Real Madrid vs. PSG Wettquoten – Champions League 2018

Unmittelbar nach der Auslosung fühlte sich das königliche Achtelfinal-Duell zwischen Real und Paris noch wie ein vorgezogenes Endspiel an: Mittlerweile mehren sich jedoch die Zweifel, ob derzeit wirklich beide Teams zur Crème de la Crème des europäischen Fußballs zu zählen sind.

Dabei war vorab sicherlich nicht zu erwarten, dass sich diese Zweifel ausgerechnet auf den angestammten Platzhirsch beziehen. Während Saint-Germain noch nie den Henkelpott gewann, hatte das weiße Ballett den Wettbewerb zuletzt schließlich in zuvor beispielloser Weise dominiert.

 

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aktuell beste Quote PSG bei Interwetten

 

Nachdem Real noch im vergangenen Juni mit einem historischen Sieg gegen Juventus Turin den Titel in den Champions League verteidigte, droht nun aber auch im Falle der Madrilenen der bislang einzigartige Erfolg seine Kinder aufzufressen.

Die Leistungen in der laufenden Saison waren demnach viel zu selten von einem anbetungswürdigen Charakter geprägt. Blieben die Königlichen zunächst in den Startblöcken stecken, kamen die Zauber-Füßler auch in der Folge nie so recht in Schwung.

 

Wettquoten Vergleich zu Real vs. PSG:

Bet365 Logo Interwetten Logo Betsafe Logo Tipico Logo Bet3000 Logo Betfair Logo William Hill Logo Betway Logo
Sieg Real 2,29 2,30 2,45 2,30 2,40 2,40 2,38 2,40
Unentschieden 3,75 3,50 3,75 3,70 3,80 3,70 3,60 3,60
Sieg PSG 2,75 3,00 2,85 2,90 2,90 2,88 2,80 2,80

* Quoten Stand vom 8.2.2018, 09:32 Uhr. Angaben ohne Gewähr. Die Quoten unterliegen laufenden Anpassungen und können sich mittlerweile geändert haben.
 

 

Gegen Paris droht Real der Super-GAU

Die in La Liga nach 21 Spieltagen zu Buche schlagenden elf Siege muten nach eigenen Maßstäben geradezu indiskutabel an – zumal der Rückstand auf den weit enteilten FC Barcelona mittlerweile schier unglaubliche 19 Punkte beträgt.

 
icon lawDerzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Real zum ersten Mal überhaupt den Wiedereinzug in die “Königsklasse” verpasst – in der Liga kündigt sich ein harter Zweikampf mit dem FC Valencia um den letzten Startplatz an.
 

Dass sich die Königlichen derzeit unmittelbar zwischen Valencia und Villarreal auf dem vierten Rang platzieren, lässt dann auch erahnen, in welch bedrohlicher Weise dem zunächst so erfolgsverwöhnten Zinedine Zidane in den vergangenen Monaten die Kontrolle entglitten ist.

Während immer mehr Experten bereits mit dem Abgesang auf die goldene Real-Generation beginnen, zeigt sich der einstige französische Weltmeister fast nur noch um hilflos wirkende Beschwichtigungen bemüht.

 

 

Gegen seine Landsleute aus Paris muss der Trainer nun aber endlich beweisen, dass das ganze Gerede auch gefruchtet hat – schließlich stellt sich die Champions League längst als allerletzte Patrone im Colt des 45-Jährigen heraus.

 

Paris hatte zuletzt deutlich mehr zu bieten…

Neben den meisterlichen Ambitionen hat sich für seine Madrilenen nämlich auch die Pokal-Chance frühzeitig erledigt. Infolge einer 1:2-Heim-Niederlage wurde Real Madrid in der Copa del Rey bereits im Viertelfinale sensationell von CD Leganes aufs Trockene gesetzt.

Der krasse Außenseiter aus der Vorstadt steuerte damit einen weiteren Baustein zur galoppierenden Entzauberung der Königlichen bei, die sich in den vergangenen Monaten auch ansonsten kaum einmal für einen bösen Ausrutscher zu schade waren.

Zu diesen war nicht zuletzt auch das im Dezember kassierte 0:3 gegen den FC Barcelona zu zählen: Angestachelt von der schweren Krise der Hausherren, hatten die Katalanen das ehrwürdige Bernabeu-Stadion kurz vor Weihnachten einmal mehr in Trümmer gelegt.

 


Video: Auf die Künste von Neymar hofft PSG auch im Kracher-Duell gegen Real Madrid. (Quelle: YouTube/MNXHD)

 

Ganz Ähnliches hat sich nun auch der souveräne französische Tabellenführer vorgenommen, der bereits im Verlauf der aufreizend lässig bewältigten Gruppenphase seine ohnehin hinlänglich bekannten Qualitäten unterstrich.

 
Icon FußballMit 25 erzielten Treffern wurde von Saint-Germain fast im Vorübergehen ein neuer Tor-Rekord in der CL-Vorrunde verbucht; dabei ging es im heimischen Prinzenpark unter anderem auch dem FC Bayern mit einem 3:0-Erfolg an den Kragen.
 

Dank der frühzeitig geklärten Verhältnisse konnte es sich das Team von Unay Emery dann auch leisten, das Rückspiel in der Allianz-Arena abzuschenken: Die an der Isar erlittene 1:3-Niederlage sagt vermutlich nur wenig über das tatsächliche Leistungsvermögen der Franzosen aus.

 

Die Wettquoten erinnern an Saint-Germains Spanien-Komplex

Möglicherweise ist es aber doch auch auf diesen ganz seltenen Fehltritt zurückzuführen, dass die Wettanbieter Saint-Germains Aussichten in Madrid nicht als sonderlich gut taxieren – mit Siegquoten von bis zu 3,0 knicken die Buchmacher noch immer vor der einstigen Größe der Gastgeber ein.

Die vergleichsweise hohen Quoten für einen Heimsieg deuten dann allerdings schon auf ein sich zunehmend verschiebendes Kräfteverhältnis hin: An Top-Quoten von 2,3 für einen Erfolg der Königlichen waren bis vor kurzem noch nicht einmal im Entferntesten zu denken.

 
icon moneyDem allgemeinen Trend entsprechend, tanzen zu guter Letzt auch die Remis-Quoten aus der Reihe. Sollte im Bernabeu-Stadion kein Sieger ermittelt werden, gibt’s in der Spitze den 3,8-fachen Wetteinsatz zurück.
 

So richtig wundern müssen sich die Franzosen gleichwohl nicht, dass sich die Buchmacher noch immer mehrheitlich auf die Seite des Titelverteidigers schlagen – mit spanischen Kontrahenten hatte Saint-Germain zuletzt durchweg schlechte Erfahrung gemacht.

In den K.-o.-Runden der letzten fünf Jahre musste das Team etwa gleich drei Mal gegen den FC Barcelona die Segel streichen; in den drei Partien auf katalonischer Erde war dem Ligue-1-Klub dabei nur ein einziger Punktgewinn vergönnt.

 

 

Der vorjährige Trip ins Camp Nou könnte sogar für ein waschechtes Trauma verantwortlich sein: Nach einem glatten 4:0 im Hinspiel wurde die bereits für gebucht gehaltene Teilnahme am Viertelfinale in einer denkwürdigen Schlussphase noch verspielt (1:6).

Gänzlich auszuschließen ist es deshalb sicherlich nicht, dass den personell hochgerüsteten Gästen nun auch beim Betreten des Bernabeu-Stadions das Herz wieder einmal in die Hose rutscht – und sich Real auf der größtmöglichen aller Bühnen am eigenen Schopf aus dem Sumpf der letzten Wochen zieht.

About the Author

Oliver
Oliver wurde schon frühzeitig als Co-Moderator einer TV-Sportsendung auf seine spätere Passion vorbereitet. Nach einer rasch gescheiterten Karriere als Fußballer und einem Abstecher in die Welt der Literaturwissenschaft hat er sich seit dem Jahr 2010 als Texter und Journalist sowohl dem Sport als auch den Sportwetten verschrieben