In der Champions League heißt es für den BVB schon wieder Abschied nehmen, bevor der Wettbewerb gefühlt überhaupt so richtig begonnen hat. Vor dem Heimspiel gegen die Spurs wird in dieser Saison bereits zum letzten Mal die königliche Hymne im Signal-Iduna-Park erklingen.

Zwar lässt sich vor dem fünften Spieltag noch immer eine theoretische Aufstiegschance für die Westfalen konstruieren; tatsächlich dürfte es den Dortmundern jedoch schon einige Mühe bereiten, sich über den dritten Tabellenplatz der Gruppe H wenigstens noch in die Europa League zu retten.

 

Icon Top Quote
aktuell beste Dortmund Quote bei Interwetten

 

Nach anfänglichen Niederlagen gegen die Spurs und Real war es der Truppe von Peter Bosz zuletzt gleich zwei Mal nicht gelungen, dem diesbezüglichen Konkurrenten aus Nikosia die Grenzen aufzuzeigen – jeweilige Unentschieden deckten auf, wie schlecht es derzeit um die Borussia steht.

Dabei hätte es noch nicht einmal unbedingt der beiden Peinlichkeiten gegen APOEL bedurft, um dem BVB eine handfeste Krise attestieren zu müssen: Immerhin ließ der unlängst in der Bundesliga zu beobachtende Absturz bereits zur Genüge wissen, dass die Mannschaft völlig den Faden verloren hat.

 

Dortmund gegen Tottenham:

Bet365 LogoInterwetten LogoBetsafe LogoTipico LogoBet3000 LogoBetway LogoWilliam Hill LogoSunmaker Logo
Sieg Dortmund2,052,202,082,002,052,052,002,05
Unentschieden3,753,603,853,803,803,753,753,75
Sieg Tottenham3,703,103,553,403,603,603,603,55

* Quoten Stand vom 21.11.2017, 13:34 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Für Dortmund geht es nur noch um die Reste…

Die vor der Länderspielpause gegen Leipzig, Hannover und die Bayern kassierten Niederlagen haben nunmehr zur Folge, dass es für den Verein mittlerweile an sämtlichen Fronten brennt – alles andere als gute Voraussetzungen, um es nun in der Königsklasse mit dem Tabellenführer aufzunehmen.

 
icon lawGegen die Spurs hatten sich die Dortmunder bereits eine blutige Nase eingefangen, als es um die Perspektiven noch zum Besten stand: Anlässlich der 1:3-Schlappe im Hinspiel bekam der BVB erstmals das Gespür vermittelt, dass dieser Herbst nicht zu Heldentaten taugt.
 

Selbst nach jener in Wembley kassierten Auftaktniederlage hätten sich die Schwarz-Gelben aber natürlich nicht einmal in ihren dunkelsten Momenten träumen lassen, dass es auch in den unmittelbar folgenden drei Gruppenspielen zu keinem einzigen Dreier reichen wird.

Bis zum desolaten 0:3 gegen Real Madrid hatte der BVB immerhin in dem Ruf gestanden, in Heimspielen gegen die Königlichen auf der sicheren Seite zu sein – und die jüngsten Unentschieden gegen APOEL kann sich wohl noch immer kein Dortmunder so recht erklären.

 

Tristesse im Schatten der Südtribüne

Insbesondere das zuletzt vor heimischer Kulisse quittierte 1:1 dürfte den Ruf des Bundesligisten dauerhaft beschädigt haben. Da es in den beiden vorherigen CL-Heimspielen sogar jeweilige Niederlagen setzte, hat der Signal-Iduna-Park seinen Festungscharakter offenbar eingebüßt.

Angesichts der nacheinander gegen Leipzig und den FC Bayern verlorenen Schlachten, wird die plötzliche Heimschwäche auch von den Auftritten in der Liga gespiegelt – wettbewerbsübergreifend liegt der letzte Heimsieg mittlerweile fast auf den Tag genau zwei Monate zurück.

 


Video: Ein Hauch von Nostalgie: Die Top-5-Tore von Mario Götze im Trikot von Borussia Dortmund. (Quelle: YouTube/Borussia Dortmund)

 

Da vermeintlich ewige Gewissheiten mit einem Male an Wert verlieren, ist auch die hervorragende Bilanz gegen englischen Mannschaften mit Vorsicht zu genießen; in der bisherigen zehn Heimspielen gegen Klubs aus der Premier League musste sich der BVB nur in eine Niederlage fügen.

Sogar ganz besonders wenig dürfte der von knapp anderthalb Jahren gegen Tottenham verbuchte 3:0-Sieg zum Muntermacher taugen; in damaligen Achtelfinale der Europa League hatten die Spurs ein reines B-Team ins Westfälische entsandt.

 

 

Mit dem ersten Anzug vermochte die Mannschaft von Mauricio Pochettino zuletzt hingegen selbst dem Titelverteidiger ein verdientes Pünktchen im Bernabeu-Stadion abzutrotzen, bevor ein glatter 3:1-Erfolg im Rückspiel dann gar den Sprung an die Tabellenspitze besiegelte.

 

Die Wettanbieter geben den BVB noch nicht auf

Vor allem dank des am Fließband treffenden Harry Kane schicken sich die Londoner folglich an, die vielleicht schwerste Vorrundengruppe mit einem Krönchen auf dem Haupte zu verlassen – für die Verteidigung der Spitze wird nun beim BVB noch nicht einmal zwingend etwas Zählbares gebraucht.

Möglicherweise ist es gerade dieser komfortablen Ausgangsposition der Spurs geschuldet, dass die Prognosen der Wettanbieter den aktuellen Tabellenstand der Gruppe H geradezu ad absurdum führen: Die rumpelfüßelnden Borussen werden hier tatsächlich als Favorit geführt.

 

“Wir sind sehr fokussiert und sehr konzentriert. Man spürt, dass sich die Mannschaft unbedingt verbessern will.”

Dortmunds Raphael Guerreiro erwartet die Trendwende.

 

So gibt es selbst bei den Top-Anbietern kaum mehr als den doppelten Einsatz zurück, wenn es für die Dortmunder im fünften Anlauf endlich zum ersten Dreier reicht; das dritte königliche Remis in Serie ist in der Spitze hingegen mit bis zu 3,8 quotiert.

 
Icon Euro MünzeFast ebenso üppig fallen die Auszahlungen aus, sollte sich Tottenham vorzeitig den Sieg in der Todesgruppe sichern. Wird die Gruppenphase mit einem Auswärtssieg vergoldet, nehmen glückliche Gewinner rund den 3,6-fachen Wetteinsatz in Empfang.
 

Dabei ist es aber natürlich doch nicht gänzlich abwegig, dass etliche Experten den BVB am Dienstag im Vorteil sehen – schließlich könnte gerade der enorme Erfolg der gastierenden Engländer nunmehr auch den Schwarz-Gelben zur ersten Erfolgsmeldung verhelfen.

Da die Spurs in der Champions League bereits sicher in der nächsten Runde sind, liegt es immerhin nahe, sich vorübergehend drängenderen Problemen zuzuwenden: Spätestens seit der unlängst erlittenen Niederlage gegen Man United genießt die Meisterschaft absolute Priorität.

 

 

Infolge der im „Theater der Träume“ mitbekommenen 0:1-Schlappe droht Tottenham schon frühzeitig den Anschluss an die Citizens zu verlieren. Soll die derzeitige 8-Punkte-Kluft nicht noch größer werden, wird in den kommenden Wochen jeder lausige Zähler gebraucht.

Allzu viel sollten sich die Dortmunder aber bessern trotzdem nicht davon versprechen, dass Tottenham in der Meisterschaft unter Zugzwang steht.

Die demnächst in der Liga anstehenden Prüfungen (West Bromwich, Leicester, Watford) dürften Pochettino kaum Anlass bieten, zentrale Leistungsträger im Signal-Iduna-Park zu schonen.