Bundesliga Absteiger 2017/18 – Die Wettquoten im Vergleich

Mit Darmstadt 98 und dem FC Ingolstadt waren in der vergangenen Bundesliga-Saison zwei klassische Leichtgewichte abgestürzt. Darüber hinaus ruft jedoch der Beinahe-Abstieg der Wölfe in Erinnerung, dass es in der höchsten deutschen Spielklasse fast jeden Verein erwischen kann.

Im Vergleich zur Meisterwette haben die Langzeitwetten auf die künftigen Absteiger auch in der anstehenden Spielzeit deutlich größeres Überraschungspotential zu bieten – schließlich scheint die richtige Lösung hier nicht so ohne weiteres auf der Hand zu liegen.

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Hannover 96 BL-Absteiger 2018: beste Quote bei Interwetten

Zuletzt wurde bekanntlich nicht nur von den kurz zuvor noch als Vizemeister in Erscheinung getretenen Niedersachsen fassungslos in den Abgrund geblickt. Noch auf der Zielgeraden hatte sich vor wenigen Monaten gefühlt die halbe Liga im Klassenkampf befunden.

Selbst mit Champions-League-Ambitionen gestartete Klubs wie Schalke oder Bayer Leverkusen konnten sich infolge der geringen Abstände ihrer Sache bis zuletzt nie restlos sicher sein – und die Eurofighter aus Mainz sicherten sich gar erst am allerletzten Spieltag einen Platz über dem Strich.

Obwohl die Rheinhessen nach der späten Rettung mit der Entlassung von Martin Schmidt auf die nervenaufreibende Talfahrt reagierten, wird der Mannschaft der enttäuschende Saisonverlauf von den Wettanbietern offenkundig noch immer nachgetragen.

Geht es nämlich um die potentiellen Krisen-Kandidaten der näheren Zukunft, können sich die Mainzer einer unrühmlich frühen Nennung erfreuen; Abstiegsquoten von unter 3,0 lassen es als zweifelhaft erscheinen, dass der „Neue“ Sandro Schwarz die 05er fortan wieder in ruhigere Gewässer führt.

 

Wer steigt 2018 ab? – Wettquoten Vergleich:

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Hannover 2,37 3,50 2,25 1,75 2,40 2,37 2,40
Mainz 2,87 3,00 2,75 2,70 2,75 2,62 2,75
HSV 3,00 6,00 3,00 3,00 3,10 3,75 3,10
Augsburg 3,75 3,00 3,00 2,70 3,25 2,62 3,25
Freiburg 3,50 2,90 3,25 2,90 3,25 3,25 4,00
Frankfurt 5,50 8,00 5,00 3,50 4,50 4,33 3,80
Stuttgart 7,00 6,00 8,00 3,50 7,00 7,00 6,00
Wolfsburg 9,00 16,0 12,0 40,0 10,0 11,0 10,0
Hertha 9,00 20,0 10,0 9,00 10,0 12,0 10,0
1. FC Köln 9,00 14,0 10,0 9,00 10,0 10,0 10,0
Bremen 12,0 8,00 12,0 8,00 10,0 11,0 10,0
Schalke 17,0 30,0 65,0 60,0 23,0 34,0 23,0
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Herrscht in Hannover bald wieder die Alarmstufe Rot?

Noch unerfreulicher werden die Überlebenschancen diesbezüglich aber für den Aufsteiger aus Hannover eingeschätzt, dem die Experten nach dem Hin und Her der vergangenen Jahre auch künftig eine Existenz als Fahrstuhlmannschaft prophezeien.

Mickrige Abstiegs-Quoten von rund 2,40 laufen in diesem Fall der Annahme zuwider, dass sich das in der Zweitklassigkeit verbrachte Jahr für die Roten als Stahlbad erweisen kann. Ungeachtet der zu erwartenden Euphorie werden die 96er in der Bundesliga am ehesten als verzichtbar angesehen.

In Anbetracht des niedrigen Quoten-Niveaus ist interessierten Tippern hier die Wahl einer einträglicheren Alternative anzuraten – einige Buchmacher warten schließlich auch mit Langzeitwetten auf den Gewinner der roten Laterne auf.

 

 

Wer wirklich an der Wettbewerbsfähigkeit der Niedersachsen zweifelt, kann diese deshalb gleich direkt auf dem 18. Tabellenrang platzieren: Ein solch kurzentschlossener Wagemut wird dann auch prompt mit spürbar höheren Quoten von knapp unter 5,0 belohnt.

In den meisten anderen Fällen macht sich hingegen schon ein gewisser Kennerblick erforderlich, um selbst bei der bloßen Abstiegswette eine vielversprechende Wahl zu treffen: Aufgrund der beachtlichen Zahl an Kandidaten droht hier schnell einmal der Überblick verloren zu gehen.

 

Augsburg steuert auf den nächsten Kraftakt zu

Auch von einem solchen Orientierungsverlust betroffene Fußballfans kommen jedoch vermutlich nicht so ohne weiteres am FC Augsburg vorbei, der sich in der zurückliegenden Saison gleichfalls nur mit letzter Kraft über die Ziellinie gerettet hat.

Dass die Fuggerstädter schon zuvor meist nah am Abgrund entlang lavierten, weckt die unheilvolle Ahnung, dass die goldenen Jahre des Vereins erst einmal der Vergangenheit angehören – was eine bevorstehende Konsolidierung in der 2. Liga nur als konsequent erscheinen lässt.

 


 

Unter Beachtung der demoralisierend niedrig angesetzten Abstiegsquote von ca. 3,0 könnte es sich allerdings als das große Glück der Augsburger erweisen, dass auch an anderen heißen Abstiegskandidaten wahrlich kein Mangel besteht.

So gibt es ähnliche Wettquoten, sofern es für den SC Freiburg am Ende der Saison nach unten gehen. Nach dem sensationellen Abschneiden im Vorjahr werden dem Klub somit deutlich ungemütlichere Zeiten prophezeit.

Trotz des Verlusts einiger wichtiger Leistungsträger muss es dann aber schon ein bisschen überraschen, wie tief der Sport-Club im Tabellenkeller erwartet wird – als Ausbildungsverein sind die Breisgauer immerhin darin geübt, neue Spieler umgehend in den Kader zu integrieren.

Mit dem Scheitern gegen Domzale haben sich auch die Sorgen um die negativen Folgen der gefürchteten Dreifachbelastung erledigt. Weil die Europa League demnächst ohne die Breisgauer vonstattengeht, kann sich Mannschaft von Christian Streich ganz auf das Wesentliche konzentrieren.

 

Alle Bundesliga Absteiger seit 2006:

  • 2006: Kaiserslautern, Köln (A), Duisburg (A)
  • 2007: Mainz, Aachen (A), Mönchengladbach
  • 2008: Nürnberg, Rostock (A), Duisburg (A)
  • 2009: Cottbus, Karlsruher SC, Bielefeld
  • 2010: Bochum, Hertha BSC
  • 2011: Eintracht Frankfurt, St. Pauli (A)
  • 2012: Hertha BSC (A), Köln, Kaiserslautern
  • 2013: Düsseldorf (A), Greuther Fürth (A)
  • 2014: Nürnberg, Braunschweig (A)
  • 2015: Freiburg, Paderborn (A)
  • 2016: VfB Stuttgart, Hannover 96
  • 2017: FC Ingolstadt, Darmstadt

*A = Aufsteiger

 

Insofern lässt es sich nicht so ohne Weiteres nachvollziehen, weshalb die Zweifel am Freiburger Sport-Club derart große Blüten tragen – selbst die Aussichten der amtlich zertifizierten Krisen-Spezialisten aus Hamburg, Frankfurt und Stuttgart werden als minimal rosiger eingeschätzt.

 

Der HSV schreibt weiter rote Zahlen…

Dabei ist es zumindest im Falle des Dinos selbsterklärend, warum ein Abstieg vergleichsweise fette Quoten von rund 3,0 bringt. Mit einer Abstiegswette auf den HSV lag man in den letzten Jahren zwar grundsätzlich nie völlig daneben, fuhr schlussendlich aber dennoch nie Gewinne ein.

Dank ihrer zahlreichen Last-Minute-Rettungen haben sich die Rothosen mittlerweile den Ruf eines Bundesliga-Houdinis erworben, der jedes Mal aufs Neue kurz vor dem Ertrinken gerade noch die störenden Fesseln löst.

 

 

Gleichwohl ist aber der Verdacht nicht aus der Welt zu schaffen, dass die Hamburger in absehbarer Zeit doch einmal das Schicksal ereilen muss. Nach dem schwächsten Saisonstart der Klubgeschichte wurde das Glück schließlich auch in der letzten Spielzeit zum wiederholten Male überstrapaziert.

 

„Es gab Situationen, die fast nicht auszuhalten waren, die ich als unzumutbar empfand. Jeder, der Extremsituationen kennt, der weiß, wie sehr die Lebensqualität darunter leidet. Ich habe sicher etwas über meine Belastbarkeit gelernt.“
HSV-Coach Markus Gisdol über den vorjährigen Abstiegskampf

 

Die hessische Eintracht nahm derweil erst im Frühjahr auf der schiefen Ebene gen tabellarischem Süden Platz: Nach einer wie gemalt erscheinenden Hinrunde hatten die Frankfurter nach der Winterpause plötzlich überhaupt nichts mehr auf die Reihe gekriegt.

Nachdem die Adlerträger als schlechtestes Rückrunden-Team in die Wertung gingen, hat sich der Verein die mauen Prognosen redlich verdient. Vor allem der zuletzt ratlos wirkende Niko Kovac muss zunächst einmal zeigen, dass er die Frankfurter wieder flott bekommt.

 


 

Stuttgart erntet Vorschusslorbeeren

Die für den VfB Stuttgart abgerufene Abstiegsquote von ca. 7,0 kommt hingegen einem kleinen Ritterschlag gleich. Von den Wettanbietern werden immerhin beachtliche sechs Mannschaften noch hinter dem Aufsteiger platziert.

Bemerkenswert mutet diese Einschätzung vor allem unter Beachtung des Zieleinlaufs in der 2. Liga an. Obwohl die Schwaben den Konkurrenten aus Hannover erst am letzten Spieltag abzuschütteln vermochten, werden die 96er nun als deutlich schwächer eingeschätzt.

Gleichwohl ist vor dem Saisonstart erst oberhalb des VfB Stuttgart eine echte Zäsur zu konstatieren. Angesichts der spürbar in die Höhe schnellenden Quoten bleiben alle weiteren elf Klubs mutmaßlich von allzu großen Existenzsorgen verschont.

Mit etwas Phantasie können immerhin noch die Vertretungen aus Bremen, Berlin und Köln den potentiellen Wackelkandidaten zugeschlagen werden – im Fall der Fälle wäre der richtige Tipp auf eine dieser Mannschaften fast für eine Ver-10-fachung des Wetteinsatzes gut.

Mit haushohen Quoten von teils über 50 darf sich der FC Schalke in Zukunft hingegen wieder ausschließlich nach oben orientieren: Und oberhalb der zuletzt in Nöte geratenen Knappen können die Bookies schon gar keinen künftigen Absteiger erblicken.

 

About the Author

Oliver
Oliver wurde schon frühzeitig als Co-Moderator einer TV-Sportsendung auf seine spätere Passion vorbereitet. Nach einer rasch gescheiterten Karriere als Fußballer und einem Abstecher in die Welt der Literaturwissenschaft hat er sich seit dem Jahr 2010 als Texter und Journalist sowohl dem Sport als auch den Sportwetten verschrieben
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