ungarn

Im ersten Gruppenspiel der EM-Endrunde in Frankreich wird Österreich am 14. Juni 2016 in Bordeaux auf Ungarn treffen. Damit kommt es zur Neuauflage von einer der traditionsreichsten Begegnungen der Fußballgeschichte.

Denn Österreich und Ungarn trafen seit 1902 in bereits 136 Länderspielen aufeinander. In Europa fand keine Begegnung öfter statt, nur das Duell zwischen Argentinien und Uruguay gab es noch häufiger (181 offizielle Spiele).

Das bislang letzte Duell zwischen Österreich und Ungarn fand am 16. August 2006 statt und liegt damit bereits fast ein Jahrzehnt zurück. Mit 66:40-Siegen haben die Ungarn in der Bilanz die Nase vorn, ein ungarischer Sieg im Juni 2016 wäre allerdings eine Überraschung.

 

Wann scheidet Österreich bei der EM 2016 aus?

 

Bet365 LogoInterwetten LogoBwin LogoTipico LogoExpekt LogoNetbet Logobetway LogoComeon Logo
Icon Pfeil rechtszum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieterzum Anbieter
Finalniederlage
Halbfinale
Viertelfinale
Achtelfinale
Gruppenphase

Österreich ist in der Gruppenphase ausgeschieden.

 

Schließlich agierten die Magyaren in der Qualifikation bei weitem nicht so souverän wie die Österreicher. Der Auftakt mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Nordirland war alles andere als vielversprechend.

Ihre vier Siege fuhren die Ungarn allesamt gegen die beiden Gruppengegner Finnland und die Färöer ein. Gegen die Rumänen spielte man zwei Mal unentschieden. Nach einer 3:4-Niederlage im letzten Spiel gegen den bis dahin sieglosen Europameister von 2004, Griechenland, konnten die Ungarn ihr WM-Ticket erst im Playoff fixieren.

Dabei gelangen der Mannschaft von Bernd Storck aber immerhin zwei Siege gegen Norwegen (1:0 in Oslo, 2:1 in Budapest) und damit die dritte EM-Endrundenteilnahme. Die letzte im Jahr 1972 liegt allerdings bereits 44 Jahre zurück.

 

Gipfeltreffen der Gruppe F gegen Portugal

Am 18. Juni 2016 findet in Paris die Begegnung zwischen Portugal und Österreich statt. In diesem Spiel könnte es bereits um eine Vorentscheidung über den Gruppensieg gehen, falls es in den davor ausgetragenen Partien zu keinen großen Überraschungen gekommen ist.
 

Icon InfoPortugal belegt in der Weltrangliste Platz sieben und befindet sich damit drei Ränge vor den Österreichern. Die beiden Nationen trafen erst zehn Mal in Länderspielen aufeinander, wovon die Hälfte unentschieden endete (3 Siege für Österreich, 2 Siege für Portugal). Das letzte Aufeinandertreffen liegt jedoch bereits über 20 Jahre zurück.

 
In der Qualifikation taten sich die Portugiesen zu Beginn sehr schwer und verzeichneten mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Albanien einen Fehlstart. Danach folgten aber sieben – zumeist sehr knappe – Siege in Folge und damit die souveräne Qualifikation mit sieben Punkten Vorsprung auf die Albaner.

 

Entscheidung gegen Island

Die endgültige Entscheidung über Gruppensieg sowie die Qualifikation für das Achtelfinale wird aber wohl erst am letzten Spieltag der Gruppenphase am 22. Juni 2016 kommen. Dabei treffen in St. Denis Österreich und Island aufeinander, während zeitgleich in Lyon das Spiel zwischen Ungarn und Portugal ausgetragen wird.

 


Ohne Niederlage qualifizierte sich Österreich für die EM-Endrunde in Frankreich.
(Quelle: YouTube/TTVcooperations )

 

Die Isländer sind erstmals bei einer Endrunde mit dabei, sind aber ähnlich wie Österreich nicht als Profiteure der Aufstockung auf 24 Teams zu betrachten. Zwar belegten die Isländer in der stark besetzten Qualifikationsgruppe A am Ende nur Platz zwei, allerdings war die vom Schweden Lars Lagerbäck trainierte Mannschaft eine der ersten, die das EM-Ticket lösen konnte.

Bereits vor den beiden letzten Gruppenspielen standen die Isländer als EM-Teilnehmer fest und verspielten im letzten Spiel mit einer 0:1-Niederlage in der Türkei noch den Gruppensieg, den sich Tschechien mit einem 3:2-Erfolg in Amsterdam über die Niederlande holte.

 

Topgegner bereits im Achtelfinale?

Von der jeweiligen Gruppenplatzierung wird es auch abhängen, wie das EM-Turnier für die qualifizierten Teams weitergeht.

 
KalkulationDer Sieger der Gruppe F wird auf den zweitplatzierten der Gruppe E treffen. Im Falle eines Gruppensieges der Österreicher kann es daher bereits im Achtelfinale zu einem Duell mit einem Topteam wie Italien oder Belgien kommen.

 
Der Zweite der Gruppe F bekommt es dagegen mit dem Zweiten der Gruppe B zu tun. Dabei könnte es sich um Russland, die Slowakei oder auch Wales handeln. Möglicherweise wäre also ein zweiter Gruppenplatz gar kein großer Nachteil.

Während zu diesem Zeitpunkt des Turniers noch einige Spekulationen möglich sind, so sind ab dem Viertelfinale wohl nur noch Topmannschaften mit dabei. So könnte Österreich als Gruppensieger in einem möglichen Viertelfinale auf England treffen, während im Falle eines zweiten Gruppenplatzes auch ein Zusammentreffen mit Veranstalter Frankreich möglich wäre.

 

Die Spiele Österreichs von 14. bis 22. Juni – Vorrunde EM 2016

DatumAnstoßDuellQuoten1x2Erg.
14.06.18:00Österreich – UngarnBet365 Logo1,803,606,000:2
18.06.21:00Portugal – ÖsterreichInterwetten Logo1,903,304,500:0
22.06.18:00Island – ÖsterreichTipico Logo3,603,202,202:1

 

Spätestens ab diesem Zeitpunkt wäre die österreichische Mannschaft aber wohl gegen jeden Gegner Außenseiter. Das unterstreichen auch die Wettquoten der Buchmacher, die für einen Halbfinaleinzug der Österreicher bereits den Gewinn des sechs- bis siebenfachen Wetteinsatzes in Aussicht stellen.

Bei einer Finalteilnahme wäre dann bereits der 20-fache Wetteinsatz fällig. Selbst wenn es gerade bei EM-Endrunden in der Vergangenheit immer wieder unerwartete Ergebnisse gab, so wäre ein derart weites Vordringen der österreichischen Mannschaft dann doch eine große Überraschung.

 

Alle Gruppen der EM 2016 im Überblick

Gruppen EM 2016

 

alle Wettquoten zur EM 2016 im Überblick