Im Frühjahr 2017 wird eine der einflussreichsten Positionen in der Weltpolitik vakant: die US-Amerikaner wählen am 8. November 2016, vorerst indirekt (mehr dazu siehe hier), zum 58. Mal ihren Präsidenten. Die internationalen Bedeutsamkeit dieser Entscheidung mag unverändert sein, doch kann man sich aktuell nicht des Eindruckes erwehren, dass diesmal besonders viel auf dem Spiel steht.
 

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aktuell beste Quote Clinton bei Interwetten

 
Werden Wahlentscheidungen bei den Nordamerikanern stets, aufgrund des in den USA gepflegten Politstils, hitzig verhandelt, so scheint diesmal die ganze Welt ähnlich emotional mitzudiskutieren. Der Grund dafür lässt sich vor allem an einer Person festmachen: US Präsidentschaftskandidat Donald Trump.

 

Donald Trump polarisiert – und bringt Politik wieder in Mode

Mit dem Milliardär und Polit-Quereinsteiger steht ein Mann zur Wahl, der die Gemüter derart heftig erregt, wie nicht einmal die Rechten in Europa es vermögen. Immerhin hat Trump für seine Zeit im Weißen Haus – so sie kommen mag – extreme Maßnahmen ins Auge gefasst.
 

Voraussetzungen um als US Präsident zu kandidieren:

  • Gebürtiger US-Amerikaner
  • Mindestalter von 35 Jahren
  • 14 Lebensjahre wohnhaft in den USA

 
Dazu zählt etwa der Bau „einer großen Mauer“ an der mexikanischen Grenze, Einreiseverbote für Muslime und Flüchtlinge aus Syrien und Libyen sowie einen Austritt aus der NAFTA und der WTO. Außerdem gab er an, den NATO-Pakt nach eigenem Gutdünken interpretieren zu wollen. Ganz allgemein fiel der Kandidat der Republikaner in den Wahlkampfmonaten aber durch seine politische Unerfahrenheit und durch rassistische und sexistische, in jedem Fall aber polemischen Äußerungen auf.

Angesichts dessen können selbst politisch Uninteressierte nicht mehr ohne Bekenntnis bleiben. Wenn sich also sonst wenig Gutes über Trump sagen lässt, so doch immerhin dies, dass er Politik wieder groß in Mode bringt.

 

Die Wettscheine sind geöffnet: wer folgt Barack Obama nach?

Folglich versteht es sich beinahe von selbst, dass im Sog der Emotionen auch die Sportwettenanbieter ein Wörtchen mitreden möchten. Ihren Wettkunden stellen sie dabei, in guter alter Tradition der Politikwetten, allen voran die folgende Frage: wer wird nächster Präsident der USA?

 

Wer wird 45. Präsident der USA? Präsidentschaftswahl 2016

Bet365 Logo Interwetten Logo William Hill Logo Betsafe Logo bwin Logo Netbet Logo Ladbrokes Logo Sunmaker Logo Bet-at-home Logo
Icon Pfeil rechts zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter zum Anbieter
H. Clinton 1,20 1,25 1,20 1,20 1,17 1,20 1,22 1,20 1,20
D. Trump 5,00 3,80 4,50 5,00 5,00 4,75 4,33 4,75 4,00
M. Pence 250 226 226
P. Ryan 226 226
B. Sanders 150 126 126
J. Biden 150 151 151
T. Kaine 176 176
G. Johnson 2501 251 750 1001 1001 1001
J. Kasich
J. Stein 5001 750 1001 1001 1001
E. McMullin 501 201 225 401 501 401
Ein/e andere/r 101 50,0

Wettquoten vom 7.11.2016

 

Nachdem Barack Obama allein aufgrund dessen, dass nach zwei Amtsperioden eine erneute Wiederwahl rechtlich ausgeschlossen ist, nicht zur Wahl antritt, gibt es auch auf Seiten der Demokraten ein neues Gesicht.
 

 

Die zweite Großpartei der USA schickt Hillary Clinton als offizielle Kandidatin ins Rennen. Generell wurden die Nominierten der Parteien bereits, je nach Wahlrecht des Bundesstaates, im Zuge der Primary Elections (den Vorwahlen) oder den Caucuses (Mitgliederversammlungen der Parteien) in der ersten Jahreshälfte 2016 bestimmt. Hinzu kommt für die Wahl am 8. November noch ein unabhängiger Kandidat, Evan McMullin.
 

Diese Kandidaten treten zur US Präsidentschaftswahl an:

Democratic Party: Hillary Clinton
Republican Party: Donald Trump
Libertarian Party: Gary E. Johnson
Green Party: Jill Stein
Constitution Party: Darrell Castle

Als Unabhängiger: Evan McMullin

 

Das Video zeigt die zweite Präsidentschaftsdebatte zwischen Donald Trump and Hillary Clinton am 9.10.2016. Videoquelle: youtube.com / 23 ABC News | KERO


 

Clinton vs. Trump – dabei gäbe es Alternativen

Die US Präsidentschaftswahl auf die offiziellen Kandidaten der beiden Großparteien, Republikaner und Demokraten, zu reduzieren, scheint demnach zunächst etwas unfair. Doch mit Blick auf die Liste der bisherigen Amtsnachfolger von George Washington spielen parteilose Kandidaten und Kandidaten anderer Parteien nur eine untergeordnete bzw. seit dem amerikanischen Bürgerkrieg sogar gar keine Rolle mehr bei der Wahl des Staatsoberhauptes.

Dieser Gepflogenheit dürften die Amerikaner auch 2016 die Treue halten. In den Umfragen scheint schließlich bereits seit den Primarys für einen anderen Namen als Trump oder Clinton kaum Platz zu sein. Dürfte der Milliardär zunächst noch bei vielen Amerikanern einen Nerv getroffen haben, bringen ihn seine Äußerungen zuletzt aber deutlich ins Hintertreffen.


 


Ihre flammende Rede für Hillary Clinton – oder vielmehr gegen Trump – hat die Welt begeistert: damit schafft Michelle Obama sogar den Sprung auf die Wettliste von Ladbrokes (Update: das Angebot wurde mittlerweile wieder abgesetzt). Denn schmeißt die demokratische Kandidatin noch im Wahlkampf das Handtuch, so könnte eine Nachnominierung erfolgen. Wobei: dass ausgerechnet die aktuelle First Lady als Ersatz fungiert, ist eigentlich unwahrscheinlich. Videoquelle: youtube / NBC News
 


Dass der Republikaner überhaupt derart viel Zuspruch erfährt, dürfte auch damit zusammenhängen, dass auch die Reputation der Demokratin nicht gänzlich unbeschädigt ist. So hat Hillary Clinton mit der „E-Mail-Affäre“ (Clinton versendete als Außenministerin vertrauliche Inhalte über ihren privaten Email-Account) und ihren wechselnden Positionen bei Wahlkampfthemen bei den Wählern viel an Glaubwürdigkeit eingebüßt.
 

 

Dennoch bleibt festzuhalten, dass Hillary Clinton, anders als der Unternehmer, auf reichhaltige politische Erfahrung verweisen kann: als Senatorin, als amerikanische Außenministerin und nicht zuletzt als First Lady an der Seite von Bill Clinton. Und so deutet auch alles darauf hin, dass letztlich, zum ersten Mal in der Geschichte der USA, eine Frau nicht als First Lady, sondern als Präsidentin ins Weiße Haus einziehen wird!

 

Die US-Wahl bei den Wettanbietern

Haupt- und Spezialwetten zur US Wahl – darauf kann gewettet werden:

Auf US-Ebene:

  • Den siegreichen Kandidaten / den nächsten US-Präsident
    → gesehen bei Interwetten, Bet365, Ladbrokes, Betsafe, William Hill, Bwin, Netbet, Sunmaker, Bet-at-home
  • Die siegreiche Partei
    → gesehen bei Netbet, Sunmaker, Bet-at-home

Auf Bundesstaaten-Ebene

  • Die siegreiche Partei
    → gesehen bei Bet365, Ladbrokes, William Hill, Bwin, Bet-at-home

Sonderangebot bei Ladbrokes – wetten auf:
  • Den Stimmvorsprung des siegreichen Kandidaten (in Prozent)
  • Die Stimmenanzahl eines Kandidaten im Electoral College
  • Die Anzahl der Bundesstaaten, in denen der republikanische Kandidat gewinnt
  • Die Anzahl der „Big 6“ (= 6 größten US Staaten), die Trump für sich gewinnen kann
  • Die Anzahl (Über/Unter) der Staaten, in denen der republ. Kandidat gewinnt
  • Die Stimmenanzahl, die auf Gary Johnson entfällt (in Prozent)

 


So funktioniert die Wahl am 8. November 2016

Anders als in den Demokratien Europas, wählen die Amerikaner ihren Präsidenten nicht direkt, stattdessen werden am 8. November Stellvertreter, sogenannte Wahlmänner, gewählt, die dann ihrerseits im Rahmen des sogenannten „Electoral College“ ihre Stimmen abgeben.

 

Nur indirekte Bürgerbeteiligung

Die insgesamt 538 Wahlmänner sind zwar an den Wählerwillen gebunden (je nach Bundesstaat entweder per Gesetz oder per geübter Praxis – wobei es auch schon Wahlmänner gab, die diese Praxis missachtet haben), durch die spezifische Verteilung der Stellvertreter auf die Bundesstaaten kann sich aber für das Endergebnis eine andere Gewichtung ergeben, als der Wählerwillen zum Ausdruck bringt.

Denn die Wahlmänner repräsentieren unterschiedlich große Wählerausschnitte. Im bevölkerungsärmsten Bundesstaat etwa, Wyoming, kommen aktuell circa 187.875 Einwohner auf einen Wahlmann. Demgegenüber vertritt ein Wahlmann aus Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat, etwa 677.345 Einwohner.

 
us-praesident-wahlen-wahlmaenner-verteilung-bundesstaaten-bis-2020
 

Auf diese Weise erfahren die Entscheidungen in kleineren Bundesstaaten deutlich mehr Gewicht, als sie gemäß der Einwohnerzahl eigentlich hätten.

 

Das wichtigste Prinzip: „The Winner takes it all“

Neben den Wahlmännern spielt ein weiterer Faktor eine große Rolle für den Wahlausgang. Nämlich das Wahlprinzip. In den meisten Bundesstaaten (Ausnahme bilden Maine und Nebraska) gilt: „The Winner takes it all“. Jener Präsidentschaftskandidat, der im Staat die meisten Bürgerstimmen erzielt, erhält auch alle Wahlmänner aus diesem Bundesstaat.

Um dies zu verdeutlichen: Kalifornien beispielsweise verfügt über 55 Wahlmänner. Diese entfallen alle, ausnahmslos, auf den in diesem Bundesstaat siegreichen Kandidaten, selbst wenn er nur mit einem Vorsprung im Bereich von weniger als ein Prozent gewinnt.

 

us-praesident-wahlen-the-winner-takes-it-all-prinzipBeispiel für das einfache Mehrheitsprinzip, das bei der Bürgerwahl zum US-Präsidenten in der Mehrzahl der Staaten zur Anwendung kommt.

Die Vorannahmen dabei sind, dass es in dem Bundesstaat vier Wahlmänner gibt, zwei Kandidaten zur Wahl stehen und Kandidat 2 die Stimmenmehrheit erzielt, wenn auch denkbar knapp.

us-praesident-wahlen-kongressprinzipBeispiel für das Wahlprinzip nach Vorbild der Kongresswahlen, wie es bei den Präsidentschaftswahlen in Nebraska und Maine zur Anwendung kommt.

Die Vorannahmen hierbei sind dieselben, wie beim Beispiel für das Mehrheitsprinzip. Allerdings wird gemäß dem Wahlrecht auch ein Blick auf die Ergebnisse in den Wahlbezirken geworfen.

 

In Maine und Nebraska gibt es demgegenüber eine andere Regelung. Hier wird nach Vorbild der Kongresswahlen gewählt. Demnach spielt nicht nur die Entscheidung auf Bundesstaatsebene, sondern auch jene auf Ebene der Wahlkreise eine Rolle.

Dabei gilt: Der Kandidat mit den meisten Stimmen im Staat erhält 2 Wahlmänner und je ein Wahlmann repräsentiert die Wahlentscheidung in den Wahlkreisen. Wenn also auf Bundesebene Kandidat 2 gewinnt, kann Kandidat 1 dennoch einen Wahlmann (oder mehrere Wahlmänner) erhalten, sofern er in einem Wahlkreis (oder mehreren Wahlkreisen) siegreich war.

 

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