Nach der Bundestagswahl 2021 ist in Sachen nächster Bundeskanzler noch immer alles offen – vor allem weil in Bezug auf die Koalitonen (Zweier- oder Dreier-Bündnis) noch einige Optionen vorhanden sind.

Wer wird nächster Bundeskanzler – Wahlgewinner Olaf Scholz oder doch Wahlverlierer Armin Laschet?

Vor der Bundestagswahl 2021 hatten die Wettanbieter bei ihren Kanzler Wettquoten mit Olaf Scholz einen klaren Favoriten. Auch weil der SPD-Spitzenkandidat in allen wichtigen Umfragen und Prognosen voran lag.

Noch gibt sich Scholz zurückhaltend, denn er sagte vor der Wahl auch : “Mit Platz 2 hat man ebenfalls die Chance, neuer Kanzler zu werden!” Das würde nun aber auf Laschet zutreffen…

Aktuelle Wettquoten: Wer wird nächster Bundeskanzler?

Bwin
1.22
Olaf Scholz (SPD)
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4.30
Armin Laschet (CDU)
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51.0
Annalena Baerbock (Grüne)
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67.0
Markus Söder (CSU)
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Quoten Stand vom 25.9.2021, 10:24 Uhr. Angaben ohne Gewähr. 18+ | AGB gelten

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen sind Wetten auf politische Ereignisse in Deutschland nicht möglich, in Österreich jedoch schon. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses zur Bundestagswahl 2021, zeigen wir hier trotzdem die aktuellen Wettquoten.

Nach der Bundestagswahl: Scholz jetzt Kanzler Favorit

Nach der Bundestagswahl 2021 dürfte der neue Bundeskanzler wohl Olaf Scholz heißen.

Die SPD mit Scholz als Spitzenkandidat ist nach den ersten offiziellen Ergebnissen die stimmenstärkste Partei. Somit liegt es auf der Hand, dass Scholz als nächster Bundeskanzler angelobt wird.

Dazu hat Scholz nun zwei Möglichkeiten: Er überzeugt die Union unter seiner Führung zu einer “GroKo” oder er geht zusammen mit den Gründen und der FDP in ein Dreierbündnis.

Zu 100 Prozent ist Scholz aber noch nicht der Merkel-Nachfolger. Auch Armin Laschet hat trotz der Wahlschlappe als zweitstärkste Fraktion noch die Chance nächster Bundeskanzler zu werden.

Kann er an der SPD und Scholz vorbei eine Dreier-Koaltion mit den Grünen und der FDP bilden, dann ist Laschet der neue Kanzler – und Scholz geht, obwohl er mit seiner Partei die meisten Stimmen geholt hat, am Ende leer aus…

Nächster Bundeskanzler – Scholz oder doch Laschet?


Das waren die letzten Umfragen: Wer wird neuer Bundeskanzler?

Weil bisher immer die stärkste Partei bei einer Bundestagswahl auch im Anschluss den Kanzler stellte, sind sich viele einig, dass der nächste Bundeskanzler aus den Reihen von SPD kommen wird.

Und somit richtet sich der Blick bei den Kanzler Prognosen nun automatisch auf Olaf Scholz.

Beim Thema “Nächster Bundeskanzler” sahen die Buchmacher – wie etwa Bwin – daher auch Scholz, amtierender Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister, vor der Wahl als Favorit für die Merkel-Nachfolge und als neuen Kanzler.

Die Kanzler Prognosen und Umfragen sagten dies ebenfalls voraus. Bis vor kurzem noch unter dem Radar, lag Scholz bei den letzten Umfragen und Meinungserhebungen bei den Deutschen voran, wenn der nächste Bundeskanzler direkt gewählt werden könnte.



Hinter Scholz reihen sich mit großem Respektabstand Baerbock und Laschet ein.

Vor ein paar Monaten sah es noch ganz anders aus: Annalena Baerbock führte die Umfragen und Prognosen an. Selbst Laschet hatte als potentieller nächster Bundeskanzler das Nachsehen.

Allerdings stolperte die grüne Kanzlerkandidatin über sich selbst – Ungereimtheiten und Falschangaben im Lebenslauf und bei Nebeneinkünften sowie Plagiats-Vorwürfe zu ihrem neuen Buch bremsten sie aus.

Baerbock stürzte in den Bundeskanzler Umfragen brutal ab, Laschet konnte kurz profitieren. Aber nur so lange, bis er sich selbst blamiert hat. Sein schamloses Lachen mitten im Hochwassergebiet nahmen ihm die Deutschen sehr übel. Zurecht. Das zeigt sich auch in den Umfragewerten.

Somit dürfe das Rennen “Wer wird nächster Bundeskanzler” auch eine Woche vor der Wahl wieder offen sein – und spannend wie selten zuvor.

Da Baerbock und Laschet in der Gunst der Deutschen von Woche zu Woche sinken, fallen auch die Umfragewerte ihrer Parteien. Im Gegenzug befindet sich die SPD mit Scholz – der noch dazu als Bundesfinanzminister seine Regierungserfahrung ausspielt – im Höhenflug.

Sollte die SPD mit Kanzlerkandidat Scholz nach der Bundestagswahl 2021 auf Platz 2 liegen, wäre sogar Scholz als nächster Bundeskanzler realistisch. Das hängt davon ab, mit wem er in eine Koalition gehen will.

Die Gefahr sieht auch die Union. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagt: “Es besteht jetzt die ganz große Gefahr, dass es eine Mehrheit jenseits der Union geben kann. Das muss jedem klar sein.“

wer wird neuer bundeskanzler Bild: Welche Partei würde den neuen Bundeskanzler stellen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre… (© Statista)

Die Chancen für Armin Laschet als neuer Kanzler

Auf die Frage “Wer wird nächster Bundeskanzler” war für die Union klar: Es wird ihr Spitzenkandidat.

Nun stehen die Schwarzen aber vor dem Problem, dass gar nichts klar ist. Armin Laschet liegt in der Wählergunst hinsichtlich neuer Bundeskanzler klar zurück.

Der beschämende Auftritt von Laschet (Lachanfall im Hochwassergebiet) sowie sein träger Wahlkampf bringen die Union in die Bredouille. Platz 1 als stimmenstärkste Partei wackelt gehörig – und damit auch der mögliche Auftrag zur Regierungsbildung.

Aber selbst wenn die Union doch noch – trotz und nicht wegen Laschet – die meisten Stimmen bei der BTW bekommt, ist Laschet als nächster Bundeskanzler keineswegs fix. Die SPD hat so stark aufgeholt bzw. die Union überholt, dass sich am Ende bei der Regierungsbildung auch eine Koalition ohne CDU/CSU ausgehen könnte.

Das Hauptproblem sind die miesen Umfragewerte von Laschet.

Die Deutschen bewerten die Arbeit von Laschet mehrheitlich als “schlecht”. Das zeigt eine Befragung von YouGov im August. Solche Ergebnisse sind nicht gerade die besten Voraussetzungen, um nächster Bundeskanzler zu werden.


Nächster Bundeskanzler Laschet? Es sieht nicht gut aus


Aber auch andere Bundeskanzler Umfragen sprechen kurz vor der Bundestagswahl 2021 nicht gerade für Laschet.

Eine August-Umfrage von Spiegel kommt nun zum Ergebnis, dass die Mehrheit der Befragten lieber CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union sehen würde als Laschet vorzieht. 51 % mit „Ja, Söder wäre der bessere Kanzlerkandidat“. Nur 39 Prozent sagten „Nein“.

Auch innerhalb der Partei genießt Laschet derzeit nur wenig Zuspruch: Nur 46 Prozent der Unions-Anhänger würden Laschet Anfang August direkt zum Kanzler machen.

Zum Vergleich: Bei SPD-Kandidat Olaf Scholz (67 Prozent) und der grünen Kanzleramts-Anwärterin Annalena Baerbock (68) sind es innerparteilich mehr als ein Drittel.


Statistik: Kanzler Prognose im Zeitverlauf: Wie wahrscheinlich ist es, dass Armin Laschet, Annalena Baerbock oder Olaf Scholz Bundeskanzler/in werden? | Statista Bild: Wie wahrscheinlich ist es, dass Armin Laschet Kanzler 2021 wird? (© Statista)

Was hingegen (noch) für Laschet – und die Möglichkeit neuer Bundeskanzler zu werden – spricht: Ein Berechnungsmodell zeigt, wie sehr wahrscheinlich es ist, wer aus dem Trio Laschet, Baerbock, Scholz am Ende als nächster Bundeskanzler feststehen wird. Hier liegt Laschet mit enormen Vorsprung voran.

Somit sieht es – zumindest nach dieser Wahrscheinlichkeitsberechung – danach aus, dass der neue Kanzler Armin Laschet heißen wird.

Wohl auch deshalb, weil die Chancen, dass die CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2021 – trotz Laschet – die meisten Stimmen holen wird. Und dann wird die Union mit der Regierungsbildung beauftragt.

Das dürfte auch der Grund sein, warum Laschet seinen (fragwürdigen) Kurs, mit dem er sich bislang durch den Wahlkampf geschleppt hat, fortsetzen möchte.

Konkret will der Kanzlerkandidat der Union bis zur Bundestagswahl 2021 auf drei Themen setzen: innere Sicherheit, Wohlstand sichern und das Klima besser schützen. Bei der Bundestagswahl gehe es um eine Richtungsentscheidung, so Laschet: „Wie sichern wir nach der Pandemie den Wohlstand in Deutschland?“

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Auch wenn die Zweifel an Laschet in Bezug auf die Merkel-Nachfolge und als nächster Bundeskanzler groß sind – ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass er schon öfters Wahlen gewonnen hat, obwohl er eigentlich im Vorfeld als Verlierer prognostiziert wurde.

Nach der Landtags­wahl 2017 wurde er mit einer Mehrheit von nur einer Stimme zum Regierungs­chef einer schwarz-gelben Koalition gewählt: CDU und FDP erfügen im Landtag zusammen über 100 der 199 Sitze 2018 wurde Armin Laschet mit 96,3 Prozent der Stimmen zum vierten Mal zum Landes­vorsitzenden gewählt.

Im vergangenen Jahr setzte sich Laschet bei der Wahl zum neuen CDU-Chef parteiintern gegen den favorisierten Friedrich Merz durch und im Frühjahr dieses Jahres hat er den deutlich höher eingestuften Markus Söder im Kampf um den Union-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2021 ausgestochen.

Die Bundeskanzler der Nachkriegszeit:

  • Konrad Adenauer (CDU, 1949–1963)
  • Ludwig Erhard (-, 1963–1966)
  • Kurt Georg Kiesinger (CDU, 1966–1969)
  • Willy Brandt (SPD, 1969–1974)
  • Helmut Schmidt (SPD, 1974–1982)
  • Helmut Kohl (CDU, 1982–1998)
  • Gerhard Schröder (SPD, 1998–2005)
  • Angela Merkel (CDU, seit 2005)
  • Wird Scholz nächster Bundeskanzler?

    Die SPD hatte lange Zeit weder bei den Buchmachern noch bei den Kanzler Prognosen und Umfrgen realistische Chancen auf einen Triumph – und somit auch keine Möglichkeit zu entscheiden, wer nächster Bundeskanzler wird.

    Doch mittlerweile hat sich alles geändert. Im August 2021 – wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2021 – liegt Olaf Scholz, der Spitzenkandidat der SPD, in der Wählergunst ganz weit vorne.

    Wäre der neue Bundeskanzler direkt wählbar, dann würde die Wahl mit Stand Mitte September auf Scholz fallen. In einer Kanzler Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Insa für BILD bekam Scholz über 30 Prozent! Damit lag der aktuelle Vizekanzler und Bundesfinanzminister hier klar vor Laschet und Baerbock.

    Scholz distanziert das schwarz-grüne Duo auch in anderen Bundeskanzler Befragungen. Die Deutschen halten ihn unter anderem als glaubwürdiger und sympathischer als Baerbock und Laschet.

    Mit diesen starken persönlichen Umfragewerten zieht Scholz auch die SPD nach oben, die vor einem Jahr im Tief war und unter der Wahrnehmungsgrenze herum gegrundelt ist.

    Und damit eröffnen sich für die Sozialdemokraten auch plötzlich wieder die Chancen den neuen Bundeskanzler zu stellen.

    Mit Platz 2 – wenn die Roten die Grünen hinter sich lassen – könnten sie, wenn sich bestimmte Dreierbündnisse ausgehen, die Regierung bilden. Und Scholz wäre nächster Bundeskanzler.

    Hier würde dann eine Ampelkoalition mit den Grünen und der FDP in Frage kommen. Oder gäbe es wieder eine GroKo mit der Union – nur unter anderen Vorzeichen: Mit Scholz als Kanzler und einem Vize der Union?

    Die Chancen für Baerbock als Kanzlerin?

    Im Frühjahr waren die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Annalena Baerbock in sämtlichen Kanzler Umfragen ast gleich auf mit der Union und bei manchen Erhebungen sogar vorne.

    Am 25. April waren die Grünen im „Sonntagstrend“ der Bild am Sonntag mit 28 Prozent sogar VOR der Union. Das war überhaupt der höchste Grünen-Wert in der Geschichte dieser Meinungsumfrage.

    Es sah danach aus als wäre Baerbock auf direktem Weg ins Kanzleramt und würde damit die Nachfolgerin von Angela Merkel werden.

    Doch dann kamen Ungereimtheiten und Falschangaben im Lebenslauf und bei Nebeneinkünften an die Öffentlichkeit sowie peinliche Abschreib-Vorwürfe zu ihrem neuen Buch.

    Die Glaubwürdigkeit von Baerbock und ihren Grünen, die sich in dieser Krise auch noch sehr ungeschickt verhalten haben, ist wohl dahin. Die 40-jährige Bundesvorsitzende der Grünen ist in allen Kanzlerumfragen – unter anderem auch bei jenen von Infratest dimap – abgestürzt.

    Die Chancen für die Grünen dennoch die nächste Bundeskanzlerin zu stellen, sind zwar deutlich gesunken, aber in der Theorie noch intakt.

    Eine quirlige, auf viele sympathisch wirkende jüngere Frau als Kontrast zu den Alphamännern der anderen Parteien könnte das entscheidende Ass im Bundestagswahlkampf sein.

    Ihr könnte außerdem zugute kommen, dass bis zur Bundestagswahl 2021 am 26. September noch ein wenig Zeit vergeht und der grün angehauchte Wähler auch gerne vergesslich ist, wenn es die eigene Partei nicht so ganz genau mit der Wahrheit nimmt.

    Zudem könnte auch Platz 2 genügen, um die Merkel-Nachfolge anzutreten. Geht sich zahlenmäßig eine “Ampelkoalition” mit der SPD und FDP aus, dann wäre wohl Annalena Baerbock die neue Bundeskanzlerin.

    Wetten zur Bundestagswahl 2021: Wer bekommt die meisten Stimmen?

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    1.25
    SPD
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    4.00
    CDU/CSU
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    Grüne
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    201
    AfD
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    Quoten Stand vom 25.9.2021, 10:24 Uhr. Angaben ohne Gewähr. 18+ | AGB beachten!

    Hinweis: Aus rechtlichen Gründen sind Wetten auf politische Ereignisse in Deutschland nicht möglich, in Österreich jedoch schon. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses zur Bundestagswahl 2021 bzw. zur Merkel-Nachfolge, zeigen wir hier trotzdem die aktuellen Wettquoten.

    Der Wettanbieter-Riese Bwin sieht die Grünen – trotz der Baerbock-Peinlichkeiten – weiter auf Platz 3 bei der Einschätzung der Partei, mit dem höchsten Prozentsatz an Stimmen bei der Bundestagswahl 2021.

    Zwar wird gemäß den Bundestagswahl-Prognosen noch immer die SPD die meisten Stimmen bekommen, aber gleich dahinter kommen gleich Union und die Grünen.

    Die FDP, die zum entscheidenden Faktor werden könnte, taucht im aktuellen Bwin-Quotenstand gar nicht mehr auf. Vielmehr ist die AfD gelistet, was angesichts diverser außenpolitischer Themen im Wahlkampf nicht überrascht.

    Diese Buchmacher Prognose zeigt, dass noch alles offe ist – und wer als nächster Bundeskanzler angelobt wird, noch lange nicht feststehen wird.

    Entscheidet die FDP den neuen Kanzler?

    Weder die AfD, noch die FDP oder die Linke haben bei der Bundestagswahl 2021 eine reale Chance auf ein Ergebnis um den Kanzler zu stellen. Alle drei liegen in den aktuellen Kanzler Prognosen und Umfragen zu weit zurück.

    Die FDP könnte nach der Wahl allerdings zur wichtigsten Partei werden, wenn es darum geht, wer nächster Bundeskanzler wird:

    Der Grund: Laut aktuellen Umfragen brauchen alle drei Parteien – Union, Grüne, SPD – die FDP, um den neuen Bundeskanzler stellen zu können.

    Lindner könnte somit zum Zünglein an der Waage werden – und entscheiden, ob Armin Laschet, Annalena Baerbock oder Olaf Scholz die Merkel-Nachfolge antritt.

    Man erinnere sich an das Jahr 2017 zurück. Auch hier war die FDP lange Zeit im Gespräch für eine Loation mit der Union, bevor Parteichef Christian Lindner seinen Rückzug aus den Gesprächen bekanntgab und lieber in die Opposition gegangen ist…


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