Wurde vor der Auslosung der Vorrundengruppen zur anstehenden Europameisterschaft häufig das deutsche Losglück beschworen, waren nach der beendeten Zeremonie die langen Gesichter eindeutig in der Überzahl.
Mit Holland, Portugal und Dänemark hat die Elf von Jogi Löw in der Tat eine anspruchsvolle Aufgabe erwischt – doch angesichts der großen Ambitionen geben sich die Verantwortlichen dennoch zaghaft selbstbewusst: Nicht Todes-, sondern „Hammergruppe“ ist derzeit die offizielle Sprachregelung.
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Auch die Wettanbieter scheinen von den deutschen Gruppengegnern nur wenig beeindruckt zu sein: die Wettquoten für den EM Titel haben sich nur unwesentlich verändert, der deutsche Buchmacher Tipico sieht Deutschland bei den Gruppensieger Wetten klar voran. |
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Ein ernsthafter Grund zur Klage dürfte ohnehin nicht gegeben sein, immerhin hätte alles auch bedeutend schlimmer kommen können. So geht man in der Vorrunde nicht nur den Spaniern aus dem Weg; auch mit einem Gegner wie Kroatien hätte sich die Mannschaft im Zweifelsfalle bedeutend schwerer getan.
Im vierten Topf lauerten schließlich die Franzosen; dieser Kelch ist gleichfalls erst einmal vorübergegangen. Die Wettanbieter sind daher der berechtigten Überzeugung, dass für den dreimaligen Weltmeister der Gruppensieg zu machen sein sollte. Den Oranjes werden gleichfalls gute Chancen für das Erreichen das Viertelfinales prophezeit, bevor Portugal und Dänemark mit respektablem Abstand folgen.
Die Deutschen werden alle Vorrundenmatches als Favoriten der Sportwetten-Anbieter bestreiten; nachdem den Holländern erst vor wenigen Wochen eine empfindliche Niederlage beigebracht werden konnte, sind selbst gegen den amtierenden Vize-Weltmeister die Rollen relativ klar verteilt.
Die beiden anderen Kontrahenten begegneten sich gerade erst in der EM-Qualifikation, ein wenig überraschend behielt dabei das Team von Morten Olsen in der entscheidenden Partie die Oberhand. Die Iberer mussten danach den beschwerlichen Umweg in die Play-offs gehen – und sicherten sich dank eines starken Rückspiels gegen Bosnien-Herzegowina das Ticket zur EM. Den deutschen Spielern muss in Normalform jedoch vor beiden Gegnern nicht bange sein: Wer den Titel holen will, wird sich noch ganz anderen Kalibern stellen müssen.
Hier ist natürlich in erster Linie an die Spanier zu denken, die in der Gruppe C auf Italien, Kroatien und Irland treffen. Während sich der Turnierfavorit bei den EM 2012 Wetten hier die ungefährdete Qualifikation sichern dürfte, kann das Team von Giovanni Trapattoni eigentlich nur bedauert werden: Auch gegen die Squadra Azzurra und Kroatien wird es für die Jungs von den grünen Insel nicht viel zu holen geben.
In der Gruppe D treffen Frankreich und England aufeinander, die jeweils auf eine Wiedergutmachung für die verkorkste Weltmeisterschaft vor zwei Jahren brennen. Aber auch der Gastgeber aus der Ukraine und Schweden sollten im Kampf um das Viertelfinale nicht chancenlos sein – diese Konstellation ist durchaus für Überraschungen gut.
Dies gilt auch für die Vorrundengruppe A, in der sich mit Polen, Tschechien, Russland und den Griechen gleich vier vermeintliche Leichtgewichte mit nahezu identischen Chancen gegenüberstehen.