Auswirkungen verschiedener Beläge bei Tennis Wetten

Tenniswetten zählen neben Fußballwetten zu den beliebtesten Wettmöglichkeiten. Vor allem bei den vier Grand Slam Turnieren sowie den anderen größeren Events der ATP-World-Tour wird von den Sporttippern gerne auf ein Match mit der gelben Filzkugel gesetzt.

icon tennisEine Besonderheit des Tennissports ist, dass nicht wie beim Fußball hauptsächlich auf einem Untergrund (Rasen) gespielt wird, sondern dass es insgesamt vier verschiedene Beläge gibt.

Diese besitzen unterschiedliche Charakteristiken und viele Spieler haben eine Vorliebe für einen bestimmten Court Typ, auf dem sie bessere Leitungen bringen als auf den anderen.

Und oft ist es auch so, dass ein Athlet mit einem Untergrund gar nicht zurechtkommt und hier deutlich schlechtere Performances abliefert. Mit Wissen über die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler auf den variierenden Belägen lässt sich bei Tennis Wetten also ein großer Vorteil erringen.

 

 

Hard Court & Sand dominieren Turnierkalender

Die vier verschiedenen Haupt-Court-Typen sind: Sand, Hard Court, Rasen und Teppich. Wobei auf der ATP-Tour auf Teppichböden erst seit 2009 gespielt wird und das nur äußerst selten.
 

icon tennisballBei den vier Major-Turnieren wird nur auf Hartplatz (Australian Open, US Open), Sandplatz (French Open) und Rasenplatz (Wimbledon) aufgeschlagen. So wie in den meisten restlichen Wettbewerben im straffen Turnierkalender.

 
Im Jahr 2016 wird bei den insgesamt 66 ATP-Events 37 Mal auf Hard Court gespielt, 22 Mal auf Sand und nur 7 Mal auf Rasen. Die meisten Matches werden also auf Hartplatz und der roten Asche bestritten. Carpet Courts sind heuer gar nicht im Einsatz.

 

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Turniere, die auf Gras stattfinden, sind zwar nicht so häufig, doch mit Wimbledon wird jährlich ausgerechnet das wichtigste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt auf Rasen gespielt. „The Championships“ sind übrigens das einzige Grand Slam, das schon immer auf dem gleichen Untergrund bestritten wurde.

Top-Spieler müssen aber generell auf allen Belägen ihr Können beweisen, damit sie nicht wichtige Weltranglistenpunkte verlieren, wenn in einer Periode des Jahres eine bestimme Oberfläche dominiert.

 
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Bild: Wimbledon ist das einzige Grand Slam, das schon immer auf dem gleich Belag ausgetragen wird. (Photo-Credit: LEON NEAL / AFP / picturedesk.com)
 

Die Charakteristiken der Beläge

Wie bereits oben erwähnt, hat jeder Belag seine ganz eigenen Charakteristiken. Bei Hard Courts kann zum Beispiel die Fluggeschwindigkeit je nach Art des Platzes unterschiedlich sein, ist aber im Allgemeinen deutlich schneller als auf Sand und langsamer als Rasen. Auf Hartplätzen springt der Ball zudem um einiges konstanter ab, als auf den anderen beiden Haupt-Typen.

 
Clay Courts sind wesentlich langsamer und der Ballabsprung ist niedriger. Aufschläge sind leichter zu retournieren und Grundlinienspieler sind generell auf diesem Untergrund im Vorteil.
 

Nicht von ungefähr ist der unbestrittene Sandplatzkönig Rafael Nadal, der die French Open in seiner Karriere bisher neun Mal gewann – kein anderer Spieler hat mehr Triumphe bei dem gleichen Grand Slam.

 

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Rasencourts sind dagegen die schnellsten gebräuchlichen Beläge. Die Ballwechsel sind daher auch schneller und deutlich kürzer. Die Bälle springen hier auch wesentlich niedriger ab und können sich im Laufe eines Turniers immer häufiger verspringen, da der Zustand des Rasens durch die Abnutzung immer schlechter wird.

Aufschlagspezialisten und gute Serve-and-Volley-Spieler haben auf Gras, obwohl die heutigen Rasenplätze eindeutig langsamer sind als früher, noch immer große Vorteile. Deshalb können bei Wimbledon praktisch jährlich Spieler überraschen, die sich im Ranking zwar nicht so weit oben befinden, jedoch vor allem über ein gutes Service verfügen.

 
Die Sieg-Quoten der Top-10 der Weltrangliste (gesamt & die 3 verschiedenen Haupt-Beläge):
* Die Bestquoten sind jeweils rot markiert

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Konstanz ist alles

Um in der Weltrangliste wirklich weit hinauf zu kommen, müssen Spieler – wie bereits erwähnt – sich auf allen Belägen zurechtfinden. Die konstantesten sind deswegen auch meistens ganz oben zu finden. Ein gutes Beispiel ist hierfür die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste: Novak Djokovic.
 


Icon PokalDer Serbe, der in seiner bisherigen Karriere bereits 12 Major-Titel holte (Stand Ende 2016), hat insgesamt 83% seiner Matches gewonnen. Auf jedem der drei Haupt-Beläge (Hard Court, Sand, Rasen) konnte er mehr als 80% seiner Partien für sich entscheiden. Sogar auf Sand liegt seine Erfolgsquote bei 80,4%.


 
Und das, obwohl die rote Asche lange nicht sein Lieblingsuntergrund war. Doch mit dem Triumph in Roland Garros 2016 hat er endlich den Career Grand Slam (jedes der vier Major-Turnier mindestens ein Mal gewinnen) geschafft und einen schwarzen Fleck auf seiner Vita entfernt.

 

 

Die unterschiedlichen Stärken und Schwächen der Spieler auf den verschiedenen Belägen sind generell sehr interessant und natürlich auch für Tennis Wetten relevant.

  • Während zum Beispiel Andy Murray (Nr. 2) deutlich besser auf Rasen (Erfolgsquote von 85,7%) als auf den anderen Plätzen spielt, ist dies bei Stanislas Wawrinka (Nr.3) genau umgekehrt.
  • Stan „The Man“ hat auf Gras lediglich 52,9% seiner Matches gewonnen. Auf Sand- (67,1%) und Hartplatz (63,8%) ist seine Performance deutlich besser.
  • Die Vormachtstellung von Rafael Nadal (Nr.4) auf der roten Asche zeigt sich ebenso ganz klar in dieser Statistik. Der Spanier gewann bislang unglaubliche 91,5% seiner Begegnungen auf Clay Courts.
  • Bei Altmeister Roger Federer (aktuell die Nr. 7) zeigt sich, wie bei Djokovic, seine Konstanz auf allen Belägen. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger konnte in seiner glanzvollen Karriere 81,5% seiner Partien für sich entscheiden. Der Rasenkönig, der in Wimbledon sieben Mal triumphierte, hat auf Gras eine beeindruckende Erfolgsquote von 86,9%.

 
Service- & Return-Leitungen der Top-10 (gesamt & die 3 unterschiedlichen Beläge):
* Die Bestquoten sind jeweils rot markiert

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Service- & Break-Quoten

Da bei Tennis Wetten vor allem auch Live Wetten sehr beliebt sind, lohnt sich auch ein Blick auf die Statistiken der einzelnen Spieler in den einzelnen Games eines oder mehrerer Matches. So hat „FedEx“ zum Beispiel auf Rasen 92% seiner Aufschlagspiele gewonnen. Dies bedeutet im Vergleich zu seinen Service-Games auf Hard Court einen Unterschied von 4%, zu seinen Statistiken auf Sand gar 7%.
 

icon pro-contraUnd während zum Beispiel Nadal insgesamt 33% der Aufschlagspiele seines Gegners „breaken“ kann, steigt diese Quote auf seinem Lieblingsterrain Sand sogar auf 43%. Auf Rasen gelingt ihm hingegen nur bei 22% seiner Return-Games ein Break.

 
Dieser Trend, wenn auch nicht ganz so stark, lässt sich aber bei den meisten Spielern beobachten. Generell lohnt sich bei Tennis Wetten immer ein Blick auf die Ergebnisse und Statistiken der einzelnen Athleten auf dem jeweiligen Belag, auf dem das Turnier ausgetragen wird.

Denn mit dem Wissen über die unterschiedlichen Stärken und Schwächen der Spieler kann man sich einen deutlichen Vorteil bei Tennis Wetten verschaffen.

 

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About the Author

Timo
Timo widmete sich schon in seiner Kindheit dem Sport, zu einer Profikarriere reichte es dann in Folge allerdings knapp nicht. Um in diesem Bereich aber trotzdem beruflich tätig zu sein, studierte er Sportjournalismus in Salzburg. Nach einer Mitarbeit im Presseteam für die Handball EM 2010 sowie einem Praktikum bei einem Online-Portal, wagte er zunächst noch einen kurzen Sprung in die Welt der Musik. Anschließend kehrte er aber wieder zu seinem Fachgebiet als Redakteur zurück. Aktiv spielt er immer noch begeistert Basketball, außerdem ist er ein ausgewiesener Spezialist in Sachen US-Sport und Fußball.