Als regierender Weltmeister zählt Deutschland wenig überraschend auch bei der kommenden EM-Endrunde in Frankreich zum engsten Favoritenkreis. Zu diesem zählen auch noch Veranstalter Frankreich und Titelverteidiger Spanien, die bei den Wettanbietern nahezu geschlossen mit Siegerquoten zwischen 4,0 und 6,0 geführt werden.

Alle anderen Nationen liegen diesbezüglich bereits deutlich zurück. Selbst der Weltranglisten-Erste Belgien weist mit einer Siegerquote jenseits der 10,0, ähnlich wie die in der Qualifikation stets siegreichen Engländer, bereits einen Respektabstand auf.
 

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Deutschland Europameister: beste Quote 2,95 bei Bwin

 
Während also bei einem EM-Siegertipp auf Deutschland immerhin zumindest mit dem Gewinn des vierfachen Wetteinsatzes zu rechnen ist, so sinken die EM-Quoten bereits bei einem Finaleinzug der DFB-Auswahl beträchtlich.

 

Wie weit kommt Deutschland bei der EM 2016?

 

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Europameister
Finale
Halbfinale
Viertelfinale
Achtelfinale
Gruppensieg

Quoten: Stand 08. Juli 2016; Text: vor Turnier-Beginn

 

Denn es kann nicht nur darauf gewettet werden, dass Deutschland das Finale gewinnt und den Titel holt, auch Tipps auf eine Endspielniederlage des DFB-Teams sind bei einigen Anbietern möglich.

Bemerkenswert dabei ist, dass die Wettquoten auf eine Finalniederlage des Weltmeisters meist um ein bis zwei Prozentpunkte höher liegen als jene für einen deutschen Sieg.

 
EM 2016 DeutschlandFür den Fall, dass die Truppe von Bundestrainer Jogi Löw wie zuletzt 2008 das Endspiel erreicht, können Wettfreunde mit dem Gewinn des maximal dreifachen Wetteinsatzes rechnen. Wobei viele Buchmacher bei den entsprechenden EM 2016 Wetten eine Reihe an unterschiedlichen Tippmöglichkeiten anbieten.

 

Deutschland mit guten Aussichten aufs Halbfinale

Als sehr wahrscheinlich wird es aus Sicht der Buchmacher erachtet, dass die Mannschaft um Manuel Neuer, Thomas Müller und Kollegen zumindest die Runde der letzten Vier erreicht. Denn im Falle eines Halbfinaleinzugs der Deutschen können darauf tippende Wettfreunde nicht einmal mit einer Verdopplung des Wetteinsatzes rechnen.

Lukrativer wäre es in diesem Falle schon, auf eine Semifinal-Niederlage von Jogis Jungs zu tippen. Dabei können risikofreudige Tipper vor Beginn der Endrunde mit dem Gewinn des vier- bis fünffachen Wetteinsatzes spekulieren.
 

DetailDas entspricht in etwa dem Quotenniveau, das auch bei einem EM-Sieg Deutschlands zum Tragen kommt. Mit deutlich geringeren Gewinnen müssen freilich jene Sporttipper rechnen, die sich lediglich soweit vorwagen, dem deutschen Team den Einzug ins Viertelfinale zuzutrauen.

 
Mit Wettquoten um 1,3 haben die Buchmacher kaum Zweifel daran, dass der Weltmeister am Ende unter den besten acht Nationen der Endrunde zu finden sein wird.

EM 2016 Wetten DeutschlandDagegen wäre ein Ausscheiden der Deutschen im Viertelfinale wiederum den vier- bis fünffachen Wetteinsatz wert, in diesem Fall sind die Quoten fast ident mit jenen für ein deutsches Halbfinal-Aus.

Unwesentlich höher sind die Wettquoten für ein Ausscheiden der Deutschen im Achtelfinale, während ein Tipp auf den Einzug in die K.o.-Phase kaum mehr als den Einsatz zurückbringt.

Etwas mehr können Tipper mit einer Wette auf einen deutschen Gruppensieg lukrieren, wenngleich die Wettquoten auch in diesem Fall aufgrund der klaren Favoritenrolle der DFB-Auswahl mit durchschnittlich 1,4 sich ebenfalls eher im unteren Bereich bewegen.

 

Wann scheidet Deutschland aus?

 

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Finalniederlage
Halbfinale
Viertelfinale
Achtelfinale
Gruppenphase

Quoten: Stand 08. Juli 2016; Text: vor Turnier-Beginn

 

Aus in der Gruppenphase wäre eine Sensation

Dagegen wäre ein Ausscheiden der Deutschen bereits in der Gruppenphase eine riesige Überraschung, die von einigen Buchmachern mit dem mehr als 20-fachen Wetteinsatz angeboten wird.

Angesichts der Gruppengegner Polen, Ukraine und Nordirland erscheint diese Option nicht sehr realistisch, zumal neben dem Gruppensieger auch der Zweite und in einigen Fällen auch der Dritte ins Achtelfinale aufsteigen.

 
RufzeichenDie Gruppenplatzierung hat jedoch durchaus Auswirkungen auf die Gegner in der K.o.-Phase. Denn als Sieger der Gruppe C würden die Deutschen im Achtelfinale auf einen Dritten einer anderen Gruppe treffen, wodurch ein Aus in diesem Stadium des Turniers weiter an Wahrscheinlichkeit verliert.

 
Als Gruppen-Zweiter wiederum würde Deutschland auf den Zweiten der Gruppe A treffen, der entweder Frankreich, Schweiz, Rumänien oder Albanien heißen kann. Wenn es dabei gegen alle Erwartungen nicht zu einem Aufeinandertreffen des Weltmeisters mit dem Veranstalter kommt, wären die Aussichten auf das Erreichen des Viertelfinales ebenfalls günstig.

 
Infografik zu Deutschland bei der Fußball EM 2016Gemischte Bilanz: unsere Infografik zeigt die deutschen Erfolgen bei den letzten fünf Fußball Europameisterschaften:

Nach dem Triumph bei der EM 1996 in England war bei den zwei darauf folgenden Endrunden bereits nach der Vorrunde Schluß für das DFB-Team. Erst bei den letzten beiden Turnieren konnte Deutschland wieder ganz vorne im Kampf um den EM-Titel mitmischen.

 

Die Top-Gegner warten ab dem Viertelfinale

Sollten die Deutschen allerdings überraschend den Einzug in die Runde der letzten Acht lediglich als einer der vier besten Gruppendritten schaffen, könnte im EM Achtelfinale bereits ein großer Brocken in Form eines Siegers von einer der fünf anderen Gruppen warten.

Ab dem Viertelfinale, wo dann die acht Gewinner der jeweiligen Achtelfinalspiele aufeinandertreffen, ist es dann durchaus wahrscheinlich, dass es Deutschland mit einem anderen Gruppensieger zu tun bekommt.
 

BallDabei wäre es auch im Falle eines Gruppensieges möglich, dass Deutschland etwa auf Belgien, Italien oder Spanien trifft. Freilich wäre auch ein Gegner wie Kroatien oder Tschechien möglich. In einem derartigen Szenario würde die DFB-Auswahl sicherlich als Favorit auf den Halbfinaleinzug gelten.

 
In der Runde der letzten Vier ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Außenseiter zu treffen, dagegen bereits recht gering. Allerdings ist es auch nicht auszuschließen.

 

Überraschungssieger sind möglich

Schließlich gab es bei vergangenen Endrunden immer wieder auch höchst überraschende Europameister, wie die Beispiele Griechenland (2004) oder Dänemark (1992) gezeigt haben. Vor vier Jahren scheiterten die Deutschen im Halbfinale mit 1:2 an Italien, die schließlich im Endspiel gegen Spanien chancenlos waren und 0:4 untergingen.

Zuletzt haben sich die Kräfteverhältnisse allerdings etwas verschoben. Die Italiener rutschten in die zweite Reihe zurück und auch die jahrelange Dominanz der Spanier ging bei der WM in Brasilien bereits in der Vorrunde zu Ende, während Deutschland in souveräner Manier den Titel holte.

 


2014 in Brasilien wurde Deutschland zum vierten Mal Weltmeister. (Quelle: YouTube)

 

Die DFB-Verantwortlichen zeigten sich mit der Gruppenauslosung für die Endrunde durchaus zufrieden. Die Ukraine wird am 12. Juni in Lille der erste Gegner der Deutschen sein.

 

Die Gruppengegner Ukraine, Polen und Nordirland

Von den bisherigen fünf Aufeinandertreffen mit der Ukraine hat Deutschland noch keines verloren. Zwei Spiele wurden gewonnen, drei Mal gab es ein Unentschieden, darunter auch beim letzten Aufeinandertreffen am 15. November 2011 mit einem 3:3 in einem Freundschaftsspiel in Kiew.
 

Icon InfoDie Ukrainer belegten in ihrer Qualifikationsgruppe für Frankreich hinter Spanien und der Slowakei lediglich Platz drei und ließen nur Weißrussland, Luxemburg und Mazedonien hinter sich. In den notwendig gewordenen Playoffs setzten sie sich dann gegen Slowenien mit einem 2:0 daheim und einem 1:1 in Maribor durch.

 
Am 16. Juni trifft Deutschland in Saint-Denis auf den voraussichtlich stärksten Gruppengegner Polen. Ein Vorteil für die DFB-Auswahl könnte dabei darin liegen, dass die Mannschaft um Bayern-Stürmer Robert Lewandowski den Deutschen sehr vertraut ist.

Schließlich trafen die beiden Teams bereits in der Qualifikation aufeinander und schafften gemeinsam als Gruppen-Erster und –Zweiter den Sprung nach Frankreich.

 
Deutschland - PolenBild oben: Wie bereits in der Qualifikation kommt es auch bei der Endrunde zum Aufeiandertreffen zwischen Deutschland und Polen. (Quelle: Tomasz Bidermann – 309119480/Shutterstock.com)
 

Freilich hat es die Mannschaft von Adam Nawalka dem Weltmeister alles andere als leicht gemacht und fügte ihm am 11. Oktober 2014 in Warschau sogar eine schmerzhafte 2:0-Niederlage zu. Allein diese Erfahrung sollte gewährleisten, dass sich die deutsche Mannschaft ein Unterschätzen des Gegner nicht erlauben wird.

Im Heimspiel in Frankfurt setzte sich Deutschland dann mit 3:1 durch und holte am Ende mit einem Punkt Vorsprung auf die Polen den Gruppensieg. Diesen hatten die Polen davor mit einem 2:2 in Glasgow gegen Schottland verspielt und damit die gleichzeitige 0:1-Niederlage der Deutschen in Dublin gegen Irland nur unzureichend genutzt.

 
Infografik: Marktwert Spieler Deutschland EM 2016Infografik: Der geschätzte Marktwert einiger Spieler der DFB-Auswahl. Thomas Müller ist mit 75 Millionen Euro am meisten wert. Nicht in der Statistik angeführt sind beispielsweise Manuel Neuer (ca. 45 Millionen) und Mario Götze (etwa 40 Millionen Euro).
 

Bereits davor hatten sich die Deutschen gegen die Iren mit einem 1:1 in Gelsenkirchen ebenso schwer getan wie gegen Schottland, das man zwei Mal nur knapp – mit 2:1 und 3:2 – niederringen konnte.

 

Zum Abschluss gegen den EM-Neuling

Damit konnte sich die Mannschaft von Trainer Löw aber auch mit dem britischen Stil auseinandersetzen. Eine Erfahrung, die sich im dritten und letzten Gruppenspiel am 21. Juni in Paris gegen Nordirland bezahlt machen kann.

 
KalkulationMöglicherweise geht es in diesem Spiel auch noch um den Achtelfinaleinzug, zumindest aber wohl um die Platzierung in Gruppe C. Die Nordiren sind EM-Debütanten und demzufolge einer der großen Außenseiter bei diesem Turnier.

 
Geringschätzen sollte man die Mannschaft von Trainer Michael O’Neill, dessen Spieler ausschließlich bei englischen und schottischen Klubs engagiert sind, allerdings nicht.

Denn die Nordiren verdanken ihre erstmalige EM-Teilnahme durchaus nicht dem Umstand, dass die Teilnehmerzahl bei der Endrunde auf 24 Klubs aufgestockt wurden. Schließlich qualifizierte sich das Team von der grünen Insel, das ohne große Stars auskommt, als Sieger der Qualifikations-Gruppe F auf direktem Weg für Frankreich.

 

Die Spiele Deutschlands von 12. bis 21. Juni – Vorrunde EM 2016

Datum Anstoß Duell Quoten 1 x 2 Erg.
12.06. 21:00 Deutschland – Ukraine Bet365 Logo 1,60 4,00 6,50 2:0
16.06. 21:00 Deutschland – Polen Interwetten Logo 1,70 3,70 5,20 0:0
21.06. 18:00 Nordirland – Deutschland Tipico Logo 13,0 5,20 1,28 0:1

 

Dabei kassierte Nordirland in zehn Spielen nur eine einzige Niederlage und ließ am Ende die ebenfalls qualifizierten Rumänen und Ungarn sowie Finnland, Färöer und Ex-Europameister Griechenland zum Teil deutlich hinter sich.

Bei aller Wertschätzung der Gegner gelten die Deutschen dennoch gegen alle drei Gegner als Favorit, womit ein frühzeitiges Ausscheiden sehr unwahrscheinlich wäre, ein Gruppensieg sich dagegen durchaus im Rahmen der allgemeinen Erwartungen bewegt.

Ein letztmaliges Aus in der Gruppenphase gab es für die Deutschen bei der EM-Endrunde 2004 in Portugal. Damals blieb die Mannschaft von Rudi Völler gegen die Niederlande (1:1) und Lettland (0:0) sieglos und musste nach einem 1:2 gegen Tschechien sieglos als Gruppendritter die Heimreise antreten.

Den letzten von bisher drei EM-Titeln holte Deutschland bei der Endrunde 1996 in England. 20 Jahre später stehen die Chancen der DFB-Auswahl nicht schlecht, um in die Fußstapfen von Jürgen Klinsmann, Oliver Bierhoff, Matthias Sammer oder Thomas Häßler zu treten.

 

Alle Gruppen der EM 2016 im Überblick

Gruppen EM 2016

 

alle Wettquoten zur EM 2016 im Überblick