Während die Iren bei ihren drei WM-Teilnahmen stets die K.-o.-Runde erreichten, kamen die „Boys in Green“ bei den beiden bisherigen EM-Starts nicht über die Vorrunde hinaus: Bei dem Turnier in Frankreich soll es für die Truppe nun aber zumindest bis ins Achtelfinale gehen.

Immerhin ist die Mannschaft von Martin O`Neill von dem Gedanken beseelt, den vor vier Jahren entstandenen fragwürdigen Eindruck zu korrigieren, als Irland dank seiner sanges- und reisefreudigen Anhänger lediglich als harmlose Stimmungskanone in Erscheinung trat.
 

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Die letzte EM geriet zum Debakel

Während sich die Fans auf den Rängen in bester EM-Stimmung präsentierten, zeigten sich die elf Vertreter auf dem Rasen in Polen völlig überfordert; gegen Kroatien (1:3), Spanien (0:4) und Italien stellten sich die Jungs von der grünen Insel schnell als chancenlos heraus.

Folgerichtig erinnert man sich im Kreis der Nationalelf lieber an die Premieren-EM im Jahre 1988 zurück, als sich das Team in einer wahren Todesgruppe achtbar aus der Affäre zog; über das frühe Ausscheiden tröstet damals schon allein der prestigeträchtige Triumph gegen England hinweg.

 

Wie weit kommt Irland bei der EM 2016?

 

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Gruppensieg

Irland ist im Achtelfinale ausgeschieden.

 

Bei jener Endrunde in Deutschland hatten sich die Iren auch den lange gültigen Ruf erworben, dass bei großen Turnieren immer mit ihnen zu rechnen ist: Wurde die Qualifikationshürde erst einmal übersprungen, wachsen die Spieler dann auch im Verlauf der Meisterschaften gern über sich hinaus.

 
WaageDabei ist es die Regel, dass die Mannschaft die oftmals augenscheinlichen spielerischen Defizite mit doppeltem Einsatz und stolzem Kämpferherzen ausgleicht: eine Mischung, die so manchen hochkarätigen Gegner auch heutzutage noch erhebliche Probleme bereiten kann.
 

Als naheliegendes Beispiel ist hier natürlich die DFB-Auswahl zu nennen, der in der EM-Quali kein Sieg gegen die Boys in Green gelang: Nachdem es im Hinspiel auf Schalke spät den Ausgleich setzte, feierte im Rückspiel der krasse Außenseiter einen nicht einmal unverdienten 1:0-Erfolg.

Fußball EM 2016 IrlandDie vier gegen den Weltmeister eroberten Zähler stellten sich für die Iren in der Endabrechnung als entscheidender Faktor heraus: Nur dank dieser unvermutet fetten Beute wurde der benachbarte Rivale aus Schottland auf den vierten Platz verwiesen.

 

(Nur) Daheim müssen die Iren keinen Gegner fürchten

Die damit gesicherten Playoffs waren im ersten Moment allerdings dennoch gerade einmal für lange Gesichter gut; immerhin wurde das mögliche direkte Ticket erst am finalen Spieltag beim »Endspiel« in Polen mit einer 1:2-Niederlage verpasst.

Obwohl es Irland dann in der Relegation mit den favorisierten Bosniern zu tun bekam, tröstete sich das Team in den Spielen der letzten Chance über die Schlappe in Warschau hinweg: Nach einem 1:1 auf fremden Platz wurde die Teilnahme an der Endrunde mit einem 2:0 in Dublin gesichert.

 
FussballSomit stellte sich auch in den Playoffs einmal mehr die Heimstärke der Iren als zentraler Erfolgsgarant heraus: Wurden auf der Insel bereits in der Quali drei Siege und zwei Unentschieden eingefahren, konnte man zu guter Letzt auch den Mitbewerber vom Balkan aus dem Stadion fegen.
 

Insofern ist es für die Mannschaft allerdings eine große Bürde, dass die Europameisterschaft nun bekanntlich nicht in den heimischen vier Wänden über die Bühne geht – schließlich droht die größte Stärke unweigerlich auf dem Weg nach Frankreich verlorenzugehen.

Dass es etwa in der Ausscheidung lediglich bei den Fußballzwergen aus Gibraltar und Georgien zu Erfolgserlebnissen reichte, dürfte für die Endrunde kein gutes Omen sein; und auch in anderer Hinsicht steuern die Iren erneut auf ein ähnliches Debakel wie vor vier Jahren zu.

 
Infografik: Marktwert Spieler Irland EM 2016

Infografik: Seamus Coleman und James McCarthy weisen den höchsten Marktwert im irischen Kader auf.

 

Das Lospech bleibt die Iren auch in Frankreich treu

Schließlich hadert man im Norden Europas verständlicherweise damit, dass bereits das Programm in der Vorrunde alles andere als dankbar ist; mit der Gruppe E hat die Mannschaft wohl wieder einmal das Haifischbecken der ersten EM-Phase erwischt.

 

icon risikoIn Gestalt von Belgien und Italien bekommen es die „Boys in Green“ schon in der Gruppenphase mit zwei selbstbewussten Geheimfavoriten auf den Turniersieg zu tun – der möglicherweise rettende dritte Platz scheint zudem bereits für die schwedische Auswahl reserviert zu sein.

 

Realistisch betrachtet kann es für Irland in der Vorrunde somit ausschließlich darum gehen, den Skandinaviern irgendwie den 3. Tabellenrang abspenstig zu machen: Folglich fängt die Endrunde für die grünen Jungs gleich mit einem echten Endspiel an.

Sollte das Auftaktspiel gegen die Blagult nämlich verlorengehen, hätte sich das Thema EM Achtelfinale damit wohl bereits ein für alle Mal erledigt; aufgrund der sich anschließenden schweren Prüfungen könnte gegen die Schweden allerdings selbst ein einfacher Punktgewinn zu wenig sein.

 

Irland erreicht als Gruppendritter der Deutschland-Qualifikationstruppe das Playoff und setzte sich dort gegen den WM-Starter Bosnien-Herzegowina durch.
(Quelle: YouTube/Animation Everywhere)

 

In der Vorrunde ist wohl nur gegen die Schweden etwas drin

Da es schon mindestens drei Zähler brauchen dürfte, um sich nach drei Auftritten unter die vier besten Gruppendritten der Vorrunde zu schieben, fühlt sich ein Unentschieden bei der EM-Premiere für beide beteiligten Nationen wie eine fatale Niederlage an.

An den Spieltagen zwei und drei muss die irische Auswahl dann gegen Belgien und Italien beweisen, dass sie noch immer an ihren Aufgaben wachsen kann – geht es jedoch nach den Prognosen der Wettanbieter, ist insbesondere die Ausgangslage gegen die roten Teufel hoffnungslos.

 

Wann scheidet Irland bei der EM 2016 aus?

 

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Irland ist im Achtelfinale ausgeschieden.

 

Tröstlich dürfte es für den hier krassen Außenseiter allenfalls sein, dass mit gar zu deftigen Abreibungen eher nicht zu rechnen ist: Gehören bei der Squadra Azzurra mühsame 1:0-Erfolge fast schon zum guten Ton, präsentierten sich zuletzt auch die Belgier bei der WM 2014 in Brasilien äußerst ergebnisorientiert.

 
Allerdings könnten die Iren in diesem Doppel auch zwei ganz böse Klatschen verschmerzen, wenn es am Ende nur zum Sprung in die K.-o.-Runde reicht – wenngleich es dann auch im Achtelfinale mit Blick auf die möglichen Gegner nicht minder unerfreulich weitergeht.
 

Sollte den Boys in Green – als einzig realistisches Szenario – die Qualifikation über den dritten Platz gelingen, käme auf die Mannschaft vermutlich auf Anhieb ein Alles-oder-Nichts-Duell gegen den Titelverteidiger Spanien oder den Gastgeber Frankreich zu.

 

Die Spiele von Irland von 13. bis 22. Juni – Vorrunde EM 2016

DatumAnstoßDuellQuoten1x2Erg.
13.06.18:00Irland – SchwedenBet365 Logo3,403,102,451:1
18.06.15:00Belgien – IrlandInterwetten Logo1,803,504,703:0
22.06.21:00Italien – IrlandTipico Logo2,403,103,200:1

 

Beißt Keane noch einmal auf die Zähne?

Obwohl die Iren zuletzt gegen den Weltmeister ihre Favoritentöter-Qualitäten unterstrichen, lässt sich eine solche Überraschung bei einer großen Endrunde wohl nur schwerlich wiederholen: In Frankreich sind die Tage der Nationalelf aller Voraussicht nach entsprechend früh gezählt.
 

thumb downNoch früher drohen allerdings die Turnier-Tage von Kapitän Robbie Keane gezählt zu sein: Ausgerechnet die lebende Legende musste sich zwei Monate vor dem EM-Start einer Operation am rechten Knie unterziehen.

 
Da der 35-Jährige im Herbst seiner Karriere vermutlich nicht mehr über das allerbeste Heilfleisch verfügt, wird es mit einem Comeback bis zum Juni verdammt eng – und in Topform dürfte der gen MLS ausgewanderte Keane wohl schon gar nicht zu erwarten sein.

Auch wenn der mit 143 Länderspielen gesegnete Stürmer im Nationaltrikot bereits in den letzten Jahren zum Kurzarbeiter mutierte, wäre dessen Fehlen ein schwerer Verlust; schon allein als Edel-Joker und Team-Maskottchen ist der Nationalheld praktisch unersetzlich.

Obendrein ist es kein gutes Zeichen, dass auch die Fitness einiger anderer Angreifer zu wünschen übriglässt; so wurde etwa Robin Doyle im Frühjahr von einer langwierigen Schienbeinverletzung zurückgeworfen.

 
KalkulationAngesichts solcher Probleme sollte man sich von den Iren in Frankreich also besser keinen bedingungslosen Sturmlauf erhoffen – glücklicherweise hat man sich auf der grünen Insel aber ohnehin schon vor etlichen Jahrzehnten auf eine robuste Defensiv-Strategie festgelegt.
 

 

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