Italien vs. Schweden – WM 2018 Play-Off Wetten & Quoten

Für die Squadra Azzurra drohen sich die Play-offs zu einem Albtraum zu entwickeln. Nach der am Freitagabend im Hinspiel erlittenen 0:1-Schlappe wird die Weltmeisterschaft in Russland nun nur noch mit einem heroischen Kraftakt zu erreichen sein.

Für die zunächst als krasser Außenseiter in die Entscheidungsspiele gestarteten Schweden dürfte nun am Mittwoch nicht zuletzt die Statistik sprechen. Ein daheim eingefahrenes 1:0 stellte sich in den europäischen WM-Play-offs bislang noch immer für den Aufstieg als ausreichend heraus.

 

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Immerhin schon drei Mannschaften hatten in der Vergangenheit das Beste aus einem derart knapp anmutenden Vorsprung gemacht: Nach den Belgiern (2002) ließen sich die Portugiesen (2010, 2014) gleich zwei Mal ein solches Polster im Rückspiel nicht mehr nehmen.

Mussten die Schweden dabei vor vier Jahren noch höchstpersönlich gegen die Selecao nach den beiden Entscheidungsspielen die Segel streichen, scheint die erste WM-Teilnahme seit 2006 dank der Umkehrung der Verhältnisse nun mit einem Male greifbar nahe zu sein.

 

Wettquoten Vergleich zu Italien vs. Schweden:

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Sieg Italien 1,53 1,50 1,49 1,50 1,55 1,55 1,53 1,57
Unentschieden 4,00 4,20 3,95 3,80 4,00 4,20 3,75 3,80
Sieg Schweden 8,00 6,50 7,70 8,00 7,50 7,00 7,00 7,50

* Quoten Stand vom 13.11.2017, 09:37 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

Die letzten Auftritte der Italiener machen wenig Mut

Die Italiener hätten hingegen eigentlich schon von vornherein ahnen können, dass es in den Duellen gegen die Blagult zu Komplikationen kommen muss. Als die Azurblauen vor sechs Jahrzehnten letztmals eine WM verpassten, fand die Endrunde schließlich ausgerechnet in Schweden statt.

 

“Jetzt steht das Spiel des Lebens an. Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um Italien zur Weltmeisterschaft zu führen.”
Todesmetaphern haben im italienischen Lager derzeit Hochkonjunktur – im Vergleich dazu ließ Marco Parolo nach dem Hinspiel noch vergleichsweise moderate Töne vernehmen.

 

Aus Sicht der Wettanbieter ist es aber freilich noch nach lange nicht zu spät, dass azurblaue Skandinavien-Trauma zu besiegen: Trotz des aufzuholenden Rückstands sagen die Buchmacher beiden Mannschaften nach wie vor ungefähr gleich gute Chancen auf den Aufstieg voraus.

Bei diesen tröstlichen Prognosen fällt allerdings geflissentlich unter den Tisch, dass die Squadra Azzurra derzeit nicht in Topform ist. Einen wirklich souveränen Auftritt hatten die Gastgeber letztmals im Juni beim pflichtgemäßen 5:0 gegen Liechtenstein abgespult.

 


Video: Die Analyse der italienischen 0:1-Auswärtspleite gegen die Schweden. (Quelle:YouTube/SportOfView)

 

Von den fünf seit der Sommerpause absolvierten Prüfungen konnte die Truppe von Gian Piero Venture hingegen nur noch zwei siegreich absolvieren, die angesichts jeweiliger 1:0-Erfolge gegen Israel und Albanien jedoch auch nicht als Ruhmesblatt zu gebrauchen sind.

Richtig arg hatte es den vierfachen Weltmeister derweil bei der zuvor in Spanien erlittenen 0:3-Schlappe erwischt, bevor auch das vor heimischen Publikum gegen Mazedonien ausgehandelte 1:1 für verständliches Entsetzen bei den Tifosi sorgte.

 

Alles Nervensache …

Selbst bei Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon mischte sich nach diesen jüngsten Leistungen etwas Skepsis über die aktuelle Leistungsfähigkeit: „Wir dachten, auf einem höheren Niveau zu sein. Jetzt müssen wir uns mit Stolz aus dieser Lage aufraffen. Wir brauchen eine psychologische Wende.“

Und vor allem ein gutes Resultat im Play-Off-Hinspiel – um sich für das Rückspiel in eine optimale Ausgangssituation zu bringen. Schließlich steht für Italien sehr viel auf dem Spiel.

 

 

Angesichts solcher in der Qualifikation gesetzten Duftmarken haftete dem in Solna kassierten Nackenschlag nur noch ein bedingt sensationeller Charakter an – zumal sich die Schweden bereits in den vergangenen Jahren als konsequent heimstark inszenierten.

Eben diese Heimstärke könnte allerdings zur Folge haben, dass sich der in den ersten 90 Minuten herausgeschossene Vorsprung am Montag doch als etwas zu dünn erweist: In der Fremde mutete die Auftritte der Nordeuropäer in den letzten Monaten nämlich meist weit weniger anbetungswürdig ab.

 

Schweden auswärts anfällig

Während die Blagult in der Friends Arena seit über zwei Jahren ungeschlagen sind, hat es im laufenden Kalenderjahr bereits drei Auswärtsschlappen gesetzt. Gleich im Januar musste sich das Team etwa in eine 1:2-Niederlage gegen die in der WM-Quali gescheiterten Ivorer fügen.

 


 

Beim 2:3 in Sofia wurde im August dann die bis dahin realistische Chance auf den Gruppensieg in der Qualifikation verspielt, bevor beim kürzlich erlittenen 0:2 in den Niederlanden auch die nur noch formal unter Pflichtspielbedingungen ausgetragene Generalprobe für die Play-offs daneben ging.

Aufgrund der in der Fremde zu konstatierenden Schwierigkeiten erklärt es sich von selbst, warum sich der Jubel im schwedischen Lager nach dem Hinspiel in Grenzen hielt; laut Nationalcoach Janne Andersson waren die Spieler weit davon entfernt, Freudentänze in den Katakomben aufzuführen.

 
„Wir haben uns gefreut, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben – aber nicht mehr als das“, bleiben Trainer Janne Andersson und seine Schweden auch nach dem Triumph in der Friends Arena hochfokussiert.
 

Gleichwohl wird die Stimmung hier natürlich noch immer um Längen besser als in der italienischen Kabine gewesen sein. Nach einem Scheitern in den Play-offs dürfte schließlich selbst auf so schillernden Karrieren wie jener von Kult-Keeper Gianluigi Buffon ein dauerhafter Makel lasten.

 

Ein Heimsieg? Für die Wettanbieter kein Problem!

Nach dem unerfreulich verlaufenen Hinspiel droht die aktuelle Ausgabe der Nationalelf als Versager-Generation in die ansonsten so glorreiche Fußball-Geschichte der Squadra Azzurra einzugehen: Eine Aussicht, die die benötigte Trotzreaktion im Rückspiel wahrlich nicht leichter macht.

Unter den gegebenen Umständen dürfte an ein auch nur halbwegs befreites Aufspielen sicherlich kaum zu denken sein; das im Mailand über die Bühne gehenden Endspiel müssen die Gastgeber vor allem auch in mentaler Hinsicht wuppen.

 

 

Dabei hatte es der Mannschaft zuletzt schon ganz ohne Druck regelmäßig Probleme bereitet, den eigenen Stiefel herunterzuspielen. Eine selbst für italienische Verhältnisse ungewöhnliche Tor-Flaute deutet insbesondere auf massive Schwierigkeiten in der Spieleröffnung hin.

Dass es in den letzten fünf Pflichtspielen folglich gerade einmal zu drei Treffern reichte, dürfte ein extrem schlechtes Omen für das Rückspiel sein: Ohne eine vernünftige Offensive lassen sich Aufholjagden bekanntlich nicht besonders vielversprechend an.

 

Italien “to big to fail”?

Als entscheidenderer Faktor wird sich vor heimischer Kulisse nichtsdestotrotz bereits angesprochene die Psyche erweisen. Sollten die Gastgeber den Showdown mit einer positiven Grundhaltung bestreiten, dürfte damit schon eine ganze Menge gewonnen sein.

Diesbezüglich ist es natürlich ein großer Vorteil, dass Italien eben doch Italien ist: Allein die ruhmreiche Geschichte der Squadra Azzurra könnte dafür sorgen, dass den Schweden im Guiseppe-Meazza-Stadion alsbald das Herz in die Hose zu rutschen beginnt.

Auch von den Wettanbietern werden die Azurblauen im Übrigen weiterhin als „to big to fail“ vermutet. Angesichts deutlicher Favoritenquoten um 1,5 deutet hier alles auf einen Heimsieg hin – der gegebenenfalls aber noch immer das Scheitern des vierfachen Weltmeisters besiegeln kann.
 

About the Author

Oliver
Oliver wurde schon frühzeitig als Co-Moderator einer TV-Sportsendung auf seine spätere Passion vorbereitet. Nach einer rasch gescheiterten Karriere als Fußballer und einem Abstecher in die Welt der Literaturwissenschaft hat er sich seit dem Jahr 2010 als Texter und Journalist sowohl dem Sport als auch den Sportwetten verschrieben
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