Hoffenheim vs. Liverpool Wettquoten – Champions League Play-off 2017

Bereits seit 1899 wird in Hoffenheim zunehmend ambitioniert Fußball gespielt: Schlappe 118 Jahre nach der Gründung des ersten Ortsvereins steht für die im Stadtteil Sinsheim beheimatete TSG nun endlich auch die internationale Premiere an.

Für die lange Wartezeit werden die Kraichgauer gleich mit einem echten Hammerlos entschädigt: Um sich für die Gruppenphase der europäischen Königsklasse zu qualifizieren, muss die Mannschaft von Julian Nagelsmann zunächst am früheren englischen Rekordmeister vorbei.

 

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aktuell beste Liverpool Quote bei William Hill

 

War schon von vornherein anzunehmen, dass die ungesetzte TSG in den Play-offs auf einen renommierten Kracher trifft, wurde mit dem FC Liverpool mutmaßlich sogar der unangenehmste aller möglichen Gegner aus der legendären Lostrommel gefischt.

 

Von Null auf 100 in 90 Minuten…

Immerhin bekommen es die europäischen Novizen aus Baden-Württemberg aus dem Stand mit einem Schwergewicht der Premier League zu tun, das im Lauf der vergangenen Jahrzehnte in den diversen Wettbewerben unter anderem auch schon acht Europapokale eingesammelt hat.

Seit nunmehr knapp zwei Jahren hat sich Jürgen Klopp der ehrenvollen Aufgabe angenommen, die Reds wieder zu einstiger Größe zurückzuführen – eine knifflige Mission, für deren Gelingen es notwendigerweise auch die Teilnahme an der Königsklasse braucht.

 

Wettquoten Vergleich zu Hoffenheim vs. Liverpool:

Bet365 Logo Interwetten Logo Betsafe Logo Tipico Logo Bet3000 Logo Bwin Logo Betway Logo William Hill Logo
zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter
Sieg Hoffenheim 3,10 3,05 3,20 3,10 3,10 3,10 3,00 2,90
Unentschieden 3,40 3,30 3,35 3,40 3,40 3,20 3,20 3,40
Sieg Liverpool 2,25 2,25 2,28 2,25 2,25 2,30 2,20 2,37

 

Somit dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass der FC Liverpool in den Play-offs deutlich mehr zu verlieren hat. Könnten sich die Hoffenheimer gegebenenfalls auch für die Europa League erwärmen, hätten die Reds im Falle des Scheiterns schon im Herbst die neue Saison verbockt.

Zur enormen Fallhöhe tragen zudem auch die Prognosen der Wettanbieter bei, die den englischen Renommier-Klub nicht nur in Sachen Aufstieg vorne sehen: Mit deutlichen Favoritenquoten ziehen die Bookies bereits vor dem Hinspiel in der Rhein-Neckar-Arena die Daumenschrauben an.

So wird es nur mit der vergleichsweise mageren Rückzahlung des 2,25-fachen Einsatzes goutiert, wenn die Reds schon am Dienstagabend mit einem siegreichen Auftritt auf fremdem Terrain eine vorentscheidende Weichenstellung vollführen.

Bringt dagegen der Bundesligist zum letztlich entscheidenden Showdown an der Anfield Road einen Vorsprung mit, wäre dies für Top-Quoten von knapp über 3,0 gut – lediglich bei einem anfänglichen Unentschieden stellen sich die Buchmacher als noch etwas freigiebiger heraus.

 


 

Beim Audi Cup ließen die Reds die Muskeln spielen

Dass die Experten vorab keine großen Stücke auf die Hoffenheimer halten, sollte den Vorjahresvierten der Bundesliga jedoch nicht übermäßig irritieren; immerhin ist hinlänglich bekannt, dass man sich bei den Bookies bei der Quotierung besonders gern auf Erfahrungswerte stützt.

Da die TSG diesbezüglich noch überhaupt nichts anzubieten hat, fällt den Reds die Favoritenstellung mit einer gewissen Zwangsläufigkeit fast automatisch in den Schoß. Darüber hinaus fallen bei den Prognosen aber naturgemäß auch ein paar unbestreitbare Vorzüge des FC Liverpool ins Gewicht.

So können die Mannen von Jürgen Klopp insbesondere eine bestechende Frühform geltend machen, die jüngst bereits der FC Bayern zu spüren kam. Beim Audi Cup bekam der deutsche Meister eine deftige 0:3-Watschn von den Engländern verpasst.

 

 

Zudem war auf die Reds auch schon im Vorjahr vor allem in den großen Prüfungen Verlass: Während sich der Klub in den Pflichtübungen gern einmal ärgerliche Blößen gab, zeigte sich die Mannschaft in den Spitzenspielen der Premier League immer auf der Höhe.

Hier wurde somit stets aufs Neue offensichtlich, dass das auf permanentes Pressing gründende Spielsystem von Klopp gegen offensiv eingestellte Gegner am besten funktioniert – weshalb man der TSG eigentlich nur eine etwas vorsichtigere Herangehensweise empfehlen kann.

Dass mit einer solchen Zurückhaltung dennoch eher nicht zu rechnen sein dürfte, ist der Tatsache geschuldet, dass auch Julian Nagelsmann auf ganz ähnliche Erfolgsrezepte vertraut, mit denen er in der vorjährigen Rekord-Saison obendrein ausgesprochen gut gefahren ist.

 


 

“Das ist ja unfassbar, was uns da für ein Spiel erwartet. Das nehmen wir aber sehr gerne an. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Ich kann nur sagen, wir werden all unsere Mentalität reinlegen, um durchzukommen.”
TSG-Manager Alexander Rosen war nach der Play-off-Auslosung erkennbar aus dem Häuschen.

 

Demut scheint zudem auch deshalb deplatziert, weil der Stolz des Kraichgaus mit der Saison-Vorbereitung gleichfalls hochzufrieden ist: Der TSG-Trainer gewann sogar den Eindruck, schon jetzt auf einem besseren Stand als noch vor zwölf Monaten zu sein.

 

Kann sich die TSG die Unbekümmertheit bewahren?

Zu dieser Einschätzung trug nicht zuletzt die überaus gelungene Generalprobe bei, anlässlich derer es dem FC Bologna mit einem glatten 3:0 an den Kragen ging – eine deutliche Abfuhr, mit der der italienische Gast unter dem Strich sogar noch reichlich glimpflich davongekommen war.

 

 

Dank dieser starken Standortbestimmung sehen die Hoffenheimer offenbar keinerlei Veranlassung, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen – entsprechend äußerste Nagelsmann die Vermutung, dass auch der FC Liverpool über den zugelosten Play-off-Gegner alles andere als glücklich ist.

Noch ergibt sich für die TSG jedoch die Schwierigkeit, die bei den Testläufen gezeigten Leistungen nun auch beim Eintritt des Ernstfalls abzurufen: Und bei dieser Herausforderung könnte der Mannschaft dann eben doch die fehlende Erfahrung im Wege stehen.

Gegen die abgekochten Hasen von der Insel wäre es in jedem Falle keine große Überraschung, sollte so manchem Spieler der Gastgeber spätestens beim Erklingen der Champions-League-Hymne das Herz ein kleines Bisschen in die Hose rutschen.

Folglich dürfte die Gruppenphase nur dann in greifbare Nähe rücken, wenn die verständliche Nervosität alsbald abgestreift werden kann – erst hiernach wird es den 1899ern schließlich möglich sein, von den Vorzügen des fehlenden Erwartungsdrucks zu profitieren.

 

About the Author

Oliver
Oliver wurde schon frühzeitig als Co-Moderator einer TV-Sportsendung auf seine spätere Passion vorbereitet. Nach einer rasch gescheiterten Karriere als Fußballer und einem Abstecher in die Welt der Literaturwissenschaft hat er sich seit dem Jahr 2010 als Texter und Journalist sowohl dem Sport als auch den Sportwetten verschrieben
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