Wenige Wochen nach der erfolgreichen Heim-WM steht für das russische Nationalteam mit der Nations League die nächste Bewährungsprobe an. Zum Auftakt muss die Sbornaja auswärts in der Türkei ran.

Da die Türken – wie auch der Dritte im Bunde, Schweden – Playoff-Ambitionen haben, kündigt sich für Russland eine harte Gruppenphase in der Nations League an, in der vom Aufstieg bis zum Abstieg alles möglich scheint.

 

Wettquoten Türkei – Russland: Quoten Vergleich

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Sieg Türkei2,302,252,282,202,202,252,252,25
Unentschieden3,303,153,253,153,103,203,203,20
Sieg Russland3,503,403,303,303,303,203,303,40

* Quoten Stand vom 07.09.2018, 10:35 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

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Russland hofft auf Fortsetzung des WM-Märchens

Die Erwartungen an die russische Elf sind in der Heimat dennoch groß; kein Wunder, nach dem herausragenden WM-Auftritt vor wenigen Wochen.

War man zunächst ohne jegliche Ambitionen und Erwartungen ins Turnier gestartet, erlebte die Sbornaja letztlich ein ähnliches Sommer-Märchen, wie Deutschland 2006. Allerdings mit dem Unterschied, dass ein derart gutes Abschneiden im Vorfeld absolut nicht zu erwarten war.

 

Türkei schießt das erste Tor
1.80

* Quoten Stand vom 07.09.2018, 10:35 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Nachdem Russland mit zwei Siegen souverän den zweiten Platz in Gruppe A ergattern konnte, vermochte es im nachfolgenden Achtelfinale noch nicht einmal ein Titelfavorit wie Spanien, den russischen Bäre zu bändigen.

Dies war erst dem späteren Vizeweltmeister Kroatien im Viertelfinale gelungen; allerdings erst nach einem erbitterten Kampf, der im Elfmeterschießen ein dramatisches Ende fand.

Obwohl sich für Russland der Traum vom “Finale dahoam” somit nicht erfüllt hat, so ist doch eine enorme Euphorie geblieben, die auch rund zwei Monate nach dem WM-Aus nachwirkt.

Fragt sich nur, ob das unbedingt von Vorteil für die Russen ist. Fakt ist nämlich, dass der Druck für Erfolgs-Trainer Stanislaw Tschertschessow und seine Mannen deutlich größer geworden ist.
 

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Ein schwaches Abschneiden in der Nations League wird der launige russische Fußball-Fan wohl nicht verzeihen.

Doch das Vertrauen in die Fähigkeiten von Mastermind Tschertschessow ist riesig. Nicht umsonst stattete ihn der Verband nach der WM mit einem neuen Vertrag bis 2020 aus, plus der Option für zwei weitere Jahre.

Daraus lässt sich klar ablesen, welche Ziele man in Russland verfolgt: eine EM-Teilnahme. Auf welchem Weg das Ticket nun geholt wird, spielt keine Rolle.

Ein Playoff-Einzug in der Nations League, samt der damit verbundenen Chance auf die EM-Teilnahme, würde den Russen für die bevorstehende EM-Qualifikation allerdings viel Last abnehmen.

 

Ignashevich & Akinfeev nicht dabei

Mannschaftlich baut Tschertschessow im Großen und Ganzen auf seine WM-Helden, wenngleich das russische Nationalteam einer Verjüngungskur unterzogen werden soll.

Allein der Rücktritt von Alt-Star Sergey Ignashevich (39) hat das Durchschnitts-Alter aber schon etwas gesenkt. Darüber hinaus wurden auch Elfmeter-Held Igor Akinfeev sowie Angreifer Fyodor Smolov nicht nominiert.

 

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Dass sich der russische Kader nach wie vor großteils aus Spielern der russischen Premjer Liga zusammensetzt, war zwar stets ein viel diskutiertes Thema, mit dem guten WM-Abschneiden konnte den Kritikern vorläufig aber der Wind aus den Segeln genommen werden.

 

Türkei bleibt oft hinter den Erwartungen

Auch die Türken sind auf das EM-Ticket aus. Umso mehr, nachdem die Halbmond-Kicker bei der WM in Russland abermals zuschauen mussten.

Dies war allerdings nur logisch, nach einer schwachen Qualifikation, in der die Türkei nur vier ihrer zehn Spiele gewinnen konnte. Die Folge war ein vierter Platz – hinter Island, Kroatien und der Ukraine.

Zu wenig, bedenkt man, dass sich in den türkischen Reihen Spieler wie Hakan Calhanoglu, Cenk Tosun, Cengiz Ünder oder Caglar Söyüncü befinden.

 

Türkei vs. Russland – die bisherigen Duelle:

BewerbDatumPaarungErgebnis
Testspiel05.06.2018Russland – Türkei1:1
Testspiel31.08.2016Türkei – Russland0:0
Testspiel22.04.1998Russland – Türkei1:0
Testspiel20.04.1994Türkei – Russland0:1

 

Doch schon viele Trainer sind daran gescheitert, aus einem Haufen begnadeter Individualisten eine funktionierende Mannschaft zu Formen. Und es deutet sich an, dass auch Türkei-Trainer Mircea Lucescu an diesem Unterfangen scheitern könnte.

Nachdem sich die Ergebnisse der Türkei schon in den letzten vier WM-Qualifikationsspielen unter Lucescu nicht wirklich stabilisiert hatten, war dies auch bei den nachfolgenden Testspielen nicht der Fall.

In acht Spielen reüssierte die Lucescu-Elf nur zweimal (Irland, Iran).

 

Türken gegen Russland noch sieglos, aber Favorit

Allerdings: Nimmt man die letzten fünf Partien her, so blieb die Türkei dabei stets ungeschlagen.

Dies, zusammen mit der Tatsache, dass die für gewöhnlich heimstarken Türken Russland in Trabzon in Empfang nehmen, hat die Buchmacher dann offenbar dazu bewegt, den Hausherren doch die Favoritenrolle umzuhängen.

 

Fallen über 2,5 Tore?
Ja2.35
Nein1.55

* Quoten Stand vom 04.9.2018, 19:00 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Dabei wirkt die direkte Bilanz noch nicht mal so aufbauend. Nach vier Duellen ist Russland nach wie vor ungeschlagen gegen die Türkei: Zwei russische Siege stehen ebenso viele Punkteteilungen gegenüber, wobei die beiden jüngsten Begegnungen 2016 und 2018 jeweils mit einem Remis endeten.

 


Icon GlühbirneMit Blick auf die vorangegangenen Duelle dürfen in dieser Begegnung nicht allzu viele Tore erwartet werden. Schließlich waren in den bisherigen vier direkten Aufeinandertreffen gerade mal vier Treffer gefallen.


 

Für Russland kommt allerdings erschwerend hinzu, dass das Gastspiel in der Türkei die erste Auswärtsfahrt seit einer gefühlten Ewigkeit ist. Am 30. Mai war die russische Auswahl zuletzt in der Fremde angetreten. Damals setzte es gegen Österreich prompt eine 0:1-Niederlage.

Dies war übrigens das einzige Mal in den vergangenen 17 (!) Länderspielen, dass Russland außerhalb der eigenen Landesgrenzen ein Länderspiel absolvierte.

 

Was ist die Nations League?

Die 55 UEFA-Mitgliedsverbände und damit auch Teilnehmer der Nations League sind in vier Ligen eingeteilt:

    Liga A: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Schweiz, Island, Italien, Portugal, Polen, Spanien, Kroatien, England
    Liga B: Tschechien, Slowakei, Ukraine, Schweden, Türkei, Russland, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Nordirland, Dänemark, Irland, Wales
    Liga C: Schottland, Israel, Albanien, Griechenland, Ungarn, Finnland, Estland, Slowenien, Norwegen, Bulgarien, Zypern, Serbien, Rumänien, Montenegro, Litauen
    Liga D: Georgien, Lettland, Kasachstan, Andorra, Weißrussland, Moldawien, San Marino, Luxemburg, Aserbaidschan, Malta, Färöer, Kosovo, Mazedonien, Armenien, Liechtenstein, Gibraltar

In diesen vier Ligen sind die entsprechenden Nationen wiederum in jeweils vier Gruppen gelost worden. Die Liga B sieht somit nun so aus:

    Gruppe 1: Slowakei, Ukraine, Tschechien
    Gruppe 2: Russland, Schweden, Türkei
    Gruppe 3: Österreich, Bosnien-Herzegowina, Nordirland
    Gruppe 4: Wales, Irland, Dänemark

Die jeweiligen Gruppensieger der Liga A treten im Juni beim Finalturnier gegeneinander an – dort steigt ein Halbfinale und ein Finale. Die Sieger der unteren Ligen steigen auf, die Gruppenletzten der Ligen A bis C steigen ab.

Darüber hinaus werden über die UEFA Nationen Liga auch vier Startplätze für die bevorstehende EM 2020 vergeben.