2. Liga 2018/19: Wer wird Meister – Prognose, Wetten und Quoten

Der deutsche Fußball blickt zwar mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf die beste, dafür mit Sicherheit aber auf die spannendste Zweitliga-Saison der Geschichte zurück.

Die extrem engen Abstände hatten bei so manchem Verein noch auf der Zielgeraden für heftige Verwirrung gesorgt: So war sich etwa der VfL Bochum bis zuletzt nie so recht darüber im Klaren, ob es nun eher Punkte für den Auf- oder gegen den Abstieg zu sammeln gilt.

 

3.00
1. FC Köln
wird Zweitliga-Meister

Bei Tipico

* Quoten Stand vom 14.08.2018, 13:12 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Die historisch knappen Verhältnisse waren dabei auch auf die vergleichsweise nur wenig schillernden Neuzugänge aus dem Oberhaus zurückzuführen: Weder der FC Ingolstadt noch Darmstadt 98 vermochten die Qualität in der 2. Liga nach oben zu ziehen.

Im Vergleich dazu kündigen sich in der neuen Spielzeit geradezu paradiesische Zustände an: Mit dem endlich doch abgestürzten Hamburger Dino und den Kölner Geißböcken wird das Klassement fortan um zwei überaus traditionsreiche Zugpferde ergänzt.

 

Wer wird Zweitliga Meister 2018/19 – Wettquotenvergleich:

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1. FC Köln 3,25 3,00 2,90 2,95
HSV 5,00 5,00 4,80 4,90
FC Ingolstadt 8,50 8,50 8,50 8,50
Union Berlin 13,0 12,0 13,0 12,5
Holstein Kiel 13,0 15,0 13,0 12,25
Paderborn 26,0 20,0 25,0 25,0
Bielefeld 21,0 18,0 20,0 19,75
MSV Duisburg 34,0 30,0 35,0 34,0
VfL Bochum 21,0 16,0 20,0 18,5
FC St. Pauli 17,0 18,0 17,0 17,0

* Quoten Stand vom 14.08.2018, 13:12 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

 

Liga 2 mit prominenten Zuwachs

Mit den sich aus dem Jammertal der Drittklassigkeit verabschiedenden Klubs aus Paderborn und Magdeburg wird auch von unten für frischen Wind gesorgt.

Das Image als vermeintliche Klopper-Liga könnte der Bundesliga-Unterbau in den nächsten Monaten somit gründlich aufpolieren.

Wird schon allein die Prominenz der beiden Neuankömmlinge dafür sorgen, dass sich die Liga einer wohl noch nie erlebten Aufmerksamkeit erfreut, werden die zwei tief gefallenen Top-Klubs von den Wettanbietern dann prompt auch für die qualitativen Höhepunkte verantwortlich gemacht.

Wenngleich das vergangene Jahr sowohl für den HSV als auch für die Kölner natürlich alles andere als wunschgemäß verlief, ziehen sich die Buchmacher auf den Standpunkt zurück, dass das Duo die Grundlagen des erfolgreichen Fußballspielens sicherlich kaum vergessen haben kann.

 

Gute Vorzeichen bei Kölnern

Geht es um den Kampf um die vordersten Plätze, werden die Absteiger nahezu als konkurrenzlos angesehen.

Allenfalls dem FC Ingolstadt wird es zugetraut, den großen Favoriten einem der zwei direkten Aufstiegsplätze – oder gar die Meisterschaft – abspenstig zu machen.

Dabei sollte aber gerade das vorjährige Schicksal der Schanzer eine laute Warnung sein. Nach dem Abstieg wurde schließlich auch der FCI als fast sicherer Wiederaufsteiger gehandelt – was dann bekanntlich im tabellarischen Niemandsland geendet hat.

 


 

Dass die Behebung des eingetretenen Schadens eine ganze Weile dauern kann, muss man den Geißböcken aber gar nicht erst umständlich zu erklären: Als erprobte Fahrstuhlmannschaft dürfte der Effzeh ziemlich genau wissen, dass die Rückkehr in die Bundesliga nicht mit Spaziergängen zu machen ist.

Doch obwohl es bereits nach dem letzten Absturz im Sommer 2012 zwei Anläufe brauchte, um in die Beletage zurückzukehren, scheint der aus der Domstadt vermeldete Optimismus in diesen Tagen trotzdem nicht gänzlich deplatziert zu sein.

 
Icon Thumb UpBeim Projekt „Wiederaufstieg“ sollte es den Geißböcken zugutekommen, dass der große Ausverkauf ausgeblieben ist: Dank der Vereinstreue von Horn, Hector und Höger blieben zahlreiche Leistungsträger an Bord.
 

Einige dennoch unvermeidliche Verkäufe (Osako, Bittencourt, Heintz) haben darüber hinaus das erforderliche Kleingeld eingespielt, um neben zweitligaerprobten Spielern (Czichos, Hauptmann) auch einen Louis Schaub für das Bundesliga-Unterhaus zu interessieren.

Mit dem zuletzt in Kiel für Furore sorgenden Markus Anfang konnten die Kölner auch ihre Trainerbank exzellent besetzen – weshalb sich die Wettanbieter einig sind, dass es in der Rheinenergiearena schon in der Saison 2019/20 wieder erstklassigen Fußball zu bestaunen gibt.

 

Wohin geht die Reise für den HSV?

Mit etwas größeren Zweifeln scheint hingegen der sofortige Wiederaufstieg des nunmehr doch am Zweitliga-Ufer gestrandeten Dinos behaftet zu sein.

Die Bookies treibt offenbar die Sorge um, dass das aus dem Verein regelmäßig berichtete Chaos fortan auch unterklassig auf die Leistungen drückt.

Obendrein hat die finanzielle Schieflage zur Folge, dass man an der Elbe weit weniger aus dem Vollen schöpfen kann – in der laufenden Transferperiode sind die Verantwortlichen händeringend damit beschäftigt, noch den einen oder anderen Großverdiener von der Gehaltsliste zu kriegen.

 

4.80
Hamburger SV
wird Zweitliga-Meister

Bei Bet3000

* Quoten Stand vom 14.08.2018, 13:13 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Da es sich für die Hamburger verbietet, auch nur halbwegs lukrative Offerten anderer Klubs auszuschlagen, dürfte wohl wirklich erst mit dem Ablauf der Wechselfrist absehbar sein, welches Personal denn nun genau den im Graben gelandeten Karren wieder flottbekommen soll.

Umso mehr ist es mutmaßlich auf Christian Titz zurückzuführen, dass die Wettanbieter dennoch an ein gutes Ende glauben. Da der Trainer für eine Modernisierung des Dinos steht, gehen die Experten auch in diesem Falle nur von einer kurzen Stippvisite in der 2. Liga aus.

Dabei könnte es die größte Stärke der Hamburger sein, dass offenbar weit und breit kein nennenswerter Konkurrent zu sehen ist.

Zumindest die Buchmacher tun sich mächtig schwer, spannende Verhältnisse im Aufstiegsrennen zu skizzieren.

 

FCI und Union lauern

So mutet es fast schon wie Aufstiegs-Garantieschein an, dass die Bookies in ihrer Not den bereits erwähnten FC Ingolstadt zum heißesten Favoritenjäger erklären – seit dem vorjährigen Abstieg wird von den Schanzern schließlich noch immer nach Stabilität gesucht.

Dass nun der eine oder andere Zugang aus der österreichischen Bundesliga eben einen solchen Zuwachs an Konstanz verspricht, genügt den Wettanbietern offensichtlich schon, um den Verein zu einer Art Mit-Favoriten auf die Zweitliga-Meisterschaft zu adeln.

 


 

Jenseits der drei vorn erwarteten Mannschaften hat die 2. Bundesliga ein beachtliches Heer an Geheimfavoriten zu bieten – und wer sich an die vorjährigen Entwicklungen erinnert, wird sofort wissen, dass es so ein Geheimfavorit tatsächlich ganz nach vorne schaffen kann.

Bezüglich der einmal mehr heiß gehandelten Eisernen darf man trotzdem durchaus auch ein bisschen skeptisch sein; im Vergleich zur bereits unter den Erwartungen absolvierten Vorsaison hat Union Berlin schließlich nochmals an Substanz verloren.

Die Abgänge von Skrzybski und Pedersen spielten den Rot-Weißen zwar stolze Millionenbeträge in die Tasche – für die abgewanderten Leistungsträger ist bislang aber noch kein gleichwertiger Ersatz in Sicht.

 

15.0
Holstein Kiel
wird Zweitliga-Meister

Bei Tipico

* Quoten Stand vom 14.08.2018, 13:12 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Auch der frisch nach Köpenick gelotste Urs Meier scheint zunächst ein Mal vor allem als Unsicherheitsfaktor in Erscheinung zu treten: Bei der Verpflichtung von neuen Trainern hatte den Berlinern schon zuletzt wiederholt das Glück gefehlt.

Die Wettanbieter äußern nichtsdestotrotz die Überzeugung, dass man Union wieder einmal auf der Rechnung haben muss – sollte die Eisernen aber erneut enttäuschen, könnte möglicherweise gleich ein ganzes Quartett mit nur unwesentlich höheren Meisterquoten in die Bresche springen.

 

Buchmacher rechnen mit starken Aufsteigern

Neben den schon im letzten Saisonendspurt erstarkten Bochumern haben die Buchmacher hier mit dem VfL Paderborn auch bereits den ersten Liga-Neuling auf dem Zettel, dem somit bestenfalls eine ähnlich gute Rolle wie zuletzt den Kieler Störchen zuzutrauen ist.

Dass sich mit dem 1. FC Magdeburg auch der andere Aufsteiger nach den Prognosen eher nach oben orientieren darf, ist sicherlich gleichfalls als eine nachträgliche Würdigung der starken Newcomer der vergangenen Zweitliga-Spielzeiten zu verstehen.

Sollten die Bäume für den einstigen Europokalsieger dennoch nicht gleich in den Himmel wachsen, könnte dies unter anderem auch auf Arminia Bielefeld und die Duisburger Zebras zurückzuführen sein, die sich im Quoten-Ranking noch knapp vor den Sachsen-Anhaltinern einsortieren.

 

Zahlreiche Wackelkandidaten

Die vor wenigen Wochen noch an der Bundesliga schnuppernden Kieler haben die Bookies hingegen nicht mehr so richtig auf der Rechnung – was zweifelslohne den zahlreichen schlechten Erfahrungen mit früheren Relegations-Verlierern geschuldet ist.

Wurden zuletzt die Braunschweiger Löwen nach dem knapp verpassten Aufstieg umgehend in die 3. Liga durchgereicht, hatten sich auch schon etliche Vorgänger von den jäh zerplatzten Bundesliga-Träumen nicht mehr so schnell erholt.

Entsprechend droht es für die Störche nun gleich doppelt arg zu kommen: Bekanntlich ist das zweite Zweitliga-Jahr nach dem Dafürhalten sämtlicher Experten ohnehin von ganz besonderen Tücken geprägt.

 

17.0
FC St. Pauli
wird Meister

Bei Bet3000

* Quoten Stand vom 14.08.2018, 13:12 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Trotz allem haben die Wettanbieter noch immer mehr als ein halbes Dutzend Mannschaften ausgemacht, die bezüglich der meisterlichen Aussichten mit noch schlechteren Perspektiven in die neue Spielzeit starten.

Werden Teams wie der FC St. Pauli und Jahn Regensburg zumindest noch der qualitativen Mittelklasse zugeschlagen, dürften Traditionsklubs wie Dynamo Dresden und Darmstadt 98 nach Quotenlage bereits eher den großen Wackelkandidaten zuzurechnen sein.

Wird hier insbesondere den Südhessen die Quittung für den Beinahe-Abstieg der zurückliegenden Spielzeit präsentiert, müssen auch die mit beachtlichen Meister-Quoten gesegneten Heidenheimer und Fürther zunächst einmal das unlängst verspielte Vertrauen zurückgewinnen.

 

 

Dagegen gehört es seit Jahr und Tag zum guten Ton, auch den SV Sandhausen als krassen Außenseiter im Quoten-Ranking aufzuführen – was den SVS oftmals dennoch nicht davon abhielt, sich zumindest zwischenzeitlich in der Spitzengruppe einzusortieren.

Die rote Laterne wird bei den Meisterschafts-Quoten derweil den Veilchen aus Aue mit einem beachtlichen „Vorsprung“ zu Teil: Nachdem die Erzgebirgler dem Abstieg zuletzt gerade noch einmal von der Schippe sprangen, werden die Sachsen nun von vornherein mit ernüchternden Perspektiven in das Rennen geschickt.


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About the Author

Oliver
Oliver wurde schon frühzeitig als Co-Moderator einer TV-Sportsendung auf seine spätere Passion vorbereitet. Nach einer rasch gescheiterten Karriere als Fußballer und einem Abstecher in die Welt der Literaturwissenschaft hat er sich seit dem Jahr 2010 als Texter und Journalist sowohl dem Sport als auch den Sportwetten verschrieben